Hausmittel gegen Kopfläuse

Hausmittel gegen Kopfläuse

Welche Mutter kennt das nicht: im Kindergarten oder auch in der Schule hängt ein Zettel aus mit der Aufschrift „Wir haben Kopfläuse“. Und immer hat man dann ein ungutes Gefühl - wird es die lieben Kleinen auch erwischen? 

kopflaus2_flKopfläuse, das ist fast schon ein tabu, meistens will es keiner zugeben, der sie sich eingefangen hat - immerhin denken noch viele, dass es sich um mangelnde Hygiene handelt, wenn man Kopfläuse mit nach hause bringt. Das ist natürlich völliger Unsinn - Kopfläuse machen vor keinem

Kopf halt - immerhin leben sie vom Blut und wo sich ein angenehmes Plätzchen auf der Haarpracht bietet, nisten sie sich ein und fangen munter damit an, Eier zu legen. Für die meisten ist gerade das auch eine grauslige Vorstellung: kleine Tierchen auf dem Kopf, die man durch normales Waschen nicht weg bekommt. Dann kennt natürlich auch jeder die Horrorstories von wegen stundenlangem Hausputz, Kleiderberge waschen etc etc. 

Einerseits ist das richtig: Läuse bedeuten Arbeit und ein konsequentes Vorgehen, andererseits - wenn man es richtig und vernünftig anpackt, ist es gar nicht so dramatisch und man kann die Läuseplage auch ganz gut wieder in den Griff bekommen. Das allerwichtigste, um Läuse überhaupt vernünftig bekämpfen zu können, ist sich mit deren Lebensweise und Vermehrung intensiv auseinanderzusetzen. Läuse legen ihre Eier - die Nissen - in der Nähe der Kopfhaut und kleben sie dort ans Haar. Daher muss man nach 7-10 Tagen - auch wenn keine Laus da ist sondern nur Nissen - mit frisch geschlüpftem Nachwuchs rechnen. Also: wenn auf dem Kopf nichts mehr krabbelt, gibt es noch keine Entwarnung!

Hausmittel zur Vorbeugung von Kopfläusen

Sinnvoll ist es sicher - auch wenn man nie weiß, ob es letztendlich wirklich wirksam ist - wenn in der Schule oder im Kindergarten ein Lausbefall festgestellt wurde, das eigene Kind zum einen regelmäßig auf Lausbefall zu überprüfen und
andererseits es zu verhindern, dass es diese überhaupt mit heimbringt. Dazu kann gehören, dass sich das Kind, wenn es lange Haare hat, diese ein paar Tage lang nur noch hochbindet. Kopfläuse gelangen fast ausschließlich über die Haare von Kopf zu Kopf. Manche schwören auch auf Haarspray, welches die Läuse abschreckt oder man benutzt vorsorglich ein läuseabweisendes Shampoo, welches in der Apotheke erhältlich ist.

Hausmittel zum Bekämpfen von Kopfläusen

kopflaus_flWenn man beim Kind entweder Läuse oder auch nur Nissen - also Läuseeier - auf dem Kopf gefunden hat, muss man natürlich sofort dagegen vorgehen. Wer es auch hier mit Hausmitteln probieren will, sollte folgende Tipps beherzigen:

Das Verwenden eines sehr engzinkigen Läusekammes kann Nissen und auch Läuse aus dem Haar entfernen. Ausgesprochen gut funktioniert auch die Methode mit Haarspülung und ist überdies völlig schmerzfrei weil es nicht ziept. Die feuchten Haare des Kindes sehr großzügig mit Haarspülung einbalsamieren und dann mit dem Läusekamm Strähne für Strähne durchkämmen. Das ist sehr langwierig und dauert normalerweise mindestens eine halbe Stunde! Wichtig ist hier absolut penibles und genaues Vorgehen. Dann immer den Kamm auf einem weißen Tuch ausstreichen - so kann man eine Laus sofort erkennen -

diese wird übrigens durch die Spülung gelähmt und kann nicht mehr laufen. Wer dies konsequent täglich durchführt, kann viele der Läuse auf diese Wiese beseitigen. 

Zusätzlich kann man auf den Kopf eine Mischung aus 1 Teil Apfelessig und 2 Teilen Wasser auftragen und 10 Minuten einwirken lassen. Außerdem ist wichtig, täglich Handtücher und Bettwäsche zu wechseln, Mützen und Bürsten gründlich zu waschen oder reinigen. 

Die wenigsten Tiere befinden sich allerdings auf der Couch oder im Bett: freiwillig nämlich verlässt eine Laus im Normalfall nicht ihre Nahrungsquelle! Also: Hauptaugenmerk auf den Kopf legen. Wer allerdings auf diese Weise nicht Herr der Lage wird (Die Methode mit der Haarspülung erst täglich, dann zur Kontrolle noch 1 mal wöchentlich durchführen am besten 1 Monat lang) - der sollte zum Arzt oder auch zur Apotheke gehen und sich ein chemisches Mittel besorgen. Immerhin bedeutet ein Kind mit Kopflaufbefall auch immer eine Ansteckungsgefahr für andere - und wenn die Plage nicht komplett entfernt ist, droht immer wieder eine neue „Läusewelle“.