Holzbock bekämpfen

Holzbock bekämpfen

Der Holzbock ist einer der gefährlichsten Schädlinge unserer Zeit. Manche bezeichnen ihn auch als Zecke, obwohl das nicht ganz richtig ist. Der Holzbock gehört vielmehr zur Familie der Zecken, aber das spielt im Grunde genommen nur eine untergeordnete Rolle. Gefährlich ist er für Mensch und Tier.

Was macht den Holzbock so gefährlich?

Der Holzbock überträgt eine Vielzahl von Krankheiten, die unter widrigen Umständen sogar zum Tod des so genannten Wirts führen können. Das Tier lässt sich von Gräsern und Gebüschen auf sein Opfer fallen, sucht sich eine geeignete Stelle und saugt sich dort fest. 

Nachdem

es sich drei bis fünf Tage mit Blut von seinem Wirt vollgesaugt hat, lässt es von allein los und fällt ab. Darauf sollte man es aber nicht ankommen lassen. Jeder Stich geht mit einem hohen Krankheitsrisiko einher. So übertragen Holzböcke beispielsweise FSME – Frühsommer-Meningo-Encephalitis -, gegen welche man sich impfen lassen kann. Eine andere Krankheit ist die Borreliose, gegen die es keine vorbeugende Impfung gibt. 

Wie wehrt man den Holzbock ab?

Für Tiere gibt es eine Reihe von wirksamen
Mitteln. Sie können mit Puder, Shampoo, Spray, Spot-ons oder Halsbändern vor einem Befall mit Holzböcken geschützt werden. Hat sich der Holzbock bereits festgesaugt, entfernt man diesen mit einer Zeckenzange oder –karte. Weitere Hilfsmittel sind nicht notwendig. 

Menschen können sich ebenfalls durch Sprays oder Cremes schützen, die auf die Haut aufgetragen werden. Besonders gefährdet sind Menschen, die im Wald oder auf Wiesen unterwegs sind. Aber auch bei der Gartenarbeit kann man sich einen Holzbock holen. Daher sollte man sich ebenfalls bei dieser mit einem geeigneten Mittel einreiben. 

Zusätzlich ist lange Kleidung empfehlenswert. Dem Holzbock darf es nicht gelingen, auf die Haut zu kommen. Lange Hosen, deren Saum zusätzlich mit langen Socken vor dem Hereinkrabbeln der Holzböcke gesichert ist, lange Oberteile, die möglichst in die Hose gesteckt werden und festes Schuhwerk geben dem Holzbock kaum Chancen zum Festsaugen. 

Geht man wieder ins Haus, sollte man die Kleidung sofort ausziehen und wenn möglich gleich waschen. So ist sichergestellt, dass keine Holzböcke ins Haus gelangen. Hat sich trotzdem ein Holzbock festgesaugt, entfernt man ihn wie bei den Haustieren mit Zeckenzange oder – karte. Das Aufsuchen eines Arztes ist nur bei Symptomen einer der typischen Krankheiten notwendig. Viele Holzbockstiche verlaufen aber harmlos.