Milben bekämpfen

Milben bekämpfen 

Sage und schreibe 20.000 unterschiedliche Milbenarten sind mittlerweile bekannt. Es handelt sich dabei um achtbeinige Spinnentierchen, die oft nur weniger als einen Millimeter groß sind. Unter dem Mikroskop betrachtet muten sie jedoch zum Teil wahrlich bedrohlich an.

Hierzulande sind die so genannten Nahrungsmilben ganz besonders verbreitet; ebenso wie die gefürchtete Hausstaubmilbe. Letztere hält sich nicht nur gern dort auf, wo es gerade besonders staubig ist, sondern auch in Matratzen, Schlafunterlagen und Teppichen sind sie zu finden. Bei Haustieren treten oft so genannte Haarbalgmilben auf, und auch die lästigen Ohrmilben machen den vierbeinigen bzw. den geflügelten

Freunden zu schaffen. Sie verursachen mitunter einen starken Juckreiz oder Entzündungen in den jeweils betroffenen Bereichen. 

Allerdings lassen sie sich durch bestimmte tiermedizinische Präparate relativ leicht wieder entfernen. Hin und wieder kommt es übrigens vor, dass auch Menschen von Haustiermilben befallen werden.

Gefräßige, ungebetene Gäste...

Ab und an leiden Katzen und Hunde auch unter dem so genannten Räudemilbenbefall (Räude). Ein umgehender Besuch beim Tierarzt ist in einem solchen Fall dringend erforderlich, denn der Befall ist in der Regel nicht nur äußerst lästig, juckend oder mitunter sogar schmerzhaft
für das Tier. Es kann durchaus sogar tödlich enden. 

Für den Menschen ist es insbesondere der Kot der Hausstaubmilbe, der so gefährlich ist, denn er löst meist heftige allergische Reaktionen aus. Milben ernähren sich in erster Linie von pflanzlicher oder tierischer Nahrung, aber auch von (getrockneten) menschlichen Körperflüssigkeiten, von Hautschuppen und ähnlichen Absonderungen.  

Vorbeugen ist besser als heilen

Ein Milbenbefall ist abhängig von hygienischen Aspekten. Wird aber das Fell bzw. der Schlafplatz des Haustiers regelmäßig gereinigt bzw. desinfiziert, siedeln sich die lästigen Milben nur äußerst ungern dort an. Gleichwohl ist es ratsam, auch das Bettzeug oder andere Heimtextilien des Menschen in möglichst kurzen Abständen bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine zu reinigen. 

Für Allergiker sind überdies im gut sortierten Fachhandel spezielle Textilien bzw. Matratzen erhältlich, in denen sich die „gemeine Hausstaubmilbe“ so gut wie nicht mehr „häuslich niederlassen“ kann. Auch Staubsauger und ähnliche Reinigungsgeräte sind immer häufiger mit modernen, milbenvernichtenden Features ausgestattet. 

Spezielle Milbensprays tragen ihr Übriges dazu bei, Milben aus Wohnräumen zu vertreiben. Wenn es tatsächlich zu einem Milbenbefall mit gesundheitsbeeinträchtigen Auswirkungen kommt, helfen medizinische Präparate (für Mensch und Tier) meist recht schnell, um Juckreiz, Entzündungen et cetera nachhaltig und effektiv zu bekämpfen.