Amerikanischer Stachelbeermehltau

Amerikanischer Stachelbeermehltau

Beim Amerikanischen Stachelbeermehltau handelt es sich um einen schädlichen Pilz, der bevorzugt an Beerenpflanzen auftritt. Wie der Name vermuten lassen würde, befällt er aber nicht nur Stachelbeeren, sondern auch Schwarze und Rote Johannisbeeren und Jostabeeren.

Der Amerikanische Stachelbeermehltau wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Deutschland eingeschleppt. Eine weitere Art ist der Europäische Stachelbeermehltau, der aber bei weitem keinen so großen Schaden wie der Amerikanische Stachelbeermehltau anrichtet.

Die befallenen Pflanzenteile sind Früchte, Triebe und Blätter. Darauf zeigt sich zu Anfang ein weißer Belag (wie beim Mehltau bekannt), der später braun wird

und sich abwischen lässt. Besonders großen Schaden richtet der Amerikanische Stachelbeermehltau an den Früchten an, die bei Befall ungenießbar werden, und an den Trieben. Diese werden am Austrieb gehindert.

Leider hält sich der Amerikanische Stachelbeermehltau auch über den Winter. Er verbleibt dann in Knospenschuppen und Trieben. Deshalb kann man befallene Pflanzen nur durch einen radikalen Schnitt der Triebspitzen vor dem Winter bekämpfen. Dabei ist es wichtig, tief genug herunter zu schneiden, damit auch wirklich sichergestellt wird, dass
sämtliche Infektionsherde beseitigt wurden.

Im Frühjahr wiederholt man die genaue Untersuchung nach ersten Anzeichen eines Befalls und schneidet notfalls noch einmal gründlich bis ins gesunde Holz aus. Um auch während der warmen Jahreszeit die Pflanzen vor einem Befall mit Amerikanischen Stachelbeermehltau zu schützen, ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Dadurch kann man gleich zu Beginn eines Befalls Bekämpfungsmaßnahmen einleiten.

Besser ist es natürlich, dem Amerikanischen Stachelbeermehltau von vornherein keine Chance zu geben. Möchte man neue Beerensträucher pflanzen, sollte man bereits beim Kauf auf weniger empfindliche Sorten achten. Zu empfehlen sind zum Beispiel die Stachelbeerarten Mucurines, Reverta, Rolanda und  Invicta. Bei den Johannisbeeren haben sich die Sorten Titania und Ometa als besonders robust erwiesen.

Bei der Düngung achtet man besonders auf die ausreichende Versorgung mit den Nährstoffen Phosphor, Kalium und Kalk, denn das stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen. Die richtige Mischung ermittelt man am besten durch eine vorhergehende Bodenanalyse. Vorbeugend wirkt auch eine im Abstand von 7 bis 14 Tagen durchgeführte Behandlung mit einem zugelassenen Pilzbekämpfungsmittel. Eine solche Behandlung ist spätestens zu Beginn eines Befalls mit dem Amerikanischen Stachelbeermehltau unvermeidbar. Dafür gibt es Pflanzenstärkungsmittel, die auf der Basis von Pflanzenextrakten hergestellt sind.

Bei einer chemischen Bekämpfung des Pilzerregers sind die Bestimmungen zur Pflanzenschutzmittelzulassung zu beachten.

Besonders wohl fühlt sich der Amerikanische Stachelbeermehltau in dichten Sträuchern. Deshalb ist es wichtig, die Sträucher regelmäßig zu schneiden. Der jährliche Winterschnitt ist unbedingt Pflicht. Auch eine windgeschützte Lage und mildes Klima im Winter fördern den Befall.