Blattkrankheiten und Pilzkrankheiten an Rosen

RosenrostRosen sind sehr schöne Blumen, aber auch sehr anfällig für Krankheiten. Sie können von Viren oder Pilzen befallen werden und auch viele Insekten können eine Rose schädigen.

Daher werden neue Rosenarten durch die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung, kurz ADR, auf ihre gärtnerische Qualität und Widerstandskraft gegen Krankheiten untersucht und bewertet.

Pilzkrankheiten bei Rosen

Grauschimmel bildet sich häufig in Sommern, die kühl und feucht sind. Dann bekommen die Blütenblätter einen grauen Belag und Flecken und verfaulen danach. Die Ursache hierfür ist ein Pilz,

der sich über die Luft verbreitet und die Rosen infiziert. Um einen solchen Befall zu vermeiden, sollte für Rosen ein luftiger Standort gewählt werden, an dem ihre Blätter nach einem Regenschauer schnell abtrocknen können. Um einen Pilzbefall zu vermeiden, sollten Rosen auch immer nur von unten und nicht auf die Blätter gegossen werden.

Der Echte und der Falsche Mehltau

Beim Mehltau ist zu unterscheiden zwischen dem Echten und dem Falschen Mehltau, die von verschiedenen Pilzen verursacht werden. Bei beiden Versionen bekommen die Blätter der Rose einen weißen Belag, beim Echten Mehltau befindet sich dieser jedoch auf der Blattoberseite, während er beim Falschen Mehltau auf der Blattunterseite zu finden ist. Echter Mehltau kann mit Sprays aus der Gärtnerei behandelt werden, es gibt jedoch auch Hausmittel, um ihn zu bekämpfen.
Milch, die mit Wasser im Verhältnis 1:10 gemischt wird, kann dazu auf die Blätter gesprüht werden. Alternativ kann eine Mischung aus drei Päckchen Backpulver, 50 Milliliter Speiseöl und etwas Spülmittel hergestellt werden, mit dem ebenfalls die Blätter der Rose eingesprüht werden.

Rosenrost und Sternenrußtau

Auch der Rosenrost ist eine Pilzkrankheit. Dabei bilden sich auf der Blattoberseite Flecken und auf der Unterseite kleine Punkte, die im Laufe der Zeit schwarz werden. Bei dieser wie auch bei allen anderen Pilzkrankheiten sollten die befallenen Blätter entfernt, jedoch auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgt werden, weil sich sonst der Pilz weiter verbreiten kann. Als Hausmittel gegen Rosenrost wird häufig ein Sud aus Schachtelhalm oder Brennnesseln verwendet.

blattlaesue_flDer Sternrußtau wird auch Schwarzfleckenkrankheit genannt, weil sich bei dieser Krankheit zunächst schwarze Flecken auf den Blättern bilden. Danach vergilben die Blätter und fallen ab. Auch der Sternrußtau wird durch Pilzsporen verursacht. Um sie abzuwehren, kann die Pflanze regelmäßig mit Brennnesseljauche gegossen werden und der Boden rund um die Pflanze mit Holzasche aus Buchenholz bestreut werden.

Blattkrankheiten durch Schädlinge

Rosenzikaden sind etwa drei Millimeter lang und gelbgrün. Sie saugen den Saft aus den Blättern der Rose und hinterlassen dabei helle Flecken entlang der Blattadern. Auch Spinnmilben saugen den Pflanzensaft aus den Blättern. Sie sind jedoch so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Daneben sind es aber auch die Blattläuse, die eine Rose schädigen können. Sie saugen ebenfalls an der Pflanze und hinterlassen dabei Honigtau. Dieser ist zuckerhaltig, zieht dadurch weitere Insekten an und dient auch als Nährboden für Pilze, die sich dadurch leicht ausbreiten können. Deshalb sollten auch Blattläuse rechtzeitig bekämpft werden, als Hausmittel bieten sich hierfür eine Spülmittellösung oder ein Brennnesselsud an.