Chlorose an Zitruspflanzen, Hortensien & Rosen

Chlorose an Zitruspflanzen, Hortensien & Rosen MagnolienbaumBei der Chlorose handelt es sich um eine Mangelerscheinung, die hauptsächlich auf alkalischen und kalkreichen Böden auftritt. Den Pflanzen fehlt es an Eisen. Je höher der pH-Wert, umso eher treten die Symptome in Erscheinung. Dazu gehört vor allem die verminderte Produktion von Chlorophyll als sichtbares Symptom. Die Blätter werden gelb, lediglich die Blattadern behalten ihre grüne Farbe. Die Pflanzen wachsen langsamer, werden geschwächt und sterben im schlimmsten Fall sogar ab. Zu den Pflanzen, die unter Chlorose leiden,

gehören unter anderem:
  • Rosen
  • Hortensien
  • Azaleen
  • Rhododendren
  • Heidekrautgewächse
  • Kamelien
  • Magnolien
  • Hamamelis
  • Zitruspflanzen
  • Erdbeeren
Lässt sich keine deutliche Bodenverbesserung herbeiführen, wird das Problem des Eisenmangels dauerhaft bestehen, der Mehraufwand für die Pflege der Pflanzen ist kaum noch gerechtfertigt. Mit einigen einfachen Mitteln gedeihen die Lieblingspflanzen trotz ungünstiger Standortverhältnisse dennoch.

Hortensien in sauren Boden pflanzen

HortensienAuch dort, wo eher alkalische Böden vorherrschen, lassen sich Hortensien kultivieren. Hortensien zählen zu den Moorbeetpflanzen und benötigen einen pH-Wert um 6,5. Beim Pflanzen wird in das Pflanzloch torfreiches Substrat gegeben. Im Handel stehen spezielle Erden für Hortensien und Rhododendren zur Verfügung. Nach der Pflanzung wird die Stelle mit Torf gemulcht. Zusätzlich
kann mit Eisenchelaten gegossen werden. Hierbei handelt es sich um organische Metallverbindungen, die so aufgeschlossen sind, dass sie von den Pflanzen leicht aufgenommen werden können. Mit Eisenchelaten können die Hortensien in regelmäßigen Abständen auch besprüht werden. Die Düngung muss aufgrund des kalkhaltigen Umfelds immer wieder erfolgen. Einfacher ist es, die Hortensien in Kübeln zu kultivieren, die mit saurem Substrat gefüllt sind. Das minimiert auf Dauer den Pflegeaufwand und sichert der Pflanze ein gesundes und langes Leben.

Rosen – Eisenmangel auf den zweiten Blick

Rosen stellen bei den chloroseanfälligen Pflanzen eine Ausnahme dar, denn sie gedeihen prächtig auf kalkhaltigem Boden. Dadurch, dass sie auf dem für sie geeigneten Boden stehen, macht sich der Eisenmangel erst auf den zweiten Blick bemerkbar. Das geschulte Gärtnerauge wird ihn dennoch erkennen. Die Symptome zeigen sich meist nur an wenigen Blättern oder Trieben. Auch hier empfiehlt sich die Düngung mit Eisenchelaten. Bei Neupflanzungen kann es sinnvoll sein, einen Eisenstab unmittelbar neben der Rose in den Boden zu treiben. Der Stab führt dem Boden auf natürliche Weise Eisen zu und dient hoch wachsenden Exemplaren gleichzeitig als Stütze.

Zitruspflanzen – kaum Chlorose durch Kübelhaltung

zitronenbaum-zitrone flDie wärmeliebenden Zitruspflanzen werden normalerweise ohnehin im Kübel gehalten, damit sie bei kälteren Temperaturen ins Winterquartier umziehen können. Zeigt sich bei einem Zitruspflanzengewächs eine Chlorose, ist das Gießen mit eisenhaltigem Dünger oder auch das Besprühen der Pflanzen nur wenig sinnvoll, denn das grundlegende Problem wird dadurch nicht gelöst. Besser ist es, die Pflanzen in regelmäßigen Abständen neu einzutopfen, bei Bedarf gleich in einen größeren Kübel. Zum Pflanzen bietet der Handel spezielle Erde für Zitruspflanzen an, die alle benötigten Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung enthält. Die Zeitabstände von einer Umtopfaktion zur nächsten lassen sich ein wenig verlängern, wenn die Pflanzen mit herkömmlichem Volldünger gegossen werden. Dieser enthält alle wichtigen Spurenelemente und hilft damit Mangelerscheinungen vorzubeugen. Im Winterlager zeigen viele Zitruspflanzen ähnliche Symptome wie bei

einem Eisenmangel, allerdings rühren die gelben Blätter meist von einem zu kalten Wurzelballen her. Die Winterchlorose verschwindet von allein, sobald der Kübel wärmer aufgestellt wird.