Phytophthora - Wurzelhalsfäule der Erlen

Phytophthora - Wurzelhalsfäule der Erlen

Beim Erlensterben handelt es sich um eine Erkrankung der Erlen, die von der Pilzart Phytophthora alni befallen werden.

baumwurzel_flDiese Krankheit wurde in Deutschland erstmals 1995 festgestellt und führt dazu, dass von diesem Pilz befallene Bäume innerhalb weniger Monate oder einiger Jahre absterben und auch in der Nähe stehende Erlen von diesem Pilz infiziert werden. Besonders betroffen sind die Roterle und die Schwarzerle, daneben kommt diese Pilzerkrankung aber auch bei der Grauerle und der italienischen Erle vor. Andere Baumarten dagegen werden

vom Phytophthora alni nicht befallen.

Wurzelhalsfäule der Erlen

Die Bezeichnung Phytophthora setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen, die übersetzt Pflanze und Vernichtung bedeuten, wodurch die Aggressivität dieses Pilzes zum Ausdruck kommt. Diese Krankheit tritt seit einigen Jahrzehnten in ganz Europa auf, wobei der Süden Englands besonders betroffen ist. Doch auch in Deutschland ist die Pilzart Phytophthora alni, die auf Erlen spezialisiert ist, bekannt. Die
Phytophthora Sporen können sich über das Wasser verbreiten, daher sind Standorte in der Nähe von langsam fließenden Gewässern oder Gebiete, die zeitweise überflutet sind, besonders gefährdet. Dann kann der Pilz leicht über die Wurzeln oder den Stammansatz eindringen und breitet sich von dort schnell in den ganzen Baum aus. Weniger bedroht sind Erlen, die in der Nähe von schnell fließenden Bächen oder Flüssen oder in trockenen Gebieten stehen. Besonders im Frühling und im Herbst herrschen wegen der mäßigen Temperaturen ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Pilzsporen.

Schadbild der Wurzelhalsfäule

Zu erkennen ist die Wurzelhalsfäule bei einer Erle an schwarzen Flecken auf dem Stamm. Zu Beginn der Krankheit entstehen sie nur im unteren Bereich und breiten sich dann mit der Zeit nach oben aus. Im weiteren Verlauf wachsen die Flecken dann zusammen und nässen. Unter der Rinde sind rot- bis dunkelbraune Verfärbungen zu finden und die Blätter sind heller als üblich und werden schon früh im Herbst abgeworfen. Laub wird im Laufe der Krankheit immer weniger gebildet und fällt auch kleiner aus als bei einer gesunden Erle. Bei fortschreitendem Befall werden sich dann auch tote Äste finden. Eine Erle kann an der Wurzelhalsfäule sterben, muss aber nicht. Falls sich jedoch in der Nähe weitere Erlen befinden, ist ein Fällen des Baums sinnvoll, um ein Übergreifen auf die anderen Bäume zu verhindern. Eine Bekämpfung dieses Pilzes ist zur Zeit leider noch nicht möglich.