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Gallmücken - gegen Blattläuse
Pflanzenschutz - Nützlinge im Garten einsetzen

Gallmücken

Wenn wir im Sommer besonders in der Nähe von Gewässern schon wieder umschwirrt werden, müssen wir unweigerlich an winzige Vampire denken, die uns das Blut aus den Adern saugen wollen.

Doch nicht alle Mückenarten sind hinter unserem Lebenssaft her. Gallmücken bilden als vornehmliche Pflanzenfresser eine Ausnahme. Allerdings gibt es auch hier eine Unterart mit dem wissenschaftlichen Namen Aphidoletes Aphidimyza, die sich vornehmlich von Spinnmilben und Blattläusen ernährt und auch zur biologisch verträglichen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden kann.

Im Gegensatz zu Insektiziden, sind die Ausscheidungen der Gallmücken voll biologisch abbaubar und auch nicht giftig. Gerade ...
in der biologischen Landwirtschaft werden sie daher gezielt ausgesetzt. Zu diesem Zweck kann man die Puppen der Gallmücken käuflich im Gartenfachhandel oder im Internet käuflich erwerben.

Sie werden gekühlt in einer Plastikbox geliefert und können so direkt an der befallenen Pflanze ausgesetzt werden. Man sollte die Packung auf keinen Fall vorher öffnen. Solange genügend Futter für sie vorhanden ist, können sich die Gallmücken durchaus auch vermehren und so lange ausbreiten, bis die Plage vollständig beseitigt ist.

Gallmücken brauchen ausgesprochen viel Licht und Wärme, außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 90 % relativer Feuchte. Sie sind daher besonders zum Einsatz in klimatisierten und beleuchteten Gewächshäusern geeignet.

Wenn sie weniger als 17 Stunden Licht erhalten, fallen sie in Winterschlaf, verpuppen sich im Boden und eine neue Generation geht aus den Eiern hervor. Gallmücken betäuben die Milben mit ihrem Gift. Wenn die Futterauswahl groß ist, betäuben und töten sie ihre Opfer erst massenhaft und fressen erst dann, wenn sie Hunger haben. Auf diese Weise vernichten die Gallmücken auch dann Milben, wenn sie ausreichend Futter haben.

Wenn den Gallmücken das Futter ausgeht, suchen sie entweder nach einer neuen Futterquelle oder gehen ein, wobei ihre Körper kompostieren. Es besteht also wenig Gefahr, dass aus den Gallmücken irgendwann eine Plage wird.

Abgesehen von Gallmücken kann man gegen Milben auch Marienkäfer oder Raubmilben einsetzen. Letztere haben jedoch die unangenehme Angewohnheit, auch andere Günstlinge wie Käfer und auch Gallmücken zu bekämpfen, indem sie diese befallen und dann langsam aussaugen. Wer also bereits Raubmilben ausgesetzt hat, hilft sich nicht, indem er zusätzlich noch Gallmücken aussetzt.
 


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