Typische Mangelerscheinungen an Pflanzen

Typische Mangelerscheinungen an Pflanzen

Zu Mangelerscheinungen an Pflanzen kommt es, wenn diese nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung haben. Am wichtigsten sind Stickstoff, Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium und dazu Spurenelemente wie Eisen.

blattkrankheit flGenauso wichtig sind Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff, welche die Pflanzen aus der Luft und dem Wasser erhalten. Nur wenn die benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind, entwickeln sich die Pflanzen prächtig, fällt die Blüte reichlich aus und dauert lange.

Nährstoffmangel zeigen die Pflanzen meist recht deutlich. Woran erkennt man

den Mangel?

Stickstoffmangel

Stickstoff ist für das Wachstum enorm wichtig. Auch die Blattfarbe wird durch den Nährstoff geregelt. Stickstoffmangel zeigt sich immer erst am unteren Teil der Pflanzen. Wichtig zu wissen ist, dass auch ein zuviel an Stickstoff zu Schäden führen kann. Überschüsse erkennt man an bläulichen Blättern, schlechtem Geschmack und mangelhafter Haltbarkeit.
  • gilbe Blätter deuten auf Stickstoffmangel hin
  • ebenso weiße Wurzeln und verkümmerte Blüten
  • Pflanze färbt sich insgesamt sehr hell, hellgrün bis gelbgrün
  • Symptome zeigen sich von unter beginnend an der gesamten Pflanze
  • Pflanzenwachstum ist deutlich geringer, die Stängel sind kurz und dünn.
Calciummangel

Calcium ist wichtig für das Wachstum. Es wird in der Pflanzenzellwand eingebaut. Besonders viel Calcium benötigen Tomaten und andere Gemüsearten.
  • Calciummangel erkennt man an bräunlichen Flecken, z.B. bei Äpfeln
  • faulen Blüten, z.B. bei Tomaten
  • schlecht
    wachsenden Wurzeln, sie bleiben kurz, dunkelbraun bis schwarz gefärbt
  • Blütenendfäule bei Früchten
  • Blattrand- und Innenblattnekrosen bei Gemüsepflanzen
Magnesiummangel

Magnesium ist wichtig für die Blattfarbe. Magnesiummangel zeigt sich durch vergilbte Blätter bei Laub und grün gelblichen Streifen bei Tannennadeln.
  • Symptome an gesamter Pflanze oder aber stark lokalisiert an älteren Pflanzenteilen
  • Gelbwerden der Blätter, bisweilen auch Vertrocknung, von der Blattspitze ausgehend
  • meist sind die Blattränder noch grün
  • dünne Stängel
  • lange Wurzeln mit geringer Verzweigung
blattkrankheit2 flKaliummangel

Kalium ist wichtig. Es sorgt für Stabilität der Pflanzenzellwand. Außerdem ist es entscheidend für den Stoffwechsel. Wichtig ist eine Spätdüngung mit Kalium. Dadurch werden die Pflanzen gestärkt und sind widerstandsfähiger gegen Frost, aber auch gegen Schädlinge.
  • Kaliummangel zeigt sich durch kümmerlichen Wuchs
  • welk aussehende Pflanzen
  • aufgerissenes Gemüse, z.B. Tomaten
  • Blattränder auf- und abwärtsgebogen
  • ältere Blätter sterben in Mengen ab
  • Wurzeln lang, wenig Seitenwurzeln, Farbe gelblich und schleimig
  • bei Nadelbäumen sind die Nadeln rot bis rotbraun verfärbt
Phosphormangel

Phosphormangel ist selten. Meist ist ausreichend im Boden vorhanden. Phosphor ist wichtig zur Entwicklung der Frucht, Blüte und Wurzel. Besonders während der Wachstums- und Blühphase wird viel Phosphor benötigt.
  • Phosphormangel erkennt man am allgemeinen Wachstumsstopp.
  • Pflanzen dunkel- bis blaugrün
  • untere Blätter vertrocknen
Eisenmangel

Eisenmangel tritt oft bei stark saurem Boden auf
  • an Spitzenblättern, jüngere bis mittlere Blätter zuerst
  • gelbgrüne, dann zitronengelbe Verfärbung (Chlorosen) - Blattaufhellung
  • gut zu erkennen die scharf abgesetzten grünen Blattadern
  • bei langem Mangel werden alle Blätter gelb
  • Stängel dünner und kürzer
  • später braune Nekrosen auf den Blättern, immer vom Rand beginnend
  • kurze Wurzel, viele Seitenwurzeln, braun verfärbt
Fazit der Redaktion

Zwar benötigen Pflanzen Nährstoffe, aber immer die passenden und vor allen Dingen auch in der richtigen Menge und zu entsprechenden Zeiten. Man sollte keinesfalls wild drauflos düngen. Jede Pflanze hat andere Ansprüche. Über diese sollte man sich informieren!