Rosenzikaden natürlich bekämpfen


Blühende Rosen im Garten sind nicht nur wunderschön anzusehen, leider ziehen sie auch viele Schädlinge, wie die Rosenzikaden an. Diese drei Millimeter langen und gelbgrünen Insekten setzen den Rosen meist in den sehr warmen Sommermonaten zu. Die Folge eines Befalls zeigt sich an den Blättern, die sich gelb verfärben und mit Schimmelbildung einhergehen. Dann muss zügig gehandelt werden. Bekämpft werden können die Rosenzikaden durch empfehlenswerte natürliche Mittel und im schlimmsten Fall natürlich auch mit chemischen Keulen.

Beschreibung

Leider bedeutet ein massiver Befall der Rosenstöcke durch Rosenzikaden in manchen Fällen den sicheren Tod der Pflanze. Denn

die bereits geschlüpften Larven leben am Stiel der Rose und saugen dort den wichtigen Pflanzensaft aus. Hieraus folgt, dass die Blätter zuerst in der Mitte an den Adern eine gelbe Farbe annehmen, die sich später über alle am Stiel befindlichen Blätter erstreckt. Auch die Knospen erhalten zu wenig Pflanzensaft und blühen erst gar nicht auf sondern verkümmern. Dadurch, dass das Blatt geschädigt wurde, ist die Rose aber auch anfällig für Schimmelpilz, der ohne Behandlung das sichere Ende der Pflanze bedeutet. Daher sollte ein Befall von Rosenzikaden niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Die unangenehmen Tierchen bringen es in einem Jahr auf zwei Generationen, wobei die zweite Ablage der Eier im Herbst erfolgt, die dann im zeitigen nächsten Frühjahr schon wieder schlüpfen und früh mit der Zerstörung der Rosenpflanzen beginnen können. Gerade in sehr warmen Sommern können sich die Rosenzikaden ungehindert und sehr gut vermehren.

Befall erkennen

Wer viele Rosen im Garten stehen hat, sollte diese vor allem im warmen Sommer regelmäßig unter die Lupe nehmen, ob die Pflanzen nicht von einem Schädling befallen wurden. Zu den häufigsten Schädlingen bei Rosen zählen die Rosenzikaden, die eine massive Schädigung der Rosenstöcke nach sich ziehen können. Daher ist es wichtig, einen Befall der kleinen Insekten frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. Wenn sich die Blätter gelb färben und entlang der Adern eine weiße Sprenkelung aufweisen, dann sind die Rosen höchstwahrscheinlich befallen:
  • Schäden ähneln denen der Spinnmilben
  • bei Spinnmilbenbefall finden sich jedoch keine Tierchen unterhalb des Blattes
  • Zikaden sind gelb, etwa drei Millimeter groß und schmal
  • die Insekten ähneln Blattläusen und sitzen auf der Unterseite des Blattes
  • von hier aus saugen sie es aus
  • werden die Nymphen gestört treten sie die Flucht mit weiten Sprüngen an
  • erwachsene Rosenzikaden hingegen fliegen bei einer Störung weg
  • ihre Larven schlüpfen aus den in die Rinde gelegten Eier
  • von hier aus saugen sie den Pflanzensaft aus den Stielen
  • die Larven sind cremefarben
  • sie sitzen an den Stielen sowie an den Blättern
Tipp: Ab Ende Mai - je nach Wetterlage auch früher - ist eine regelmäßige Untersuchung der Rosenstöcke empfohlen und hilfreich. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass die erwachsenen und vollständig ausgebildeten Tiere sich über den Sommer nicht auf den Rosen aufhalten, sondern sich auf in der Nähe stehenden Gastwirten bis zur Eiablage im Herbst niederlassen.

Vorbeugen

Maßnahmen für eine Vorbeugung gegen die Rosenzikaden gibt es leider kaum. Denn jede Rose kann von den Insekten, die weltweit stark verbreitet sind, befallen werden. Doch stehen die Rosenstöcke an einem geschützten Standort, wie zum Beispiel in der Nähe einer Hauswand, dann sind sie anfälliger. Besser ist es, um gegen Zikaden vorzubeugen, folgende Standplätze zu wählen
  • die Rosen an einem luftigen Standort pflanzen.
  • keinen sehr sonnigen Standort wählen
  • ausgewogene

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    Nährstoffversorgung hilft zusätzlich, die Rosen widerstandsfähiger gegen jede Art von Krankheit und Schädlingen zu machen
  • Insektenhotels in der Nähe der Rosen anbieten, da sich zum Beispiel Wespen auch von Zikaden ernähren
Diese Maßnahmen sind allerdings auch keine Gewährleistung, dass diese Rosen nicht befallen werden. Weitere Vorbeugungsmaßnahmen sind jedoch nicht bekannt.

Erste Maßnahmen

Werden im Sommer Zikaden an den Blättern festgestellt, sollte der Rosenstock im Herbst auf jeden Fall kräftig zurückgeschnitten werden. Denn die Schädlinge legen im Sommer ihre Eier zur Überwinterung in der Rinde der Rose ab. Damit diese nicht im nächsten Jahr wieder schlüpfen können, hilft ein radikaler Rückschnitt. Hierzu eine entsprechende scharfe und vor allem auch desinfizierte Rosenschere nutzen, damit die geschädigten Pflanzen nicht noch mehr Schaden nehmen und etwaige Bakterien ungehindert eindringen können. Weitere vorbeugende Maßnahmen sind:
  • im zeitigen Frühjahr um die Rosen Neem-Pulver streuen, unabhängig davon, ob die Rosenstöcke bereits im Vorjahr befallen waren oder nicht
  • Neem-Pulver ist im Fachhandel erhältlich und eines der wirksamsten Mittel zur Vorbeugung gegen Rosenzikaden
  • nach einer ausreichenden Wässerung gelangen die Wirkstoffe auch in den oberen Teil der Rose
  • Die Zikaden befallen die so vorbehandelten Rosen in der Regel nicht
Tipp: Damit die Eier nicht doch in der Rinde überwintern können, den Rückschnitt nicht auf den Kompost geben sondern in einer geschlossenen Tüte im Hausmüll entsorgen.

Natürliche Feinde

Die Rosenzikaden, haben wie viele Schädlinge, auch natürliche Feinde, mit denen sie bekämpft werden können. Hierzu gehören Raubmilben, Laufkäfer, Raubwanzen und Spinnen. Siedelt der Hobbygärtner diese Insekten direkt in den Rosenstöcken an, können die Zikaden schnell und natürlich bekämpft werden.

Chemische Bekämpfung

Werden die ersten Anzeichen eines Befalls durch Rosenzikaden gesichtet, kann auch mit chemischen Mitteln gegen die Schädlinge vorgegangen werden. Der Handel bietet hier eine Vielzahl von Insektiziden an, die helfen sollen, die Zikaden sinnvoll zu bekämpfen. Die Bekämpfung sollte direkt nach dem Schlüpfen der ersten Larven erfolgen, damit diese nicht erwachsen werden können und somit eine zweite Generation unterbunden wird. Daher sollte bei der chemischen Bekämpfung wie folgt vorgegangen werden:
  • Blattunterseiten mit einem geeigneten Insektizid, etwa gegen Blattläuse, einsprühen
  • früh am Morgen ist die beste Zeit, gerade die älteren Tiere zu erwischen
  • auch Rosen im Kübel können von einem Befall betroffen sein
  • hierfür gibt es ein Quick-Granulat, das auf der Erde verteilt und ein wenig eingearbeitet wird
  • trotz der Anwendung mit den Insektiziden ist es eine Überlegung wert, die Rosenpflanzen in dem Herbst des Jahres, in dem die Pflanzen befallen wurden, radikal zurückzuschneiden
  • so kann gewährleistet werden, dass sich nicht doch noch Eier in den Rosenstöcken befinden, die im nächsten Jahr neuen Schaden anrichten könnten
Tipp: Manchmal bleibt es auch in einem naturnahen Garten nicht aus, dass chemische Mittel angewandt werden müssen, damit die befallenen Pflanzen gerettet werden können. Doch der Hobbygärtner sollte sich in solch einem Fall seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst sein und die Mittel äußerst vorsichtig anwenden.

Fazit

Werden Rosenstöcke von Rosenzikaden befallen, ist dies leider nicht nur ein optisches, sondern vor allem auch ein gesundheitliches Problem für die schönen Pflanzen. Denn durch einen Befall werden nicht nur die Blätter geschädigt, da die Stiele von den Larven ausgesaugt werden. Aufgrund dieser Schädigung können sich auch gefährliche Schimmelpilze auf der Pflanze breit machen und diese so im schlimmsten Fall ganz sterben lassen. Gegen den Befall von Zikaden gibt entsprechende Vorbeugungen mit verschiedenen Maßnahmen, die auch durchgeführt werden sollten, wenn die Rosenstöcke nicht im Vorjahr befallen wurden. Denn nur eine gesunde und starke Pflanze kann sich gegen einen Befall behaupten. Wurde ein Rosenstock dennoch befallen, hilft meist nur ein radikaler Rückschnitt, damit die Pflanze im nächsten Frühjahr wieder neu und gesund austreiben kann.