Schnecken trotz Schneckenzaun - was hilft wirklich?

Schnecken trotz Schneckenzaun - was hilft wirklich?

Ein Schneckenzaun wird häufig als Abwehr gegen Schnecken eingesetzt. Aber leider ist der Einsatz eines solchen nicht in jedem Falle von Erfolg gekrönt.

Der Schneckenzaun ist aus Metall, ist etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch und wird um die zu schützende Fläche aufgebaut. Das Wirkprinzip besteht darin, dass die Oberflächen so glatt sind, dass die Schnecken darauf keinen Halt haben und somit nicht hinüber gelangen können. Wie eingangs erwähnt, geht dieses Konzept aber nur bedingt auf.



Wenn der Schneckenzaun nicht hilft, muss man sich anderer Methoden bedienen, um der Schneckenplage Herr zu werden. Dabei kann man wählen zwischen biologischen und chemischen Mitteln.

Das beliebteste chemische Mittel gegen Schnecken ist Schneckenkorn. Schneckenkorn führt nach Aufnahme zum baldigen Tod der Schnecke. Leider
übt Schneckenkorn diese giftige Wirkung nicht nur auf Schnecken aus, auch andere Tiere fühlen sich vom Schneckenkorn angezogen. So kommt es ebenso bei unseren geliebten Haustieren oft zu Vergiftungen, weil der Besitzer selbst oder die Nachbarn allzu sorglos mit Schneckenkorn umgegangen sind.

Neben den chemischen Mitteln, welche man wirklich nur im äußersten Notfall einsetzen sollte, gibt es eine Reihe von biologischen Methoden gegen Schnecken vorzugehen. Man kann beispielsweise die Fressgier der Schnecken nutzen, um sie von den zu schützenden Pflanzen fernzuhalten. Dazu setzt man einfach bei Schnecken ebenfalls beliebte Pflanzen zwischen Salat, Tomate und Co. Dann tun sich die Schnecken an den anderen Pflanzen gütlich und die Nutzpflanzen bleiben verschont.

Damit es gar nicht erst zu einer Schneckenplage kommt, sollte man von vornherein einiges tun, um die Schnecken fernzuhalten. Man kann sich zum Beispiel für Obst und Gemüse entscheiden, welches Schnecken nicht so gerne essen. Entscheidet man sich statt für Kopfsalat für andere Salatsorten hat man schon viel gegen die Schnecken getan.

Vorbeugend kann man den Boden behandeln, damit im kommenden Frühjahr kein Schlupf der Schnecken erfolgt. Dazu zählen das Umgraben im Spätherbst und das Bodenlockern nach den ersten Frösten.

Übrigens zählen die geschützten Weinbergschnecken zu den natürlichen Feinden der Nacktschnecke. Diese fressen mit wahrem Genuss die Eier derselben. Auch andere natürliche Feinde können gegen Schnecken helfen. Ein gemütliches Heim für Igel, etwa durch das Aufschichten eines Reisighaufens im Garten, kann ferner dafür sorgen, dass die Schnecken natürlich bekämpft werden.