Weiße Fliege - Bekämpfung des Schädlings

Die Weiße Fliege ist ein lästiger Schädling. Sie wird auch als Schildmotte oder Schmetterlingslaus bezeichnet. Verwandt sind die Weißen Fliegen mit den Schildläusen.

schaedlinge-weisse-fliege_flDie Insekten sind klein. Sie haben weiße Flügelchen, daher ihr Name. Weiße Fliegen ernähren sich von Pflanzensaft. Sie sitzen bevorzugt unter den Blättern, an deren Unterseite und saugen dort. Das Schlimme an der Weißen Fliege ist, dass sie sich sehr schnell, sehr stark vermehrt. Ideal für das Überleben und Ausbreiten sind Temperaturen über 22˚C und eine Luftfeuchte

von etwa 70 Prozent.

Wie erkennt man einen Befall?

Am einfachsten zu erkennen sind die Weißen Fliegen, wenn man eine Pflanze berührt. Dann fliegen die kleinen Plagegeister auf und sind deutlich zu erkennen. Das passiert oft beim Gießen, wenn man an die Blätter kommt. Wenn man dann kleine Insekten auffliegen sieht, handelt es sich in der Regel um die Weiße Fliege. Außerdem sind an den Blättern gelbliche Saugstellen zu sehen. Die Blätter trocknen ein und fallen letztendlich ab. Die vielen Insekten und Larven produzieren jede Menge Honigtau. Auf diesem können sich wiederum Russtaupilze ansiedeln, welche die Pflanze zusätzlich schädigen. Man erkennt sie an den schwarzen Stellen auf den Blättern. Es können sich auch ganze Blätter schwarz färben.Besonders oft von der
Weißen Fliege heimgesucht werden Weihnachtssterne, Hibiskus, Pelargonien, Primeln, Rhododendren und Fleißige Lieschen.

Bekämpfung

Wenn möglich, sollte man die Raumtemperaturen absenken und die Luftfeuchte verringern. Das mögen die Weißen Fliegen überhaupt nicht. Im Freien ist das natürlich nicht möglich. Da helfen in der Regel nur Insektizide. Wichtig bei diesen ist, dass die Behandlung wiederholt werden muss, etwa drei Mal im Abstand von 8 bis 10 Tagen. Nur so werden auch die Eier und alle Larvenstadien abgetötet. Bei Verwendung im Freien sollte man darauf achten, dass die Mittel nicht bienengefährlich sind. In der Wohnung helfen auch gelbe Leimtafeln oder Gelbsticker, die man in der Nähe befallener Pflanzen aufhängt oder in die Erde steckt. Die Fliegen werden von der Farbe angelockt und bleiben an den Tafeln kleben. Allerdings werden so nur die erwachsenen Tiere eingefangen. Man dünnt die Population aus, beseitigt sie aber nicht und der Kreislauf beginnt von vorn. 

Auch funktioniert die biologische Bekämpfung mit Schlupf- oder Erzwespen. Erzwespen legen ihre Eier in die Larven der Weißen Fliege. Die Larven der einen töten die der anderen Art. Die erwachsenen Erzwespen die schlüpfen suchen sich sofort neue Larven der Weiße Fliege. Sie stechen sie auch an und saugen sie aus. Ob die Erzwespen gut arbeiten, erkennt man nach ca. 4 Wochen nach der ersten Freilassung der Wespen an schwarzen Schädlingslarven an den Pflanzen. Schlupfwespen sind ebenfalls sehr effektiv beim Kampf gegen die Weißen Fliegen.

Sie legen ihre Eier ebenfalls in die Larven. Die frisch geschlüpften Wespen fressen diese von innen heraus auf. 1 Schlupfwespe kann ca. 100 bis 300 Weiße-Fliegen-Larven abtöten. Ideal um die Larven und die Fliegen abzutöten sind systemisch wirkende Mittel, die von den befallenen Pflanzen direkt aufgenommen werden. Das Gift reichert sich in der Pflanze an. Wenn die Insekten den Saft saugen, nehmen sie den Wirkstoff mit auf und verenden. Nur Eier werden

so nicht beseitigt.