Wühlmäuse im Garten bekämpfen - was tun?

Wühlmäuse im Garten - was tun?

Wühlmäuse sind eine Plage. Sie sind wählerisch und fressen längst nicht alles. Aber was ihnen schmeckt ist genau das, was wir gerne erhalten hätten. So eine Wühlmaus (es gibt ca. 150 verschiedenen Arten) ist außerordentlich fleißig und das Gangsystem einer Wühlmaus kann leicht 25m erreichen.

Bevor man gegen die Wühlmäuse tätig wird, muss man untersuchen, wie die aufgeworfenen Erdhaufen von einer Wühlmaus oder von einem Maulwurf produziert wurden. Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gefangen werden, man darf sie nur vertreiben, aber machen sie das

dem Maulwurf mal klar.

Der Maulwurfhaufen ist wesentlich höher und runder als ein Wühlmaushaufen. Außerdem liegen die Ausgänge beim Wühlmaushaufen eher seitlich und nicht wie beim Maulwurf in der Mitte des Erdhügels. Wenn man nun den Besucher im Garten eindeutig als Wühlmaus identifiziert hat: was tun?

Die sanfte Methode hilft eigentlich nur zufällig. Wer Erfolg mit eingegrabenen Flaschen, kleinen Windrädern oder Fluten der Gänge hat, der kann davon ausgehen, dass es der
Wühlmaus bei ihm sowieso nicht mehr gefallen hat und dass sie freiwillig verzogen ist. Um die Wühlmaus zu bekämpfen, müssen härtere Mittel ergriffen werden.

Giftweizen ist eine Alternative, verspricht aber nur im Herbst und Winter Erfolg, denn in den anderen Jahreszeiten finden die kleinen Tiere andere Leckereien und verschmähen die Körner.

Das Begasen der Gänge mit Autoabgasen ist verboten und schädigt außerdem unter Umständen den Boden und die Pflanzen. Fallen bringen Erfolg, erfordern aber vom Gartenbesitzer Ausdauer. Es gibt Lebendfallen und Bügelfallen. Wenn möglich, sollte man Lebendfallen einsetzen, damit man keinen Maulwurf erwischt. Aber erfahrungsgemäß muss man für ca. 500Quadratmeter Garten ca. 20 Fallen rechnen, und diese über einen längeren Zeitraum gezielt einsetzen.

Bestücken sollte man die Fallen mit Leckereien für Wühlmäuse (Möhre, Sellerie, etc.) Um den Garten auf diese Weise Wühlmausfrei zu bekommen, erfordert es schon Einsatz. Pflanzen, die die Wühlmäuse vertreiben sollen, sind z.B. Knoblauch, Narzissen, Wühlmauswolfsmilch und Kaiserkronen. Diese kann man zwar pflanzen, der Erfolg ist eher mager. Aber diese Pflanzen werden wenigstens nicht von den Wühlmäusen verspeist.

Eine ökologische Alternative zur Wühlmausbekämpfung wäre die Anschaffung einer Katze. Wenn die fleißig ist, kann sie den Bestand dezimieren. Letztendlich muss man leider feststellen, dass es zwar jede Menge Mittel gibt, um die Wühlmäuse zu vertreiben, der Erfolg aber doch immer zweifelhaft ist.