Wühlmausvertreibung: Wühlmauspatronen, Wühlmausgas & Wühlmauspille

Wühlmausvertreibung: Wühlmauspatronen, Wühlmausgas & Wühlmauspille

Wühlmäuse können in der Landwirtschaft, im Obstanbau und auch in privaten Gärten große Schäden anrichten, weil sie die Wurzeln der Pflanzen fressen. Daher gibt es inzwischen viele Methoden zu ihrer Vertreibung und Bekämpfung.

maus flWühlmausvertreibung durch Gas

Bei der Wühlmausvertreibung durch Gas gibt es zwei verschiedene Varianten. Manche Gase sind giftig und töten die Tiere, während andere sie durch einen für die Tiere unangenehmen Geruch nur vertreiben.

  • Wühlmauspatronen wurden früher angezündet und in die Gänge der Wühlmäuse gelegt.

    Dort entwickelte sich Phosphorwasserstoff, das in das ganze Gangsystem der Tiere strömte und die Wühlmäuse tötete. Diese Art der Wühlmausbekämpfung ist jedoch seit dem 1. Januar 2012 verboten, sodass diese Produkte im Handel nicht mehr verkauft werden.

  • Wühlmausgas wird auf die gleiche Weise wie eine Wühlmauspatrone angewendet. Hierbei entsteht jedoch ein Gas, das für die Tiere nicht tödlich ist, sondern sie durch seinen unangenehmen Geruch nur vertreibt. Dieses Gas wirkt am besten, wenn nach der Platzierung der Kartusche der Gang wieder verschlossen wird.

  • Wühlmauspillen werden einfach nur in die Gänge gelegt. Dort bilden sie unter Einwirkung
    von Feuchtigkeit aus dem Boden und aus der Luft Phosphorwasserstoff, das die Wühlmäuse tötet. Diese Pillen enthalten hochgiftige Substanzen und sollten daher entsprechend vorsichtig verwendet werden.
Vor der Verwendung eines solchen Gases sollte aber unbedingt untersucht werden, ob es sich tatsächlich um Wühlmäuse und nicht um Maulwürfe handelt, die unter Naturschutz stehen und daher nicht getötet werden dürfen. Sowohl Wühlmäuse wie auch Maulwürfe werfen beim Graben Erdhügel auf, die Hügel der Wühlmäuse sind jedoch etwas niedriger und weniger ordentlich als die der Maulwürfe.

Weitere Möglichkeiten zur Bekämpfung der Wühlmäuse

Wühlmäuse fressen besonders gern Möhren und Spargel, Blumenzwiebeln und die Wurzeln von Obstbäumen. Ist der Schaden groß, wird sich vermutlich jeder nach einer wirksamen Methode zur Wühlmausvertreibung umsehen. Wer jedoch kein Gas in seinem Garten einsetzen möchte, kann auf andere Mittel zurückgreifen. Hierzu gehören
  • Duftstoffe wie Knoblauch, Zweige vom Lebensbaum, Hunde- oder Menschenhaare und Mottenkugeln
  • Störende Geräusche durch eingegrabene Flaschen oder Ultraschallgeräte
  • Katzen als natürliche Feinde der Wühlmäuse
  • Mit Gift versetzte Fraßköder
  • Wühlmausfallen
Eine weitere Möglichkeit, Pflanzen vor Wühlmausfraß zu schützen, besteht darin, Blumenzwiebeln und Wurzeln von Obstgehölzen schon beim Pflanzen durch Drahtkörbe schützen. Diese Drahtkörbe gibt es in vielen verschiedenen Größen, sodass Zwiebeln von kleinen Blumen bis zum Wurzelwerk großer Bäume darin Platz finden. Aus Maschendraht können solche Körbe auch leicht selbst angefertigt werden, hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass sehr sorgfältig gearbeitet wird, damit die Wühlmäuse kein Schlupfloch finden.