Feuerkäfer im Garten bekämpfen - diese Mittel helfen


Schon rein optisch sieht der Feuerkäfer aus wie ein Feuerwehrauto, knallrot. Doch das ist nicht der Hauptgrund seines Namens. Witzigerweise fühlt er sich auch noch von Rauchgeruch und Hitze angezogen. Alle Tiere fliehen bei Feuer, der Feuerkäfer kommt, aber nicht zum Löschen. Er ist quasi pyrophyl und bevorzugt für seine Larven ein Plätzchen zwischen Baum und Borke. Besonders gern, wenn sie verkohlt sind. Was bedeutet sein Erscheinen für Gartenfreunde, ist er Freund oder Feind für die sorgsam gepflegte Gartenkultur?

Aussehen

Feuerkäfer können bis zu 2 cm lang werden. Der

Körper des am häufigsten auftretenden Scharlachroten Feuerkäfers ist lang gestreckt und knallrot. Die roten Deckflügel sind vorne schmaler als hinten. Darunter ist es schwarz, genauso wie an der Unterseite. Auch die Beine, der Kopf und die Fühler sind schwarz. Die Fühler sind körperlang und beim Weibchen gezähnt, beim Männchen gekämmt. Weltweit gibt es rund 150 Arten, bei uns sind diese drei Arten heimisch:
  • Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea) - am häufigsten bei uns anzutreffen; wie oben beschrieben
  • Rotköpfiger Feuerkäfer (Pyrochroa serraticornis) - ist etwas kleiner als der scharlachrote Feuerkäfer; hat aber auch einen knallroten Kopf
  • Orangefarbener Feuerkäfer (Schizotus pectinicornis) - wird auch kleiner Feuerkäfer genannt, denn er wird höchstens einen 1 cm lang; der Körper ist hinten und vorn gleich breit; die Farbe geht eher ins bräunliche
Alle drei Arten kommen in ganz Süd- und Mittel-Europa vor, im Norden gar nicht. Die Larven des Feuerkäfers sehen Mehlwürmern ähnlich und sind beim Scharlachroten Feuerkäfer bis zu 3 cm groß. Die Körper ist etwas abgeflacht, damit die Larven mühelos unter der Rinde umherziehen können. Am Hinterleib befinden sich zwei dornenförmige Schwanzanhänge (Cersus) und vorne besitzen sie ein scharfes Werkzeug, um sich notfalls auch selbst Gänge durchs Holz bohren zu können.
 
Verwechslung

Sehr oft, wenn von Feuerkäfern die Rede ist, handelt es sich um Feuerwanzen. Selbst in den Medien und vor allem im Netz geht es oft munter durcheinander mit den beiden Tierchen. Bilder von Feuerwanzen werden mit Feuerkäfer untertitelt, es wird über die Feuerwanze geschrieben, gemeint ist aber eigentlich den Käfer und umgekehrt. Beide Spezies im direkten Vergleich betrachtet, lassen sich recht gut voneinander unterscheiden. Die gemeine Feuerwanze ist ungefähr ein Zentimeter lang und hat einen flachen, ebenen Rücken. Dieser ist recht auffällig gezeichnet, mit symmetrischen, schwarzen Flecken auf orange-rotem Grund. Kopf, Fühler und Beine sind schwarz. Feuerwanzen treten gern in Massen auf. Am liebsten in der Sonne und in der Näher von Malvengewächsen und Linden. Hier richten sie keinen Schaden an, saugen an toten Pflanzenteilen und Insekten. Durch ihr manchmal massenhaftes Auftauchen, wird manch einem unwohl und so bezeichnet man sie oft als Lästlinge.
 
Lebensweise

Die Feuerkäfer leben vorwiegend in Laubwäldern. Die bevorzugten Aufenthaltsplätze dort sind Totholz, niedriges Buschwerk mit Blüten. Sie ernähren sich in der Hauptsache von süßem Nektar und dem Honigtau von Blattläusen. Die Larven entwickeln sich innerhalb von ein bis zwei Jahren und verbringen ihr ganzes Leben irgendwo zwischen Baum und Borke im Totholz. Dort brauchen sie keine Konkurrenten zu befürchten und sie werden nicht vom Baum zerquetscht. Ein toter Baum scheidet zudem kein Harz aus, um sich vor Feinden zu schützen.

Ernährung

Während sich die Käfer rein vegetarisch ernähren, sind die Larven räuberisch
type='text/javascript'> googletag.cmd.push(function() { googletag.display('div-gpt-ad-338396151833500595-oop'); });
unterwegs. Sie ernähren saugen herabfallende Samen, Pflanzenteile, Insekteneier und tote Insekten aus. Auch die Larven anderer Käfer und besonders die der gefürchteten Borkenkäfer gehören auf ihren Speiseplan.

Fortpflanzung

Ein besonderes Gespür hat der Feuerkäfer, wie eingangs erwähnt, für Brandherde, besonders Waldbrände natürlich. Hier, im verbrannten toten Holz, findet er einen perfekten Lebensraum für die Entwicklung seiner Larven. Die Feuerkäfer besitzen dafür ein Infrarotorgan mit wärmeempfindlichen Sensoren. Damit können sie die starken Temperaturanstiege bei Bränden über 50 Kilometer weit entfernt wahrnehmen. Für die Werbung um ein passendes Weibchen hat sich der männliche Feuerkäfer etwas Besonderes einfallen lassen. Er bietet ihr einen Cocktail aus Cantharidin auf einer Furche am Kopf an. Diesen Abwehrstoff für Fressfeinde holt sich das Männchen von den Ölkäfern. Diese sondern an ihren Beinen das Cantharidin ab. Es dient ihnen vor allem als Schutz gegen Ameisen. Es gibt einige Käferarten, die durch dieses Gift angelockt werden und es aufsaugen, um sich selbst zu schützen oder eben dem Weibchen zu imponieren. Ist das Feuerkäfer Weibchen zufrieden mit dem Getränk, kann es zur Begattung kommen. Auch in den Sperminen befindet sich ein großer Anteil Cantharidin, welches später den Eiern als Schutz vor Fressfeinden dient. Im Mai und Juni fliegen die Feuerkäfer also herum, um ihre Partner zu suchen. Schnell kommt es dann, nach einer erfolgreichen Paarung, zur Eiablage. Die Eier werden in morschem oder verkohltem Totholz abgelegt. Die Larven verlassen diesen Ort in ihrer ganzen Entwicklungszeit nicht mehr. Im darauffolgenden Frühjahr erfolgt die Verpuppung, zwei Monate später, im Mai schlüpfen die fertigen Käfer für ihr kurzes Leben. Das Entwicklungsstadium vom Ei bis zum Käfer dauert bis zu drei Jahren.

Nützlichkeit

Die Larven des Feuerkäfers fressen sich unterhalb der Rinde toter Bäume durch ihr Leben. Gerne benutzen sie auch bereits vorhandene Gänge, die andere Käferlarven dort hinterlassen haben. Oft treffen sie dabei auf die Larven der schädlichen Borkenkäfer, ein Leckerbissen für die Feuerkäfer-Larven. Somit ist klar, dass der Feuerkäfer, samt Larve also eher als Nützling, denn als Schädling angesehen werden muss. Vom Licht angezogen fliegen die Feuerkäfer manchmal ins Haus. Doch auch hier sind sie nicht zu fürchten und sollte behutsam wieder ins Freie geführt werden. Der Feuerkäfer zählt nicht zu den bedrohten und somit unter Schutz stehenden Arten. Solange Totholz im Wald belassen wird, wird es eine gesunde Population geben. Aufgrund der Gefräßigkeit seiner Larven, besonders in Bezug auf die Borkenkäferlarven ist der Feuerkäfer in der Forstwirtschaft sehr willkommen.

Fazit

Der Feuerkäfer ist in jeder Hinsicht faszinierend. Knallrot und mit einem Gespür für Brandherde ausgestattet fliegt er durch sein kurzes Leben. Eigentlich nur, um sich erfolgreich zu vermehren. Dazu hat er jede Menge faszinierender Tricks auf Lager, die ihnen bei der Suche nach einem Partner und nach dem richtigen Ort für die Eiablage, förderlich sind. Die Larven des Feuerkäfers fressen andere Käferlarven, dabei auch die schädlichen Borkenkäferlarven. Pflanzen und Angepflanztes lassen sie unberührt. Das Fazit lautet folgerichtig: Der Feuerkäfer ist recht hübsch anzusehen und obendrein ein Nützling in Wäldern und Gärten. Achtung Fülltext: Fazit Der Feuerkäfer ist in jeder Hinsicht faszinierend. Knallrot und mit einem Gespür für Brandherde ausgestattet fliegt er durch sein kurzes Leben. Eigentlich nur, um sich erfolgreich zu vermehren. Dazu hat er jede Menge faszinierender Tricks auf Lager, die ihnen bei der Suche nach einem Partner und nach dem richtigen Ort für die Eiablage, förderlich sind. Die Larven des Feuerkäfers fressen andere Käferlarven, dabei auch die schädlichen Borkenkäferlarven. Pflanzen und Angepflanztes lassen sie unberührt. Das Fazit lautet folgerichtig: Der Feuerkäfer ist recht hübsch