Kirschmaden - Würmer in Kirschen und ihre Bekämpfung

Kirschmaden - Würmer in Kirschen und ihre Bekämpfung

Kirschmaden können einem die gesamte Kirschernte verhageln. Da hat man seinen Kirschbaum gepflegt und er hat auch endlich reichlich Früchte angesetzt, die Freude ist groß und bei der Ernte kommt dann das böse Erwachen. Alle Früchte sind madig. Wie kommt das? Was kann man dagegen tun? Die unbeliebten Gäste stammen von der Kirschfruchtfliege. Die Maden wickeln sich in der Süßkirsche ein. 

kirschen-madig_flWichtig!


Die Kirschen müssen alle abgeerntet werden und zwar nach Möglichkeit,

bevor sie abfallen. Lässt man sie am Baum hängen und fallen sie dann ab, wird das Schädlingsaufkommen von Jahr zu Jahr größer, da die Maden als Puppen im Boden überwintern. Man kann natürlich auch rechtzeitig vor der Ernte große Folien unter den Bäumen auslegen. Nach der Ernte werden diese zusammengefaltet. Die Kirschen müssen entsorgt werden. So kann man den Madenbefall im nächsten Jahr reduzieren. 

Vorbeugen

Kirschfruchtfliegen befallen keine Frühsorten der 1. bis 3. Kirschwoche. Man kann also schon bei der Baumauswahl vorbeugen, damit man später keinen Ärger mit den Maden dieses Insekts
hat. Wenn der Baum schon steht, kann man da natürlich nicht mehr viel tun. Der Befall mit Maden erhöht sich oftmals, wenn Hecken- und Vogelkirschen in der Nähe wachsen. Auch diese werden zur Eiablage der Kirschfruchtfliege genutzt.

Was kann man gegen die Maden tun?

Spritzmittel sind für den Hobbygärtner in diesem Fall nicht zugelassen. Man kann Kirschfruchtfliegenfallen aufhängen, aber leider fangen sich in ihnen nur wenige der Insekten. Außerdem ist es bei großen, alten Kirschbäumen oft schwierig, überall die Tafeln hinzubekommen. Die Wirksamkeit der Gelbtafeln wurde untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass sie je nach Hersteller und Farbton unterschiedlich wirkungsvoll sind. Am besten soll es bei dem System Rebell sein, eine Kreuzfalle, gefolgt von Neudorff. Aufhängen muss man die Tafeln, sobald die ersten Kirschen beginnen, gelb zu werden. Man hängt sie in südliche und westliche Richtung und lässt sie bis zur Ernte im Baum. Günstig sind nützliche Nematoden der Gattung Steinernema. Diese werden kurz vor der Fruchtreife, also im Frühsommer in den Boden eingebracht. Sie zersetzen die Maden. Die Wirksamkeit liegt bei immerhin 50 Prozent. 

Was kann man noch tun?

Maden, welche im Boden nicht von Nematoden getötet wurden, muss man im Nächsten Jahr daran hindern, dass sie wieder auf den Baum gelangen können. Am besten ist daher, den Boden mit großen Planen abzudecken, damit die geschlüpften Fliegen nicht wegfliegen können. Auch Hühner, die um den Baum herum die Erde aufscharren und die Maden fressen sind hilfreich. Im Frühjahr schlüpfen die Fruchtfliegen aus den Puppen und können auch von Hühnern gefressen werden.