Zikaden, Information und Bekämpfung

Bekämpfung von Zikaden

Zikaden sind an Heuschrecken erinnernde Insekten. Sie sind aber nicht mit Heuschrecken, sondern mit Wanzen verwandt. Weltweit gibt es etwa 40.000 Arten von Zikaden. Sie ernähren sich durch das Anstechen und Aussaugen bestimmter Pflanzenteile. Viele Zikadenarten sind auf bestimmte Nährpflanzen angewiesen und beschränkt. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt.

Bekannt sind Zikaden beim Menschen durch die Laute, welche sie produzieren.

Eine Reihe von Zikadenarten kann durch ihre Saugtätigkeit an Kulturpflanzen Schäden hervorrufen. So verursacht die Rosenzikade auf der Oberseite der Rosenblätter eine weiße Sprenkelung. Beim Anstich können manche Zikaden unter Umständen

auch pflanzenpathogene Virosen übertragen.

Der Befall von Zikaden ist durch sehr kleine, weißlich bis gelbliche Sprenkelungen auf den Blättern bzw. den Nadeln und an den absterbenden Rindenpartien  nach der Eiablage zu erkennen. Bevorzugt zur Eiablage werden Jungbäume mit einer nicht zu festen Rinde.
Die Weibchen schlitzen die Rinde auf und legen ihre Eier in den Schlitz. Nach der Eiablage vertrocknen die aufgeschlitzten Rindenpartien und in der Nähe befindliche Triebe und Sprossen können absterben.

Die Rhododendronzikade bereitet durch das anschlitzen der Rinde den Nährboden für einen sekundären Befall für einen Pilz vor, der das Faulen und Absterben der Knospen herbeiführt.

Ein möglicher Befall mit Zikaden lässt sich sehr leicht feststellen. Schon eine leichte Berührung am Astwerk lässt die Zikaden weg springen. Vorbeugen kann man den Befall, indem man die zu pflegenden Flächen von dichtem Wildkrautbewuchs frei hält. Befallene Rhododendren sind je nach Befall zu entfernen. Zumindest müssen die braunen Knospen entfernt werden.

Alle 17 Jahre kommt es in den USA zu einer Invasion von Zikaden. Im Dunkel einer Nacht krabbeln Abermillionen dieser kleinen Insekten aus dem Erdreich. Die Männchen stimmen ihren Paarungsgesang an, ein ohrenbetäubender Lärm. Das Zentrum ist Washington. Die Zikaden überfluten ganze Landstriche, bis zu drei Tonnen Zikaden pro Hektar Weidefläche.