Steinmarder - Steckbrief und Tipps zum Vertreiben

Steinmarder - Steckbrief und Tipps zum Vertreiben

Wenn ein ungebetener Gast auf dem Dachboden eingezogen ist, handelt es sich meist um einen Steinmarder, der im Gegensatz zu anderen Marderarten die Nähe von Menschen nicht scheut. Er ist allerdings auch meist derjenige, der Leitungen und Kabel von Autos anfrisst und daher von den meisten Menschen nicht gern gesehen ist.

marder2 flSteckbrief des Steinmarders

Der Steinmarder gehört zu den Echten Mardern und kommt in ganz Mitteleuropa vor. Er hat wie alle Marderarten einen lang

gestreckten Körper und eher kurze Beine. Sein Körper ist im ausgewachsenen Zustand etwa 40 bis 50 Zentimeter lang, hinzuzurechnen ist noch sein Schwanz, der bis zu 30 Zentimeter lang werden kann.

Das Fell des Steinmarders hat eine graubraune Farbe, nur sein Kehlfleck ist weiß. Durch diesen Kehlfleck lässt sich der Steinmarder gut von der zweiten hierzulande heimischen Marderart, dem Baummarder, unterscheiden. Während der Kehlfleck beim Steinmarder unten gegabelt ist und sich bis auf die Vorderbeine hinunterzieht, ist er beim Baummarder unten abgerundet und hat eine gelbliche Farbe.

Lebensweise dieser Tiere

Der Steinmarder ist kein typischer Waldbewohner, sondern bevorzugt eher offenes Gelände. Er findet sich daher auch häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo er sich nicht selten einen Unterschlupf auf Dachböden oder in anderen
href="gartencenter/gartenausstattung/gartenlaube-aus-holz.html">Gartengebäuden sucht.

Ein Steinmarder frisst zwar im Prinzip alles, hauptsächlich ernährt er sich jedoch von kleineren Säugetieren und Vögeln, die er nachts erbeutet. Nur selten vergreift er sich an Hühnern oder Tauben, daher besteht in dieser Hinsicht keine besondere Gefahr. Im Sommer nutzt er aber auch das große Angebot an Früchten und Beeren.

Der Steinmarder ist ein Einzelgänger, der sein Revier gegen Artgenossen verteidigt. Nur während der Paarungszeit im Hochsommer sucht er den Kontakt zum anderen Geschlecht, die Jungen kommen jedoch erst ab März zur Welt. Sie werden von den Weibchen allein groß gezogen und sind im darauf folgenden Herbst selbständig. In freier Natur werden sie meist nur drei Jahre alt, unter guten Bedingungen können sie jedoch durchaus ein Alter von zehn Jahren oder mehr erreichen.

Der Steinmarder im Haus

Ein Steinmarder, der sich eine Schlafstelle im Haus gesucht hat, findet sich meist auf dem Dachboden. Er ist ein äußerst guter Kletterer, daher nutzt er Bäume, Spaliere und ähnliches, um auf den Dachboden zu gelangen und sich dort einen Unterschlupf einzurichten. Möglicherweise bringt er dort auch seine Jungen unter und versorgt sie, bis sie selbständig geworden sind.

Für die Hausbewohner ist dies meist ärgerlich, denn der Marder bringt seine Beute mit auf den Dachboden, hinterlässt Kot und Urin und knabbert Löcher in das Dach, um sich weitere Fluchtwege anzulegen. Außerdem kann der Lärm, den er nachts verursacht, sehr störend sein. Die wirksamste Methode, einen Steinmarder vom Dachboden wieder zu vertreiben, besteht darin, ihn tagsüber mit möglichst viel Lärm zu stören, sodass er keine Ruhe findet. Außerdem sollte das Dach sorgfältig abgedichtet werden, um ihm den Zugang zu verwehren.

Steinmarder zu fangen, um sie danach auszusetzen, oder sie zu töten, ist dagegen nicht erlaubt, denn diese Tiere unterliegen dem Jagdrecht und dürfen

daher nur von Jägern oder anderen Personen, die im Besitz eines Jagdscheins sind, gefangen oder gejagt werden.