Kreuzkraut - Jakobskreuzkraut - Achtung giftig!

Kreuzkraut - Jakobskreuzkraut - Achtung giftig! Kreuzkraut mit BlüteKreuzkraut, auch Jakobskreuzkraut, Greiskraut oder gemeines Kreuzkraut genannt, wächst hierzulande in vielen Gärten und Feldern und verbreitet sich rasch durch die Samen – eine einzige Pflanze kann etwa 150.000 Samen produzieren. Es blüht den ganzen Sommer über gelb, zählt allerdings nicht gerade zu den optisch ansprechenden Sommerblühern.

Die Blüten wachsen aufrecht in Doldentrauben. Die Pflanze wird etwa 30 bis maximal 120 cm hoch und trägt gefiederte, schmale, gezähnte Blätter. Auf den ersten

Blick ähneln sie Disteln, wobei sie nicht ganz so stachelig sind. Kreuzkraut gehört zur Familie der Korbblütler. Die Pflanze tritt einjährig auf und hat sich fast weltweit ausgebreitet. Ihr Anspruch an den Boden ist gering, am liebsten wächst sie jedoch auf lehmigem Untergrund.

Kreuzkraut: Heil- oder Giftpflanze?

Im Mittelalter galt diese Pflanze als Heilpflanze gegen Wunden, Nierenprobleme, Menstruationsbeschwerden und viele andere kleine Alltagsprobleme. Mittlerweile allerdings ist bekannt, dass Kreuzkraut giftig ist, denn das darin enthaltene Senecionin kann die Leber schädigen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn es über längere Zeit oder in hohen Dosen eingenommen wird. Daher wird heutzutage von der Einnahme der Pflanze gegen diverse Krankheiten ganz abgeraten.

Jakobskreuzkraut: ebenfalls giftig für Tiere

/>Besonders problematisch ist der Verzehr der Pflanze auch für verschiedene Tierarten. Zum Beispiel Tiere, die längere Zeit auf der Weide stehen und so größere Mengen davon fressen, könnten Leberschäden aber auch Nervenschäden davontragen. Gerade Pferde-, Rind- aber auch Schafherdenbesitzer sollten unbedingt darauf achten, dass auf der Weide, auf der die Tiere stehen, dieses Kraut nicht vorkommt und falls doch, ausgestochen und gründlich entfernt wird. Anzeichen, dass die Tier erkrankt sind, könnten Appetitlosigkeit, Atemprobleme oder Magen-Darm-Störungen sein.

Im weiteren Krankheitsverlauf kommen besonders bei Pferden Orientierungsprobleme und große Unruhe hinzu. Dann bleibt meistens nur das Einschläfern der Tiere. Nicht nur der Verzehr der frischen Pflanze ist gefährlich, auch kleinere Mengen an getrocknetem Jakobskreuzkraut, welches sich im Heu befindet, ist giftig und im übrigen mit dem bloßen Auge nur schwer im Heu zu erkennen. Manche Weidentiere meiden nämlich instinktiv das Verzehren der frischen Pflanze, können diese aber im getrockneten Heu auch nicht erkennen. Pferde sind übrigens ganz besonders empfindlich gegen das Gift und so manch Pferdebesitzer, der glaubt, das Tier sei an einer Kolik verendet, hat es in Wirklichkeit verloren, weil es sich an der Pflanze vergiftet hat.

KreuzkrautBekämpfung von Kreuzkraut
  • Durch einfaches Abmähen kann man der raschen Verbreitung von Kreuzkraut keinen Einhalt gebieten, da sich danach sofort neue junge Triebe bilden.
  • Eine relativ sichere Methode ist das Ausgraben oder Abstechen mit einem Unkrautstecher. So etwas gelingt am ehesten, wenn der Boden nach einem Regenguss schon leicht aufgeweicht ist.
Achtung: die Pflanzen gehören niemals auf den Kompost, dort würden sie sich nur wieder weiter vermehren! Vor allem blühende Pflanzen können auch einige Tage nach dem Abschneiden oder dem Ausgraben noch aussamen. Und diese Samen wiederum sind sogar noch nach mehreren Jahren in der Lage, zu keimen! Das heißt, selbst in einem Plastiksack auf der Mülldeponie ist die Gefahr

nicht gebannt, da der Sack aufreißen könnte.
  • Am sichersten ist die Methode des Verbrennens.
  • Alternativ wäre auch eine Entsorgung in der Biotonne denkbar.
Beim Ausgraben muss unbedingt die komplette Wurzel erfasst werden, da selbst kleinste Teilchen wieder nachwachsen können. Zum Bearbeiten der Pflanze empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen, da selbst über die Haut im Falle von kleinsten Wunden die Giftstoffe aufgenommen werden können.