Ackerkratzdistel bekämpfen

Ackerkratzdistel bekämpfen

Die Ackerkratzdistel ist die wahrscheinlich bekannteste Distelart. An vielen Wegesrändern kann man sie sehen, sie ist vor allem an den rosa Blüten zu erkennen. Was am Waldrand noch idyllisch aussieht, kann im Garten zu einer echten Plage werden. Das große Problem bei der Ackerkratzdistel ist, dass sie gegen Unkrautvernichtungsmittel zum größten Teil immun ist und sich auch nicht so einfach aus dem Boden reißen lässt. Aus diesem Grund muss man schon auf besondere Methoden zurückgreifen, wenn man dieses Unkraut aus dem Garten vertreiben will. Zusätzlich zu der Tatsache, dass die Ackerkratzdistel ein sehr hartnäckiges Unkraut

ist, kommt noch hinzu, dass sie Nähr- und Ansiedlungsort für eine ganze Reihe Schädlinge ist, die sich dann auf die Nutzpflanzen setzen und so zusätzlichen Schaden anrichten können. Die Ackerkratzdistel ist ein Wurzelunkraut, d. h. sie darf nach dem Entfernen nicht auf den Kompost geworfen werden, da sie sich sonst dort ansiedelt. Wer also die Pflanze auf den Kompost geben will, sollte unter Umständen die Wurzeln entfernen, um damit ein Verbreiten an anderer Stelle zu verhindern.

Zu den Eigenheiten der Ackerkratzdistel gehört, dass sie bis zu 1,2m groß werden kann
und dass ihre Wurzeln sich stark verzweigen. Genau dies macht das Entfernen der Ackerkratzdistel auch so schwierig - es ist einfach zu anstrengend, sie einfach aus dem Boden zu reißen. Wer glaubt, mit einem gewöhnlichen Unkrautmittel der Distel zu Leibe rücken zu können, irrt hier meist gewaltig: je nachdem, wo sich die Ackerkratzdistel angesiedelt hat, muss man oft besondere Methoden anwenden, um sie zu entfernen und dafür zu sorgen, dass sie sich nach Möglichkeit gar nicht wieder ansiedeln kann.

Wer mit ungiftigen Mitteln eine Bekämpfung versuchen will, sollte zum einen bei blühenden Pflanzen die Blüten entfernen, damit sich die Pflanze nicht verbreiten kann. Die Distel ist ein Selbstbestäuber, daher kann man mit der Entfernung der Blüten den Verbreitungsvorgang effektiv stoppen. Wenn die Ackerkratzdistel noch sehr jung ist, kann man versuchen, sie mit einem Spaten aus der Erde zu holen und somit zu bekämpfen. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass auch die Wurzelballen mit entfernt werden. Weiterhin hilft ein regelmäßiges Umgraben gegen eine neue Ansiedlung des Unkrauts.

Bei Nutzpflanzen, zwischen denen die Ackerkratzdistel siedelt, ist immer Vorsicht geboten, wenn es um den Einsatz von chemischen Mitteln geht. Denn schließlich soll ja das Unkraut vernichtet, das Gemüse jedoch weiterhin verwendbar sein. Im Fachhandel kann man sich darüber informieren, welches Mittel bei welcher Nutzpflanze geeignet ist. Generell kann man kein chemisches Mittel empfehlen, da bei den meisten die Wirksamkeit auf die Distel eher begrenzt ist. Aus diesem Grund ist die Entfernung durch einen Spaten immer noch am wirksamsten, wenn es auch die arbeitsintensivste Methode darstellt.