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Ambrosia bekämpfen - Beifußblättriges Traubenkraut

Was ist Ambrosia?

Das beifußblättrige Traubenkraut, Ambrosia artemisiifolia (Beifuß-Ambrosie, wilder Hanf, Fetzenkraut nach dem englischen Namen Ragweed) gehört zur Familie der Korbblütler. Die Pflanzengattung Ambrosia umfasst einige Dutzend Arten, von denen einige leicht verwildern, sich sehr schnell ausbreiten und schwer auszurotten sind.

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diesen Überlebenskünstlern gehört auch die hier beschriebene Ambrosia, die inzwischen in Europa Einzug gehalten hat und hier Schäden an Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt verursachen könnte.

Ambrosia - ein ungebetener Gast

Denn die Ambrosia ist ein Neophyt, mit diesem Begriff werden Pflanzen bezeichnet, die durch menschliche Handlungen in Gebieten angesiedelt werden, in denen sie nicht heimisch sind. Diese Fremdlinge können unangenehm werden, weil sie häufig im besiedelten Gebiet keine natürlichen Feinde haben. Sie breiten sich dann sehr stark aus und verdrängen einheimische Arten, das biologische Gleichgewicht wird gefährdet und im schlimmsten Fall dauerhaft gestört. Die Ambrosia bekämpfen ist schwer, sie hat keine natürlichen Feinde bei uns, Pflanzenkrankheiten, die ...



sie dezimieren, sind ebenfalls nicht bekannt.

Die ursprünglich im Osten Nordamerikas angesiedelte Ambrosia wurde durch den globalen Warenverkehr mit Saatgut und Futtermitteln in die ganze Welt verteilt. Vor allem durch Vogelfutter mit Ambrosiasamen gelangt die Ambrosia zunehmend auch in private Gärten und öffentliche Grünflächen. Sie verursacht inzwischen Probleme in Kanada, Asien und einigen Teilen Europas, wo sie sich bereits festsetzen konnte und sich teilweise unkontrollierbar ausbreitet. In Deutschland ist Ambrosia noch nicht so sehr verbreitet, die Populationen scheinen noch eher unbeständig zu sein. Deshalb besteht die Hoffnung, dass Aufklärungsmaßnahmen und rechtzeitiges Ambrosia bekämpfen noch Erfolg haben. 

Erhöhte Aufmerksamkeit ist jedoch auf jeden Fall angebracht: Ambrosia ist zwar nur einjährig, bildet aber mehrere Tausend Samen pro Pflanze aus, die im Boden über Jahrzehnte keimfähig bleiben. Außerdem bringen diese invasiven Neophyten außer einer Störung der heimischen Pflanzenwelt noch andere unangenehme Begleiterscheinungen mit sich:

Vorsicht Allergiker: Die Pflanze bildet winzige Pollen, die unter den Allergologen als besonders aggressiv gelten, sie sollen neben starken Allergien sogar Asthma auslösen können.

Ambrosia erkennen

ambrosia2_flDie Ambrosia ist eine krautige Pflanze, sie wächst buschig mit starker Verzweigung der Stängel. Die Blätter haben einen Stiel und sind doppelt bis dreifach gefiedert (vom Stil gehen links und rechts je zwei oder drei Blättchen ab, in der Mitte wächst ein Endblättchen geradeaus). Die Stängel sind vor allem oben behaart und können bei viel Sonne rötlich anlaufen. Die gelblichen Blüten erinnern an Ähren, werden bis zu 20 Zentimeter lang, sitzen am oberen Ende der Zweige und stehen senkrecht nach oben. Sie kann vom Frühjahr bis zum Sommer keimen, sie kann also bis in den Juli als unscheinbares und schwer zu identifizierendes Pflänzchen daherkommen. 

Nach der Keimung wächst sie auch sehr ungleichmäßig, eine lange Zeit kaum sichtbare Jungpflanze kann auf einmal 60 Zentimeter hoch sein. Findet die Ambrosie gute Bedingungen, kann sich eine mächtige Pflanze von bis zu zwei Metern entwickeln. Die Abgrenzung der Ambrosia zu heimischen Pflanzen ist wichtig, damit keine geplanten Pflanzungen gestört werden, Hilfe bei der Erkennung der Ambrosia bieten zahlreiche Stellen.

Ambrosia bekämpfen

Diese Stellen bieten auch Anleitungen für die Bekämpfung der Ambrosia, besonders wenn Sie einen größeren Bestand entdeckt haben. Einzelbestände können Sie einfach ausreißen, mit der Wurzel, wobei gegen Ambrosia sensibilisierte Personen besser nicht mitarbeiten. Auch unempfindlichen Personen wird der Schutz von Haut und Kleidung bei dieser Arbeit empfohlen. Die Pflanze kommt nicht auf den Kompost, sondern in Kunststoffumhüllung in den Hausmüll, auch die ordnungsgemäße Verbrennung ist möglich. Sie sollten die Pflanze auf keinen Fall einfach abschneiden, sie treibt zumindest rudimentär wieder aus und konzentriert sich dabei erst recht auf die Ausbildung der Samen. 

Die chemische Unkrautbekämpfung ist schwierig, da die verwendbaren Herbizide Beschränkungen durch staatliche Regelungen unterliegen, auch wurden schon erste Resistenzen der Pflanze gegen Herbizide entdeckt. Biologische Unkrautbekämpfungsmittel sind nicht bekannt. Übrigens beugen Sie auch durch Vogelfutter ohne Ambrosiasamen der Verbreitung vor.



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