Grassamen keimen lassen - so bleibt er keimfähig

Am Anfang war die Erde: frische Aussaat von GrassamenObwohl Gras meistens nicht viel Pflege erfordert - im Gegensatz zu manch anderen Gewächsen im heimischen Garten -. kann es manchmal ein wahres Kniffelspiel sein, die Grassamen richtig zum Keimen kommen zu lassen. An manchen Stellen funktioniert es trotz mehrfacher Versuche immer noch nicht und meistens ist dann eine gründliche Neuanlage der Rasenfläche der einzige Ausweg, die Grassamen flächendeckend keimen zu lassen.

Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Tipps und

Tricks, wie die Begrünung am einfachsten und unkompliziertesten gelingt:

Das A und O im Alphabet der Grassamen

Wenn man Grassamen keimen lassen möchte, sollte man unbedingt die richtige Jahreszeit zur Aussaat wählen. Nichts ist für die empfindlichen Grassamen schlechter als Temperaturen unter zehn Grad. Die erste Regel für das Anpflanzen von Grassamen ist also, dass es immer zu einer warmen Jahreszeit stattfinden sollte. Als idealer Zeitpunkt gilt unter Hobbygärtnern und professionellen Gärtnern der Herbst. Zu dieser Jahreszeit ist der Boden noch ausreichend warm, plötzliche Bodenfröste sind meistens noch ausgeschlossen und die Erde enthält immer noch viel Feuchtigkeit - also ideale Bedingungen.

Zudem sollte man schon beim Kauf der Samen sich darüber informiert haben, welche Sorte am besten zu dem jeweiligen Boden passt, denn für schattige Rasenflächen gibt es bestimmte Sorten, die speziell auf die unterschiedlichen Lichtverhältnisse abgestimmt sind. Zu den pflegeleichten Sorten zählen das Deutsche Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel und Lägerrispe. Für einen rein repräsentativen Rasen eignen sich die Rasengräser Rotschwingel, Wiesenrispe, Lägerrispe und Zarte Kammschwiele.

Die Eigenschaften und das Leistungsvermögen sind im Saatgut genetisch festgelegt und so enthalten gute Rasenmischungen spezielle, für die Rasennutzung gezüchtete, Gräser. Zwar sind diese Mischungen teurer als Futtergasmischungen, aber sie sind in jedem Fall ihr Geld wert. Für einen Laien gestaltet sich die Auswahl angesichts der vielen Angebote und Preislagen oft recht schwierig. Daher sollte man sich in jedem Fall von einem Fachmann beraten lassen.

Ein hochwertiger Grassamen ist oftmals noch nach fünf Jahren keimfähig. Liegt eine
schlechte oder ungleichmäßige Keimung vor, ist dies meist die Folge von einer unzureichenden Wasserversorgung. Ist das Saatgut einmal aufgequollen und der Keimvorgang hat eingesetzt, darf dieser niemals zum Stillstand kommen. Sobald die Aussaat austrocknet, stört dies den Keimprozess und der Keimling stirbt ab. In diesem Bereich sind dann Kahlstellen oder ein schütterer Rasen die Folge.

Wie man es anpackt - Schritt für Schritt


Auch bei dem Sähen des Rasens sollte man einige Tipps beachten, sodass hoffentlich nichts mehr schief gehen kann:
  • Die komplette Fläche, auf der der Rasen gesät werden soll, muss mit der Harke gründlich umgegraben werden. Die Tiefe kann durchaus 20 cm betragen.
  • Alle Pflanzen und Gewächse, die die Grassamen beim Wachsen beeinträchtigen könnten, sollten bei diesem Vorgang mit der Wurzel entfernt werden.
  • Ist das vollbracht, so kann der Untergrund mit einem Rechen geebnet werden. Danach sollte die Erde für etwa 14 Tage nicht länger bearbeitet werden - die Ruhe tut ihm gut..
  • Die Aussat der Grassamen sollte damit begonnen werden, dass gleichzeitig gesät und gedüngt wird. Auf diese Weise stellt man für die Grassamen ideale Wachsbedingungen sicher. Beim

    Dünger muss darauf geachtet werden, dass er Phosphor enthält, denn nur so können die Samen bei dem Wachstum unterstützt und gefördert werden. Trotzdem sollte man darauf achten, nicht zu viel Dünger zu verwenden, da dies wiederum schädlich für die Samen sein kann.
  • Die Grassamen sollten gleichmäßig und nicht zu dicht verteilt werden, da dies die Samen beim Wachstum behindern kann. Bei sehr großen Flächen, die mit Grassamen bestückt werden müssen, eignet sich ein Rollwagen. So spart man sich sehr viel Zeit und die Verteilung der Samen erfolgt so gleichmäßig wie nur möglich.
  • Gelungene Aussaat: so grün und dicht sollte das Gras nach einigen Wochen sprießenNachdem die Saat verteilt ist, sollten die Samen leicht in die Erde eingedrückt werden, jedoch nicht tiefer als 1 cm. Dies ist besonders wichtig, da die Grassamen Licht zum Keimen benötigen, das ihnen genommen werden würde, wenn sie tiefer in die Erde gedrückt werden.
  • Die Feuchtigkeit des Bodens sollte vor allem in den ersten vier Wochen sichergestellt werden. Denn nur so können die Samen in dieser kritischen Anfangszeit vollends ihr Wachstum entfalten.
Schon bald erste Erfolge beobachten

Es gilt: während der ersten drei Wochen eine Austrocknung verhindern, indem besonders bei Trockenheit mehrmals am Tag gegossen wird. Ein Grund für Lücken im Rasen ist auch eher eine ungleichmäßige Ausbringung des Staatgutes und liegt nicht am Verlust der Keimfähigkeit. Besonders, wenn das Saatgut mit der Hand verteilt wird, kann dies schnell geschehen.

In kleinen Senken entstehen auch oft Lücken, da das zusammenlaufende Wasser das Saatgut an dieser Stelle erstickt hat. Solche Lücken sollten schnellstens mit der Originalmischung nachgesät werden.

Ist alles nach Plan verlaufen, so wird man schon nach ungefähr einer Woche die ersten Jungpflänzchen aus der Erde sprießen sehen. Allerdings dauert es noch 2 bis 3 Wochen, bis eine Rasenfläche flächendeckend zu erkennen ist. Viel Erfolg beim Pflanzen!