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Rasen Krankheiten und Schädlinge wie Mehltau und PilzeWie immer gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen, denn pilzliche- und von Schädlingen hervorgerufene Krankheiten machen den Rasen unschön und fleckig und sind nur mit größerem Zeitaufwand zu beseitigen. Bei ausreichender Pflege – das heißt vor allem perfekt vorbereiteter Pflanzboden, qualitätvolles und resistentes Saatgut, fachgemäße und regelmäßige Düngung (angepasst an die jeweiligen Bodenverhältnisse) und ausreichende Wässerung. Je weniger der Rasen aktiv genutzt wird, desto weniger anfällig ist er gegen Pilzerkrankungen – demzufolge findet man auf Sportrasen die meisten Pilzschäden. - Pilzerkrankungen entstehen vor allem durch Kalimangel und eine andauernde feucht - warme Witterung. Bei den meisten Pilzkrankheiten sterben die Gräser ab, wie auch beim Schneeschimmel. Er entsteht unter der Schneedecke auf gefrorenem Boden bei verfilztem Rasen. Er übersäht ganze Grasflächen mit bis zu 30 Zentimeter im Durchmesser großen, gelben und braunen Flecken und kann diese zum Absterben bringen. Wer vorbeugen möchte, sollte seinen Rasen im Herbst möglichst kurz schneiden – schon befallene Stellen müssen mit einem im Handel erhältlichen Fungizid gespritzt werden. Rotspritzigkeit ist eine pilzliche Erkrankung, die nur den Rotschwingel (der meistens in üblichen Grasmischungen enthalten ist) befällt. Es entstehen Geweih ähnliche rote Auswüchse an Blättern und Stengeln, die jedoch nach kurzer Zeit wieder verschwinden und keine besonderen Maßnahmen erforderlich machen. - Hexenringe zählen ebenfalls zu den eher harmlosen Krankheiten – ist aber leider sehr hartnäckig. Der Pilz siedelt sich an einer kleinen Stelle im Rasen an und wächst dann unterirdisch und konzentrisch im großen Ausmaß weiter. An den äußeren Enden beginnen die Gräser durch ein Übermaß an Stickstoff abzusterben, vom Spätsommer bis Frühherbst werden kleine störende Fruchtkörper ausgebildet. Auch hier muss bei zu starkem Befall gespritzt werden.
- Mehltau bildet sich auf Rasenflächen, wenn zu Stickstoffreich gedüngt wird. Zur Abhilfe sollte mäßiger gedüngt werden. Ist der Befall allzu stark, helfen leider nur noch Spritzmittel – deswegen lieber zweimal bei der Düngung hinsehen, denn Spritzmittel sollte immer die allerletzte Notlösung sein! Im Sommer verstärkt treten so genannte Rostkrankheiten auf (zum Beispiel unterschiedliche Arten von Rostpilzen), leicht an der Namengebenden rotbraunen Verfärbung der Gräser zu erkennen. Ein weiteres Indiz für Rost ist das Auftreten von kleinen Pusteln an den Blatträndern der Gräser. Hier müssen organische Fungizide eingesetzt werden.
Die Blattfleckenkrankheit taucht vom Spätsommer bis zum Herbst auf verfilztem Rasen und verdichtetem Boden auf. Ausschlaggebend für die Krankheit ist der hohe Stickstoffanteil. Weiter zu Schädlinge im Rasen von Katharina Balser
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