Moosentferner - mechanisch oder chemisch?

Mit dem Kärcher kann man Moos von Terrassenplatten entfernenWenn Terrassen oder Wände dem Wetter ausgesetzt sind, können sich mit der Zeit kleine Moosansammlungen niederlassen und das Erscheinungsbild sowie infolgedessen mit der Zeit auch die Oberflächenstruktur in Mitleidenschaft ziehen. An eher schattigen Orten lässt sich diese immergrüne Pflanze nieder und kann sich dank bedingter Feuchtigkeit auch recht schnell zum Ärger des Besitzers verbreiten.

Wird dem nicht alsbald möglich entgegengewirkt, sammelt sich förmlich eine Art grüner Teppich an, der nicht nur befremdlich aussieht,

dem Rasen schadet und den Gang auf die Veranda zu einem optisch störenden Start in den Tag werden lässt. Das hartnäckige Moosgeflecht lässt sich derweil doch recht einfach von der eigenen Grasfläche, aus den Fugen der Gehwege beziehungsweise von der einladenden Terrasse entfernen.
 
Moos von Oberflächen entfernen
  • Für Steinplatten unterschiedlicher Couleur ergeben sich mit weichen Drahtbürsten einfache mechanische Mittel zur Entsorgung des lästigen Immergrüns. Hierbei wird durch die softe Beschaffenheit auch bei sensiblen Oberflächenstrukturen kein Schaden durch die Krafteinwirkung erzielt.
  • Des Weiteren sind sogar extra dafür konzipierte Fugenkratzer ein wirkungsvolles Mittel, um die natürliche Umrahmung zwischen den einzelnen Steinplatten vom Moos zu befreien.
  • Sollte sich der pflanzliche Störenfried derweil auf einer teils sonnenbeschienenen Stein- oder Wandfläche niedergelassen haben, hilft auch ein Rezept aus Omas Schublade. Hierfür gilt es, einfach etwas Salz in Wasser zu einer 5-prozentigen Salzlösung anzurühren. Dies wird mit einer Scheuerbürste auf die Oberfläche gegeben. Dabei wird dem Moos das lebensnotwendige Wasser entzogen. Mit dem regelmäßigen Sonnenlevel wird diese Methode dann weiterhin gezielt forciert und kann binnen der ersten sonnenreichen Tage für sensationelle Erfolge sorgen. Hierbei ist aber auf den Untergrundtyp zu achten, sodass weiche Materialien nicht beschädigt werden.
  • Eine weitere Methode bietet sich mit getränkten Essigtüchern an, die einfach über den betroffenen Bereich gelegt werden und nach einiger Zeit abgestorbenes Moos offenbaren.
Die schnelle Reinheit dank chemischer Hilfsmittel
 
Alternativ gibt es einige Mittel in flüssiger Form, die aufgrund ihrer Aggressivität aber nicht zu häufig und überdosiert gegen die natürlichen Wüchse eingesetzt werden sollten. An sich sind diese Stoffe allesamt schadstofffrei, dennoch beeinträchtigt jedes Mittel den pH-Wert des Bodens auf eine unterschiedliche Weise. Nach einer entsprechenden Anwendung hilft unter Umständen eine Kalkung des Bodens. Auf anderen Oberflächen wie Stein oder Wänden hilft dagegen
meist nur die chemische Wundertüte, da ansonsten lästiges Dauerschrubben zur Lösung zählen würde. So ergeben sich folgende Anwendungsgebiete bei:
  • Hauswänden
  • Natursteinplatten
  • Verputzen
  • Grabsteinen
  • Steinfiguren
  • Gehwegplatten
  • Holzbelägen
  • Betonierten Flächen
An Flächen, die durch Wasser keinen Schaden nehmen können, empfiehlt sich ebenfalls ein Hochdruckreiniger. Gerade an Fassaden, noch besserer scheinbar glatten Oberflächen wie Dächer oder Platten eignet sich diese Variante der Moosentfernung auf eine zeiteffektive und schnell als wirksam erkenntliche Methode der Reinigung.

Alternativ gibt es auch viele Fachfirmen, die sich auf dieses Gartenproblem spezialisiert haben und tatkräftig zur Verfügung stehen. Zudem ist im Gartenbereich dem Moosbefall auch durch eine eingeplante Drainage zuvorzukommen. Diese ermöglicht das Abfließen überschüssigen Wassers, welches die meiste Ursache für Moosbefall darstellt.

Moos im Rasen ist kein schöner Anblick - Vertikutieren ist eine probate GegenmaßnahmeMoos aus dem Rasen entfernen

Moos kann sich inmitten einer natürlich oder künstlich erschaffenen Rasenfläche

niederlassen. Manche wird dies nicht stören, dem Rasen wird es dennoch nicht gut tun. In diesem Fall hilft einfach das richtige Vertikutieren. Dazu entfernt der Rasenbesitzer als erstes das Moos von der Oberfläche des Grasbereiches und schließt ein intensives Harken des Bodens an. Dies sorgt für die optimale Belüftung und verhindert das Neuansetzen des grünen Bewuchses. In diesem Zuge hilft auch ein vorheriges Rasenmähen auf ca. drei Zentimeter, um das Entfernen von Laubresten sowie des immergrünen Bewuchses zu vereinfachen. Durch das Drehen verhaken sich die Moosgeflechte in den Krallen der Harke oder des speziellen Vertikutierers und wird somit aus der Rasenfläche gezogen.
  • Damit man den Rasen wieder in seinem satten Grün bewundern kann und dieser auch ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden kann, sollte man Moos und Rasenfilz auf jeden Fall zu Leibe rücken. Der Rasen kann mit den geeigneten Maßnahmen besser atmen und die Wurzeln erreichen besser die notwendigen Nährstoffe.
  • Bei einem nur leichten Moosbefall reicht es in der Regel aus, den Rasen zu belüften. Bei diesem Vorgang wird das Moos an der Oberfläche entfernt. Man kann das Belüften auch mit einem kräftigen Durchhaken vergleichen.
  • Bei schwereren Fällen von Moos und Rasenfilz empfiehlt es sich, den Rasen zu vertikutieren. Als Vorbereitung sollte der Rasen zunächst gemäht werden, so dass die Länge in etwa 3 Zentimeter beträgt. Beim anschließenden Vertikutieren schneiden die Messer vertikal in die Rasenfläche. Dadurch wird der Boden aufgelockert und das Moos entfernt. Daneben werden auch Laubreste, flach wurzelnde Unkräuter und abgestorbene Pflanzenteile entfernt.
  • Das Vertikulieren sollte man innerhalb eines Jahres maximal 2 mal vornehmen. Tipp: Wer keinen eigenen Rasenbelüfter oder Vertikulierer hat, der kann diese Geräte in vielen Baumärkten auch einfach ausleihen. Es gibt sogar Geräte, die über beide Funktionen verfügen.
Alternativ zu den mechanischen Methoden zur Moosbeseitigung, gibt es zahlreiche Moosvernichter in Flüssigform. In ihnen sind Wirkstoffe enthalten, die Moose innerhalb weniger Stunden abtöten, dabei werden die Rasengräser selbst nicht geschädigt. Sobald das Moos abgestorben ist, kann es ganz einfach zusammen geharkt werden. Viele dieser Moosentferner Mittel sind heute schadstofffrei, so dass sie unbedenklich angewendet werden können. Man gibt den entsprechenden Moosvernichter in das Gießwasser und bewässert den Rasen anschließend mit diesem. Es empfiehlt sich, im Anschluss den ph-Wert des Bodens zu überprüfen und ihn bei Bedarf zu kalken.