Pflege und Düngen von Rollrasen & Fertigrasen

Der hervorstechende Vorteil von Rollrasen ist zuallererst einmal die Tatsache, dass er sofort begehbar ist und bereits innerhalb weniger Minuten - natürlich je nach Größe - ein völlig neues Bild entstehen lässt. Dadurch, dass moderne Rollrasenmischungen stets nach dem neuesten Stand der Technik entwickelt werden, kann der (Hobby-)Gärtner - natürlich nur, sofern der Rollrasen korrekt und vorschriftsmäßig angelegt worden ist - viele Jahre lang Freude an seinem Rasen haben.


Denn Unkrautwuchs und fehlerhafte Stellen sind aufgrund der Beschaffenheit bei Rollrasen

nur äußerst selten der Fall. Und damit das auch so bleibt, bedarf ein Rollrasen einer regelmäßigen Pflege.

Aber: für viele Botaniker, die sich einmal für die Anschaffung eines Rollrasens entschieden haben, spielte sicherlich auch der Faktor Bequemlichkeit eine Rolle und gerade aus dem Grund sollte auch die Pflege so einfach und bequem wie nur möglich sein.

Eine effektive Pflege fängt schon beim Ausrollen an sich an, denn der Boden sollte zuvor unbedingt frei von Unkräutern, Steinen und Restrasen sein. Dann durch Hacken oder Umgraben den Boden lockern und ggf. mit etwas Humus anreichern. Wenn der Rollrasen später erst einmal vollständig verlegt ist, möchte er natürlich vernünftig gewässert werden.


Übrigens sollte eine Bewässerung niemals in der prallen Sonne stattfinden, sondern ausschließlich abends, da anderenfalls die einzelnen Wassertröpfchen lupenähnlich wirken und dementsprechend das Gras durch die Sonneneinstrahlung verbrennen würde.

Zudem darf er in heißem sonnigem Klima nicht zu kurz gemäht werden, da sonst hässliche braune Flecken entstehen würden. Um den Rasen immer bei Laune und schön sattgrün zu halten, empfiehlt sich eine regelmäßige Nährstoffzugabe. Hier darf es ruhig ein hochwertiger Rasendünger sein, am besten mit Langzeitwirkung. Jedoch sollte mit dem Produkt sehr sparsam umgegangen werden, denn eine Überdüngung hätte ebenfalls ein Verbrennen der Grashalme zur Folge.

Dreimal im Jahr (etwa im April, Juni und schließlich im August, bzw. Anfang September) ist da völlig ausreichend und garantiert einen stets gesunden Rasen.

Rollrasen düngen

Wichtig ist es den Rollrasen nach dem Ausrollen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Nur so kann er mit seinen Wurzen auf dem Untergrund einwachsen. Besonders wichtig ist das Düngen, wenn der Untergrund selbst nicht genug Nährstoffe hergibt. Durch eine gezielte und
systematische Düngung kann der Rollrasen die Nährstoffe speichern und gewinnt schnell Vitalität.

Damit bleibt der Rollrasen robust und widerstandsfähig. Damit es mit der Düngung wirklich klappt, sollte man genau wissen, um welche Art von Rollrasen es sich handelt. Es gibt hier große Unterschiede. Der jeweilige Lieferant aber kann diesbezüglich genau Auskunft geben und auch im Bezug auf die Düngung viele wertvolle Tipps mit auf den Weg geben.

Entsprechend der Ansprüche des jeweiligen Rollrasens sollte dann ein geeigneter Dünger gekauft werden, in dem bereits alle wichtigen Nährstoffe und Komponenten enthalten sind. Die einzelnen Düngerarten sind jeweils auf die Rasenarten abgestimmt, sodass man sicher sein kann, dass der Rollrasen auch wirklich mit den Nährstoffen versorgt wird, die er für ein gutes Wachstum benötigt.

Welche Stoffe braucht Rollrasen für ein gutes Wachstum?

Entscheidend ist dann noch zu

wissen, dass Stickstoff für einen Rollrasen besonders wichtig ist. Durch Stickstoff wird das Wachstum gefördert und er sorgt für eine kräftige Blattbildung und eine dichte Grasnarbe.

Auch Phosphor ist wichtig, denn es ist in der Lage, das Wurzelwerk zu stärken und zu festigen. Des Weiteren braucht der Rasen Kalium, denn so kann man ihn dauerhaft gegen Krankheiten, Trockenheit und Frostschäden schützen. Durch Eisen und Magnesium trägt man dazu bei, dass der Rasen eine schöne grüne Färbung bekommt. Des Weiteren ist auch Schwefel wichtig, da durch Schwefel der Pilzbefall eingedämmt werden kann.

Im Übrigen sollte auch nach dem ersten Schnitt des Rollrasens noch mal gedüngt werden. Durch jeden Schnitt verliert Rollrasen, wie jede andere Rasen auch, ein bisschen von seiner Kraft. Dadurch wird er geschwächt und anfälliger gegenüber Krankheiten und Pilzen. Damit dies möglichst nicht der Fall ist, sollte die regelmäßige Düngung nicht vernachlässigt werden.

Bewässerung


An erster Stelle ist dabei mit Sicherheit die richtige Bewässerung zu nennen. In den Sommermonaten verdunstet der Rasen nämlich gut und gerne 15 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter. Deshalb sollte man beim Wässern lieber klotzen statt kleckern. 

Als Anhaltspunkt kann man die Gräser selbst nehmen. Richten sich diese nach dem Betreten des Rasens nicht mehr von alleine auf, wird es nötig, den Rasen entsprechend zu wässern. Man spricht hier häufig auch vom so genannten Welke-Punkt. Die Wässerung sollte grundsätzlich in den Morgen- oder Abendstunden stattfinden. 

Etwa 10 bis 20 Liter je Quadratmeter Rasenfläche sind dabei durchaus möglich, was bei einem normalen Wasserdruck einer Bewässerungszeit von etwa 1,5 bis zwei Stunden entspricht. In der Regel reicht es jedoch, den Rasen etwa ein bis zweimal wöchentlich gründlich zu wässern. 

Falsch ist es hingegen, den Rasen täglich, dafür aber mit kleineren Mengen zu wässern. Denn dadurch könnten die Wurzeln des Rasens nicht ausreichend in den Untergrund wachsen und wären so noch empfindlicher gegenüber der Trockenheit und Hitze.

Grundsätzlich kann man den Rasen einfach mit der Gießkanne bewässern. Doch dies ist nicht jedermanns Sache, weshalb viele sich für Regner aus dem Fachhandel entscheiden. Die Auswahl ist riesig und man sollte sich in jedem Fall entsprechend beraten lassen, um das für sich passende Bewässerungssystem zu finden. 

Der Einbau fest eingebauter Beregnungsanlagen sollte in jedem Fall durch den Fachmann erfolgen, wobei natürlich auch eine entsprechende Einweisung in die Nutzung der Technik nicht fehlen darf. 

Ferner sollte man den Rasen düngen. Durch die Düngung kann man fehlende Nährstoffe ersetzen. Empfehlenswert sind dabei spezielle Rasendünger, die mit Eisen und Magnesium ausgestattet sind. 

Die perfekte Zeit zum Düngen ist der Beginn der Wachstumsphase etwa von April bis Ende Juni und Ende August bis Anfang September. In der Regel sollte man das Düngen in drei Gaben durchführen, bei Langzeitdünger reichen aber auch zwei Gaben aus. Im Spätherbst kann man nochmals mit Kali düngen, um so eine bessere Resistenz gegen den Frost zu erreichen.