Rasen düngen im Frühjahr

Ausbringen von RasendüngerWenn sich die winterliche Jahreszeit nach und nach verabschiedet und der Frühling im Anmarsch ist, dürfen sich Hobbygärtner und -botaniker in aller Ruhe wieder auf die schönste Zeit des Jahres vorbereiten: die Gartensaison. Mit einem schönen und gepflegten Rasen steht und fällt bekanntlich alles, wenn es um die heimischen Außenanlagen geht. Und so spielt das Rasen düngen im Frühjahr "alle Jahre wieder" eine sehr wichtige Rolle.

Vor dem Düngen kommt die Pflege...


Fakt ist, dass Kälte, Eis und Schnee auch an

einem sonst eher unempfindlich anmutenden Rasen keineswegs spurlos vorübergehen. Ganz im Gegenteil, denn sowohl das Wurzelwerk, als auch die einzelnen Grashalme hatten buchstäblich über viele Wochen hinweg eine "schwere Last" zu tragen. Umso wichtiger ist es da, dem Rasen zu Beginn eines jeden Jahres eine ganz besondere Pflege angedeihen zu lassen, um ihn auf ein optimales Wachstum vorzubereiten.

Idealerweise beginnt man in diesem Zusammenhang mit einem "erfrischenden" Rasenschnitt, wobei allerdings die Schnitthöhe die Fünf-Zentimeter-Marke nicht unterschreiten sollte. Im Anschluss daran empfiehlt es sich, den Rasen von abgestorbenen Pflanzenteilen sowie von alten, faulenden Moosresten zu befreien, um dem Grün endlich wieder die "Luft zum Atmen" zu geben, die es so dringend benötigt. Auf diese Weise wird die beste Grundlage für einen optimalen "Neustart" geschaffen.

Zusammenfassend gliedert sich die perfekte Rasen-Dünge-Pflege wie folgt:

  • Rasenschnitt
  • Moos und abgestorbene Halme entfernen
  • Rasen trocknen lassen
  • Vertikutieren
  • Kanten schneiden
  • Rasen düngen
  • bei Bedarf Rasensamen aussäen
  • Rasen "ruhen", wachsen und gedeihen lassen
Nun, da der Rasen "frei" ist für eine zielgerichtete Pflege und diese somit "ungehindert" bis ins Wurzelwerk vordringen kann, sollte das Düngemittel wohldurchdacht gewählt sein. So sind heute unter anderem Präparate im gut sortierten Fachhandel zu finden, die für die unterschiedlichsten Rasenarten geeignet sind: für Zierrasen, für stark strapazierte Grünflächen, für schattige und sonnige Gefilde und so weiter ...
 
Idealerweise kommt Langzeitdünger zum Einsatz. Denn nach einer "belastenden" Winterphase und einer daran anschließenden "strapaziösen" Pflege ist es nicht wirklich sinnvoll, Düngemittel zu verwenden, welche die Wirkstoffe direkt und unmittelbar an den
Rasen abgeben. Sondern der so genannte Langzeitdünger zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er die gespeicherten Nähr- und Wirkstoffe nach und nach - auf schonende Art und Weise - an die Gräser abgibt. Weil die Produkte der einzelnen Hersteller mitunter grundsätzlich unterschiedlich anzuwenden sind, ist es in jedem Fall empfehlenswert, die Packungsanweisung zu beachten.

Düngen ist nicht gleich düngen

RasendüngungNiemals sollte das zum Einsatz kommende Düngemittel bei heißem, sonnigem Wetter auf die Rasenfläche aufgetragen werden. Denn in dem Fall bestünde die Gefahr, dass die behandelten Flächen über kurz oder lang buchstäblich "verbrennen". Weitaus sinnvoller ist es, das Düngemittel morgens in der Frühe zu verteilen, wenn es noch feucht und frisch draußen ist. Beschädigungen des Rasens werden auf diese Weise vermieden - und die Wirkstoffe gelangen zielgenau und direkt ins Erdreich zu den Wurzeln.

Unterschiedliche Faktoren kommen zum Tragen

Allerdings ist eines unbedingt vonnöten: die gleichmäßige Verteilung des Dünggutes. Erfahrene Rasenprofis wissen, dass die Regelmäßigkeit des Düngens von verschiedenen Faktoren abhängt. So ist hierbei vor allem die Beschaffenheit und die Sorte des Rasens, die

Frequentierung (Freizeitrasen, häufige Nutzung, Spielfläche etc.) sowie die durchschnittliche Schnitthöhe zu berücksichtigen. Gleichwohl spielt in dieser Hinsicht freilich auch das Düngemittel selbst eine Rolle. Denn je höher der Wirkstoffanteil, desto seltener kann in der Regel gedüngt werden. Üblicherweise wird ein Rasen etwa drei bis vier Mal pro Jahr gedüngt.

Wissenswertes zur Rasendüngung in Kürze
  • Wenn der Rasen im Frühling mit dem Wachsen beginnt, ist es Zeit, ihm ein paar Pflegeeinheiten zu gewähren. Nach dem ersten Rasenschnitt (Schnitthöhe nicht unter 5 cm), sollte er vertikuliert werden, um abgestorbene Pflanzenteile, Moos und Blätter zu entfernen.
  • Der Rasenfilz hindert den Rasen am Wachsen, er muss weg. Der Rasen wird belüftet, Bodennässe verhindert. Gleichzeitig werden Moose und Schadpilze gehemmt.
  • Es macht keinen Sinn, einen nassen Rasen zu vertikutieren. Er sollte gut abgetrocknet sein. Nach der Pflegemaßnahme sieht der Rasen oft unansehnlich aus. Da aber nur noch gesunde, Kräftige Gräser vorhanden sind, gibt sich das schnell.
  • Vertikuliert wird immer nur in eine Richtung. Das Gerät muss so eingestellt sein, dass weder der Boden verletzt, noch die Grasnarbe geschädigt wird.
  • Nach dem Vertikulieren ist es Zeit für die Frühjahrsdüngung. Man verwendet nur Rasendünger. Es gibt spezielle Dünger für das Frühjahr. Ideal sind Langzeitdünger, da sie ihre Nährstoffe sehr langsam und gleichmäßig an die Gräser abgeben.
  • Zur Ausbringung ist am besten ein Düngewagen zu verwenden, weil man so den Dünger ganz genau dosieren kann. Die Menge steht auf der Verpackung und sollte unbedingt eingehalten werden.
  • Der ideale Zeitpunkt zum Düngen ist ein trüber regnerischer Tag. So kommt es nicht zu Verbrennungen und der Dünger gelangt schnell zu den Gräserwurzeln.