Rasen düngen im Sommer

Mit modernen Streuwagen können auch verschiedene Rasendünger gleichzeitig ausgebracht werdenUm eine schöne und gleichmäßige Rasenfläche zu bekommen und zu erhalten, ist ein gewisser Pflegeaufwand notwendig. Neben dem regelmäßigen Rasenschnitt und der regelmäßigen Bewässerung gehört dazu auch eine fachgerechte Düngung im Verlaufe des Jahres. Dabei sind jedoch einige Faktoren zu beachten, um gerade im Sommer dem Rasen nicht mehr zu schaden als zu nutzen.

Der richtige Dünger für den Rasen

Bevor man zu Werke geht, sollte man nach einem passenden Dünger für den eigenen Rasen

suchen. Auf keinem Fall darf zu viel Stickstoff im Dünger sein. Dadurch kann es zu Verbrennungen und Schaden an der Grasnarbe kommen. Stickstoff sorgt zwar für das Wachstum und den Aufbau der Zellen, aber wenn er zu viel vorhanden ist, schädigt er eher. Eine Stickstoffüberdüngung führt zu nachhaltigen Schädigungen der Graspflanzen und des Bodens. Das einzige, das man dann tun kann ist, den Rasen zu wässern, um die Konzentration zu verdünnen.

Außer Stickstoff sollte Phosphat enthalten sein. Es ist wichtig für das Wachstum der Wurzeln. Wichtig ist auch Kalium, denn es steigert die Widerstandskraft und sorgt für straffes und festes Gewebe. Außerdem bildet es Reserven für den Winter und optimiert den Stoffwechsel. Magnesium und Spurenelemente sorgen für ein sattes Grün und gesunde Graspflanzen.

Die Inhaltsstoffe im Überblick:
  • Kalium - hilft bei der Regulation des Wasserhaushaltes / höhere Wiederstandskraft gegen Krankheiten
  • Phosphor - Stärkere Frostbeständigkeit und höheres Wurzelwachstum
  • Magnesium - sorgt für eine intensivere Färbung des Rasens
  • Calcium - Stabilisiert die Zellwände der Rasenpflanze
Je nach Rasensorte stellt die Rasenfläche unterschiedliche Ansprüche an den verwendeten Dünger. Genaue Angaben sind in der Regel auf der Verpackung des Rasensamens zu finden und sollten der allgemeinen Orientierung dienen. In der Regel sollte im Sommer vor allem ein Dünger gewählt werden, der neben Stickstoff vor allem mit Magnesium und Calcium angereichert ist, um die Hitzeperioden des Sommers leichter zu überstehen.

Beachtenswert beim Düngen im Sommer

Auch bei warmen Temperaturen muss der Rasen gedüngt werden. In der Regel hat es sich als effektiv erwiesen, dabei auf Langzeitdünger zurück zu greifen. Dieser zieht am effektivsten in den Boden ein und versorgt die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit den benötigten
Nährstoffen ohne diese durch eine zu hohe Konzentration des Düngemittels zu belasten.

Düngen sollte man im Sommer allerdings genauso wenig wie Wässern während der heissen Stunden des Tages. Im Idealfall bringt man den Dünger erst am späten Nachmittag auf um so eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Dünger zu vermeiden. Dabei sollte man allerdings von Industrie- und Landwirttschaftsdüngern die Finger lassen. Diese sind oftmals viel zu konzentriert und verbrennen die Rasenfläche im Sommer schneller als man hinschauen kann.

Streuwagen erleichtern das Ausbringen des RasendüngersDer Dünger sollte nun in möglichst gleichmäßiger Dosierung auf der Rasenfläche ausgebracht werden. Dafür haben sich Streuwagen bewährt, die auch bei der Aussaat von Rasensamen bewährt haben. So kann für eine gleichmäßige Ausbringung des Düngers gesorgt werden.

Wässern nach dem Düngen

Ist der Dünger aufgebracht, muss dieser natürlich noch seine Nährstoffe an die Erde und die Pflanzen abgeben können. Dafür

sollte der Dünger gründlich in den Rasen gewaschen werden. Dabei sollte man jedoch darauf achten nach Möglichkeit auf eine direkte Bewässerung zu verzichten. Der direkte Strahl des Gartenschlauches würde den Dünger viel weiter verteilen als beabsichtigt und die Gleichmäßigkeit des Düngers kann nicht mehr garantiert werden.

Besser geeignet sind dafür Bewässerungsquellen wie Rasensprenger, die in gleichmäßiger Form den Rasen wässern. Um sich abzusichern, dass genug Wasser an den Rasen gelangt ist, kann man einfach eine kleine Tasse auf die Rasenfläche stellen.  Der Füllstand an Wasser in der Tasse zeigt treffend an, die tief das Wasser bereits in den Boden eingedrungen sein sollte. Nach 3-4 cm ist die Grenze der Wurzeln erreicht und die Bewässerung kann eingestellt werden.

Den richtigen Zeitpunkt finden

Am einfachsten lässt sich der Zeitpunkt der Düngung natürlich anhand der Frühjahrspflege bestimmen. Hat man im Frühjahr mit einem Langzeitdünger den Rasen gedüngt, kann man auf der Packung des Düngers nachlesen, nach welchem Zeitraum wieder gedüngt werden sollte. Im Idealfall schafft man es jedoch noch vor dem direkten Hochsommer, also in den Monaten Juni bis Anfang Juli den Rasen zu düngen. So vermeidet man die Auswirkungen extremer Hitze auf Rasen und Dünger und bereitet die Pflanzen optimal auf die Zeit der höchsten Temperaturen vor. So hat das Düngemittel genug Zeit von den Pflanzen aufgenommen zu werden und stärkt und schützt diese vor der größten Hitze.

Tipps in Kürze
  • Im Sommer wird der Rasen am stärksten belastet, deshalb wird nur spezieller Rasendünger verwendet, denn nur er enthält die passenden Nährstoffe für die Gräser und das in der richtigen Kombination und Menge.
  • Wenn man den Rasen im März oder April gedüngt hat, kann etwa im Juni die zweite Nährstoffgabe erfolgen.  Eine Sommerdüngung erhöht die Regenerationskraft der Gräser und verhindert möglichen Hitze- und Trockenheitsstress.
  • Ideal sind Langzeitdünger. Die Freisetzung der Nährstoffe erfolgt sehr langsam und gleichmäßig über eine längere Zeit. Es kommt nicht zu Stoßwachstum. Die Gräser erhalten genügend Kraft, den trockenen, heißen Sommer zu überstehen.
  • Ideal zur Ausbringung ist ein Düngewagen. Mit ihm kann der Dünger ganz genau dosiert werden.
  • Nur vitaler Rasen wird selten krank und bildet eine dichte Grasnarbe. Die Sommerdüngung hilft, den Rasen gesund zu erhalten.