Rasen im Garten so bleibt er gesund - Rasenpflege

RasenWenn ein Rasen während längerer Trockenzeiten nicht regelmäßig gesprengt wird, kommt es zu einer allgemeinen Schwächung: Wildkräuter und grobe Grasarten gewinnen die Oberhand, der Rasen verliert seine Elastizität, und das saftige Grün verblasst zu einem kränklichen Graugrün. Extreme Trockenheit führt schließlich zum völligen Vergilben. Dennoch ist Gras erstaunlich widerstandsfähig und er erholt sich bei ausreichender Bewässerung bald wieder.

Die besten Resultate erzielt man mit einem Regner, auch Rasensprenger genannt. Eine optimale Wasserverteilung gewährleistet ein beweglicher Kreisregner. In heißen Perioden

wird einmal wöchentlich gesprengt, wobei man den Spätnachmittag oder die frühen Abendstunden wählen sollte, da das Wasser sonst gleich wieder verdunstet. Wasserdurchlässiger sandiger Boden wird im Abstand von 4 - 5 Tagen gründlich gewässert.

Die Wassermenge soll ungefähr  2,5 cm Niederschlag entsprechen. Um die hierzu benötigte Zeit zu bestimmen, stellt man ein zylindrisches Gefäß (z. B. ein Marmeladenglas) auf den Rasen und misst die Zeit, die erforderlich ist, um es bei einer bestimmten Druckeinstellung 2,5 cm hoch zu füllen.

Stark geschädigter und ausgedörrter Rasen wird vor Wiederaufnahme der Bewässerung am besten zunächst mit einer Belüftungsgabel vorbereitet.

Düngung

Regelmäßiges Düngen
dient nicht nur dazu, das Wachstum zu beschleunigen, sondern fördert auch einen dichten, gesunden Wuchs, der die übermäßige Ausbreitung von Wildkräutern und groben Gräsern unterbindet. Darüber hinaus macht das häufige Mähen eine kontinuierliche Versorgung mit Nährstoffen während der gesamten Wachstumsperiode erforderlich.

Etwa in der Frühlingsmitte wird bei feuchtem Boden und trockenem Gras ein Volldünger nach Gebrauchtanweisung ausgebracht. Dabei kommt es auf eine regelmäßige Verteilung des Düngemittels an, damit das Gras nicht verbrennt und gleichmäßiger Wuchs über die gesamte Fläche gefördert wird. Heute nur noch selten verwendeter pulverförmiger Dünger gemischt (1 kg Dünger auf 4 - 8 kg Sand). Etwa die Hälfte dieser Mischung wird gleichmäßig in Längsrichtung, der Rest in Querrichtung ausgestreut.

Granulate lassen sich leichter ausbringen, wobei sich für größere Flächen ein Streuwagen anbietet. Bei der Düngung per Hand wird die Fläche zunächst mit Hilfe von Holzpflöcken  und Schnüren oder mit Bambusstäben in 1 Quadratmeter große Sektoren unterteilt. Volldünger werden von verschiedenen Herstellern angeboten; um die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, sollten sie genau nach Packungsanweisung ausgebracht werden.

Flüssigdünger
verteilt man mit einer großen Gießkanne mit Brauseaufsatz, wobei keine Stelle doppelt besprengt werden darf, um nicht ein Verbrennen der Graspflänzchen zu riskieren. Auch gekörnte Dünger werden durch anschließendes Sprengen in den Boden eingebracht, um Schäden am Gras zu vermeiden und die Wirkstoffe möglichst schnell zu den Wurzeln zu befördern.

Stickstoffhaltige Dünger dürfen ab Spätsommer nicht mehr verwendet werden. Eine Herbstdüngung ist nur bei starker Bodenverdichtung oder nach extremen Trockenperioden erforderlich. In solchen Fällen kommt ein phosphatreicher, aber stickstoffarmer Dünger zum Einsatz, der die Kräftigung der Wurzelsysteme fördert. Ideal ist eine Mischung aus 3 kg Knochenmehl und 1,4 kg Kaliumsulfat, von der man 2 Esslöffel/Quadratmeter ausbringt.