Rasen sprengen - aber richtig

Bewässerung des RasensRasen sprengen - aber richtig - Klar, jeder Rasen brauch Wasser. Nur wie?

Sofort nach der Aussaat muss der Rasen sanft beregnet (auch "Rasen sprengen" genannt) werden. Man muss darauf achten, dass der Rasen bis zum Aufgehen austrocknet, weil sonst viele Körner ausfallen und es zu hässlichen Lücken im Rasen kommt. Zudem hält das Befeuchten die Vögel etwas ab.

Je nach Bodenzustand doppelt in den Frühjahrs- oder Sommermonaten zu beregnen. Oft muss man schon in niederschlagsarmen Frühjahrsmonaten regelmäßig sprengen.

Im

Sommer sollte der Rasen mindestens 3 mal die Wochen gesprengt werden. Das hängt aber auch vom Wetter ab. Regnet es häufig, muss natürlich nicht so oft gesprengt werden. Regnet es dagegen nicht, muss umso öfter gesprengt werden.

Man sollte nicht während der Mittagshitze den Rasen besprengen, denn dann kann der Rasen verbrennen. Die Wassertropfen sind die perfekten Lupen für die Sonne. Die richtige Zeit den Rasen zu sprengen ist früh morgens bis ca. 9:30 Uhr und am Abend ab 18 Uhr. Je später desto besser, denn durch zu frühes Besprengen wird der Rasen zu sehr strapaziert.

Heutzutage gibt es supermoderne Beregner, die das Wasser gleichmäßig überall verteilen. Es ist sinnvoll sich einen solchen Beregner zuzulegen, wenn man Wert auf einen gesunden Rasen legt. Ansonsten kann man auch mit dem Gartenschlauch sprengen.

Da Wasser jedoch ein kostbares gut ist, sollte man sparsam damit umgehen. Daher empfiehlt es sich aus Liebe zur Natur und aus Kostengründen nur Regenwasser zu verwenden. Mittels eines Erdtanks, welcher bis zu 4.000 Liter fassen kann, steht genügend Wasser den Sommer über zur Verfügung.

Rasen sprengenWie kann ein Rasen bewässert werden?
  • Gießkanne – mühsehlig, nur für kleine Flächen geeignet
  • Gartenschlauch – auch nur für Flächen bis 100 m² geeignet, zeitintensiv, arbeitsintensiv
  • Gartenschlauch mit Beregner – günstig für mittelgroße Flächen, bei großen Flächen muss der Beregner umgestellt werden, dass ist widerum zeit- und arbeitsintensiv
  • Versenkregner-Anlage – geignet für alle Gartengrößen, allerdings eine Preisfrage, denn das System ist teuer; sehr komfortabel, automatische Steuerung. Einmal eingebaut und eingestellt, braucht man sich um nichts mehr kümmern (außer Wartung).
Fazit

Normalerweise muss man in unseren Breiten nur im Sommer, bei lang anhaltender Trockenheit den Rasen wässern. Mur wer sandigen Boden hat, muss öfters zum Sprenger greifen. Ansonsten reicht es, wenn man gießt, sollte es mehr als eine Woche nicht geregnet haben. Auch dann reicht in der Regel, ein bis zweimal die Woche gründlich zu wässern. Besser ist, eher selten, aber dafür tiefgründig zu beregnen. Der Boden sollte etwa 15 cm tief durchfeuchtet sein. So vermeidet man oberflächliches Wurzelwachstum. Der Rasen wird durch die tiefe Verwurzlung weniger anfällig gegen Trockenheit.

Wichtig ist,
dass alle Bereiche etwa gleichmäßig beregnet werden. In der Nähe von Bäumen und Büschen wird noch mehr Wasser benötigt. Die Gehölze stehen bei der Wassersuche mit dem Rasen in Konkurrenz und entziehen dem Boden eine Menge Wasser. Hier ist die zusätzliche Gabe von Wasser sinnvoll.

Die bequemste Art, den Rasen zu bewässern bieten Versenkregner-Anlagen. Allerdings kosten diese in der Anschaffung und wenn man sie nicht selbst einbauen kann, muss man auch

dafür zahlen. Dafür hat man keine Arbeit mehr mit der Bewässerung. Achten muss man darauf, dass die Anlage in den Wintermonaten wasserfrei gehalten wird. Bei Frost kann es ansonsten dazu kommen, dass die wassergefüllten Schläuche durch die Ausdehnung platzen. Reparaturen können unter Umständen tüchtig teuer werden.

Rasen sprengen: der RasensprengerWasser sparende Rasenanlage und Rasenpflege

Wenn Sie noch keinen riesigen Tank in Ihrem Garten eingebuddelt haben, werden Sie vor allem in der Sommerzeit öfter auf das Wasser aus der Leitung zurückgreifen müssen, auf nicht ganz preiswertes Wasser also. Und wenn das so ist, lohnt es sich, bereits bei der Anlage des Rasens an die spätere Bewässerung zu denken. Denn auch wenn es zunächst unwahrscheinlich klingt: Es gibt Rasen, der eine Menge Wasser verbraucht, und es gibt Rasen, der mit deutlich geringeren Wassermengen zufrieden ist.

So ist in vielen Rasensamen-Mischungen das beliebte “Deutsches Weidelgras”, botanisch Lolium perenne, enthalten, ein schnell wachsendes, sehr gut belastbares und dicke Halme ausbildendes Gras. Diese kräftig wachsende Grassorte bringt dann aber auch einen Rasen hervor, der mit seinem ständigen hohen Wasserbedarf Ihre Gartenwasserleitung zum Glühen bringt. Es gibt im Hinblick auf die Bewässerung besser zusammengestellte Rasenmischungen, wobei sich eher die Auswahl aus einer geprüften Regelsaatgutmischung empfiehlt als der Glaube an irgendwelche Verkaufstexte auf der Verpackung. Falls Sie in einer Region wohnen, in der es nur selten regnet, könnten Sie sogar eine Saatgutmischung wählen, die extra für Trockenlagen gemischt wurde.
 
Als Nächstes können Sie die Wassermenge durch die Zeit beeinflussen, die Sie zum Rasen sprengen wählen. Sie sollten nicht sprengen, wenn eine kräftige Sonne am Himmel steht, dann verdunstet nämlich recht viel Wasser direkt in der Luft. Am besten sprengen Sie sehr früh am Morgen, der noch nachtkalte Boden lässt kein Wasser verdunsten. Die Langschläfer wässern abends nach Sonnenuntergang, aber erst, wenn der Boden etwas abgekühlt ist.

Auch auf die richtige Menge kommt es natürlich an, und mit dieser Menge hängt direkt zusammen, wie häufig Sie den Rasen gießen: Lieber einmal richtig, das bedeutet 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter, möglichst langsam ausgebracht (5 bis 10 Liter pro Stunde). So können Boden und Rasen das Wasser optimal aufnehmen, mit dem Ergebnis, dass Sie auch bei großer Hitze mit zwei Bewässerungsgängen pro Woche auskommen dürften.

Ihr Rasen darf übrigens gerne ein wenig länger wachsen, wenn es gerade sehr warm bzw. trocken ist, die Halme dürfen ruhig bis zu acht Zentimeter hoch stehen. Sie beschatten dann die Wurzeln, und damit wird die vorhandene Feuchtigkeit länger im Boden gehalten, Sie müssen also wieder ein bisschen weniger gießen.

Auch eine besondere Bewässerungsvorrichtung kann keine Wunder vollbringen

Welche der vielen verschiedenen Möglichkeiten der Rasenbewässerung Sie wählen, hat übrigens auf den Wasserverbrauch keinen Einfluss. Die verschiedenen Bewässerungssysteme haben ihre Vor- und Nachteile, und manche bieten sich dazu an, in Zeiten zu wässern, in denen das Wasser besonders gut aufgenommen wird, aber eines haben alle Systeme gemeinsam: Sie werden an die Wasserleitung angeschlossen und beziehen auch von dort ihr Wasser, Wasser selber erzeugen kann leider kein Sprenger, auch wenn die Aussagen der Verkäufer gelegentlich das Gegenteil vermuten lassen.