Rasendünger mit Moosvernichter

Rasendünger gegen MoosWer seinen Rasen liebt, der verplant so manche freie Minute mit der Pflege und der Bewässerung des wertvollen Grüns. Dass viele Hobbygärtner allerdings zuviel Zeit und auch Geld in eine zudem häufig falsche Pflege investieren, ist nur wenigen so wirklich bewusst.

Andererseits: lässt man seinen Rasen einfach vor sich hin wachsen, so bildet sich Moos über kurz oder lang von ganz allein. Wird ein Rasen zu häufig, bzw. zu intensiv mit Wasser versorgt, so hat dieses entweder Moosbefall und/oder die Bildung

kahler Stellen innerhalb der Rasenfläche zur Folge.

Derselbe Effekt resultiert übrigens aus einer zu geringen Sonneneinstrahlung, aus zu viel Schatten, auch bei zu häufigem Vertikutieren und darüber hinaus auch bei einer falschen Düngung. Denn viele Düngemittel enthalten einen verhältnismäßig hohen Stickstoffanteil, welcher eine Austrocknung zusätzlich begünstigen kann.

Zudem kann allzu häufiges Schneiden, bzw. ein zu kurzer Schnitt gleichermaßen ein Austrocknen des Rasens verursachen: er wird braun und dementsprechend rasch kann sich Moos im Endeffekt verbreiten.

Alternative: Rasendünger gegen Moos

Gute und langfristige Erfolge sind in diesem Zusammenhang oft schon mit einem relativ geringen Aufwand zu erzielen. Das Zauberwort heißt Kombi-Präparat - und zwar in Form von Rasendüngern inklusive Moosvernichter. Diese Art von Dünger enthält zwar ebenfalls einen Stickstoffanteil - allerdings in angemessenem Verhältnis. Zusätzlich ist Eisen enthalten, wodurch ein verbessertes Graswachstum unterstützt werden soll.

Somit wird Moos auf der einen Seite vernichtet und andererseits kann sich an den dann kahl gewordenen Stellen im Rasen relativ rasch neues Gras bilden und ein gleichmäßiges, sattgrünes Bild entsteht wieder.

Ist nach einem bestimmten Zeitraum das Moos entfernt und neue Grashalme sind ebenfalls herangewachsen, so ist stets dafür Sorge zu tragen, dass sich neues Moos gar nicht erst bilden kann. Denn wenn sich an einer noch so kleinen Stelle innerhalb des Rasens neues Moos gebildet hat, so besteht die Gefahr, dass dieses innerhalb kurzer Zeit die Grünfläche von neuem überwuchert.

Moos im RasenWieso ist überhaupt Moos im Rasen?
  • Schatten – zu wenig Sonne fördert Moos. Im Schatten gedeiht Rasen kaum, Halbschatten geht noch, aber nur mit speziellem
    Rasensamen.
  • Nässe – zu viel Feuchtigkeit fördert Moos und vertreibt Rasen. Gras benötigt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit.
  • Nährstoffmangel – Organische Dünger sind umweltfreundlich, denn sie enthalten deutlich weniger Mineralien. Allerdings wirken sie nicht oft nicht so schnell und nicht so gut. Dafür fördern sie das Bodenleben.
  • Verfilzung – Graswurzeln, Unkraut und Moos bilden häufig Rasenfilz. Dieser behindert das Rasenwachstum. Hier hilft vertikutieren. Das zieht auch gleich das Moos aus dem Rasen.
  • PH-Wert – Moos mag saure Böden, Gras nicht. Idealer pH-Wert ist 7 bis 8. Liegt er unter 6, ist das schlecht für Gras. Mit Rasenkalk kann die Säure neutralisiert werden.
  • Schwerer, verdichteter Boden – Wasser kann nicht abfließen und die Rasenwurzeln können nicht atmen.
  • Ungeeignete Saatgutmischungen – einige Mischungen sind einfach nicht geeignet. Unkraut – und Moosbefall sind vorprogrammiert. Am Saatgut sollte nicht gespart werden. Langfristig wird es teurer.
Viele Gartenfachleute sind der Meinung, dass unsere Rasenflächen zu sauer und zu salzig sind. Das liegt

wohl daran, dass zu viele mineralische Dünger zum Einsatz kommen. Dadurch lässt auch die Vitalität der dort ansässigen Bodenorganismen nach. Deshalb sollte mit organischen Düngern oder mit Kompost für Nährstoffe gesorgt werden! Kompost ist ein Bodenverbesserer, ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Humus  sorgt dafür, dass die Nährstoffe in der Humusschicht für die Pflanzen verfügbar sind.

häufiges Mähen gegen MoosWas ist also bei Moos im Rasen zu tun?
  • 1. Vertikutieren
  • 2. Kalken
  • 3. Organisch düngen
Eisendünger gegen Moos?

Wenn man im Baumarkt nach einem Mittel gegen Moos fragt, wird in den meisten Fällen zu einer Eisendüngung geraten. Eisen-II-Sulfat  bewirkt langfristig aber eher das Gegenteil, hilft nur kurzfristig. Eisen macht den Boden sauer und senkt den pH-Wert. Das ist gut für Moos und schlecht für Gras. Eisendünger ist auch nicht ungefährlich. Die toten Moospflanzenteile dürfen nicht auf den Kompost und auch  nicht in die Bio-Tonne. Eisen-II-Sulfat kann ätzende Schwefelsäure freisetzen.

Hinweise zum Entfernen von Moos

Hier hilft entweder ein Ausreißen und Entfernen von Moosen durch herkömmliche Art und per Hand, das allerdings sehr zeitaufwändig ist, oder Sie entscheiden sich für einen Moosvernichter. Dieser ist entweder als Solo-Ausgabe im Gartenfachmarkt oder Baumarkt erhältlich, es gibt ihn aber auch in Kombination mit einem Rasendünger. So können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn mit dem Wundermittel wird Ihr Rasen im Garten oder hinter dem Haus zum Wachsen angeregt, während lästiges Moos innerhalb kürzester Zeit verschwindet.

Somit sparen Sie Zeit und Geld, da nur einmal im Garten gearbeitet werden muss, jedoch zwei Erledigungen auf einmal vonstatten gehen. Am besten Sie planen diese Tätigkeiten für den Frühling oder Herbst ein, hier wirkt der Rasendünger mit integriertem Moosvernichter am besten.

Übrigens kann das Mittelchen sowohl zur Prävention verwendet werden als auch zur Vernichtung, wenn der Rasen bereits von Moos befallen ist. Denn auch dann ist es nicht zu spät. Positiver Nebeneffekt des Rasendüngers mit Moosvernichter ist, dass Ihr Rasen wieder kräftiger, dichter und letztendlich auch grüner und saftiger wird, während das Moos ihm zuvor die Energie entzogen hat.

Allerdings sollten Sie beim Einsatz des hier beschriebenen Mittels darauf achten, dass es in einer möglichst umweltschonenden Variante im Garten verwendet wird. Neben dem lästigen Moos gibt es schließlich auch viele nützliche Pflanzen und selbstverständlich soll auch die Tierwelt draußen nicht unter Giften, die verteilt oder versprüht werden, zu leiden haben.

Hierzu informieren Sie sich am besten vorab beim Spezialisten. Dieser wird Ihnen dann ein biologisches und möglichst umweltfreundliches Mittel empfehlen, das dennoch Rasendünger und Moosvernichter in einem ist und damit Ihre Probleme löst.

Preislich gesehen sind derartige Hilfsmittel in der Relation sehr billig. Pro Liter sind mit 3 bis 5 Euro je nach Marke und Produkt zu rechnen. Auch hier gilt es, sich beraten zu lassen und Preise zu vergleichen.