Rasenlangzeitdünger - langanhaltende Wirkung

Langzeitdünger für den RasenRasenlangzeitdünger (RLD) wurden direkt für Rasenflächen entwickelt. Sie sind ideal für strapazierte Rasen, wie auf Fußballplätzen, in Parkanlagen, Sportrasen allgemein, Parkplatzrasen und ähnliche.

Rasenpflanzen benötigen Nährstoffgaben um resistent gegen Pflanzenkrankheiten zu werden, ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber Fremdgräsern und Unkräutern zu erhöhen, um den Rasen gegen Trockenheit, Kälte und Krankheiten zu stärken, das Wachstum, besonders das Dichtewachstum zu stärken, das Wurzelwachstum zu fördern und damit das Gras seinen satten Grünton behält.

Langzeitdünger bedeutet, dass er eine Wirksamkeit etwa 100 Tage lang

behält. Man muss also nicht so oft düngen. Der Vorteil des Düngers liegt in der gezielten, langsamen und kontinuierlichen Freisetzung der enthaltenen Nährstoffe, wie N-Stickstoff, P-Phosphor, K-Kalium, etc. Ein Stoßwachstum und eine schnelle Auswaschung der Nährstoffe werden verhindert.

Der Rasenlangzeitdünger ist in der Regel ein Granulat. Diese kann per Hand oder mit dem Streuwagen ausgebracht werden. Der Wagen ist besser geeignet, da Über- und Unterdosierungen vermieden werden. Am besten düngt man ein bis zwei Tage nach dem Mähen. Der Rasen sollte trocken sein. Wenn sich das Düngen auf feuchtem Rasen nicht vermeiden lässt, muss die Rasenfläche anschließend unbedingt beregnet werden, damit die Düngekörner von den Gräsern gespült werden.

Ideal zum Düngen mit Langzeitdünger ist der Sommeranfang. Das Gras wird dadurch stresstolerant und verträgt die Hitze besser. Die meisten dieser Dünger eignen sich für die Anwendung von März bis Dezember. Im Januar und Februar sollte man dem Rasen eine Pause gönnen.

Rasenlangzeitdünger ist nicht billig. Für 250 Quadratmeter muss man
ungefähr  40 Euro rechnen. Man bekommt ihn in Bau- und Gartenmärkten, in Gärtnereien und in vielen Shops im Internet. Auch in Discountern wird Rasendünger angeboten. Dort ist er wesentlich preiswerter.

Rasendünger - Großpackungen günstigerOrganische Langzeitdünger

+ Düngergabe reicht bis zu drei Monate
+ Langsame Abgabe der Wirkstoffe, je nach Bedarf und Wetter
+ Der Rasen wird kontinuierlich über eine längere Zeit mit allen erforderlichen Nährstoffen versorgt
+ Keine Überdüngung
+ Leichte Anwendung
+ Die organischen Inhaltsstoffe verbessern das Bodenklima, die Struktur und somit den Wasser-, Luft- und Wärmehaushalt.
+ Beugt Verdichtung, Staunässe und Bodenübersäuerung vor.
+ Umweltverträglich
+ Keine Schadwirkung für Boden, Trinkwasser und Gartengetier
- Die Wirkung setzt erst nach einiger Zeit ein. Die Bodenorganismen müssen die Nährstoffe erst umwandeln, bevor sie aufgenommen werden können.
- Es kann zu Nährstoffmangel kommen (langsame Aufnahme). Dadurch kann sich Moos bilden.

Mineralischer Langzeitdünger

+ Höhere Wirkgeschwindigkeit bzw. Wirkstofffreisetzung
+ Sehr schnell wirksam und deshalb bei Nährstoffmangel gut einsetzbar.
+ Lange haltbar
+ Leicht auszubringen
- Pflanzenschäden durch Überdüngung
- Hoher Energiebverbrauch bei der Herstellung
- Bei Überdüngung wird der Boden geschädigt (Salze)
- Evtl. Schädigung des Grundwassers
- Boden wird ausgelaugt
- Natürliche Bodenorganismen gehen zu Grunde
- Kurzer Aha-Effekt. Längerfristig eher magere Ergebnisse.
- Besonders bei der Rasendüngung ist reiner mineralischer Langzeitdünger eher nicht zu empfehlen. Besser ist ein Mischdünger, organisch und mineralisch.

Rasendünger selbst ausbringenDepotdünger

+ Vorteile ähnlich wie bei Langzeitdünger.
+ Nährstoffabgabe bis zu sechs Monate.
+ Abgabe

kann gezielt gesteuert werden.
+ Leicht und gleichmäßig auszubringen, auch auf großen Flächen.
+ Sommerdüngung kann entfallen. Meist reicht eine Düngung im Jahr, evtl. eine Herbstdüngung dazu.
+ Der Rasen wächst gleichmäßig, da die Nährstoffe gleichmäßig abgegeben werden.
+Zeitersparnis, da nur eine Düngung.
- Hoher Preis, aber aufs Jahr gerechnet geht es.
- Mineralischer Dünger

Fazit

Langzeitdünger ist bequem. Man muss nicht so oft düngen. Alle Dünger, ob mineralischer, organischer oder eine Mischung aus beiden haben ihre Vor- und Nachteile. Auch Depotdünger ist nicht ohne Fehler. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, sollte organisch düngen. Ansonsten kann man noch ausprobieren, welche Düngerart für den eigenen Garten die beste ist. Man teilt den Rasen in Abschnitte und düngt die Teile unterschiedlich. Die Resultate sollten Aufschluss über den idealen Dünger geben. Wichtig ist, die Ergebnisse längerfristig zu beobachten.