Schädlinge im Rasen - Feldmaus, Wühlmaus, Maulwurf

Mäuse im RasenAuch Schädlinge fühlen sich auf unserem Rasen wohl und schwächen ihn massiv: Larven der Wiesenschnake, Drahtwürmer und Engerlinge schädigen schwer durch Wurzelfraß. Die Gräser welken und sterben ab auf immer größer werdenden Flächen. Vorbeugend kann im Herbst ein spezielles Streumittel angewendet werden.

Wühlmäuse untergraben ganze Gärten, und damit natürlich auch den Rasen, aufgeworfene Gänge weisen eindeutig auf die kleinen Tierchen hin. Durch ihre grabende Tätigkeit unterbrechen sie den Kontakt zwischen Erdboden und Gräsern, Abhilfe schaffen Köderfallen.

Auch

gegen Feldmäuse, die durch ober- und unterirdischen Fraß schädigen, helfen Köderfallen. Auch sollte das Gras möglichst kurz geschnitten werden, da sich Feldmäuse ohne Deckung nicht mehr wohlfühlen.

Zu Unrecht als Schädling abgestempelt wird der Maulwurf. Da seine Nahrung unter anderem aus Engerlingen und Drahtwürmern besteht, ist er sogar sehr nützlich. Maulwurfshügel sollten abgetragen und eingeebnet werden, falls sie sich als zu störend erweisen. Die Tiere stehen unter Schutz, es ist uns also verboten, Gift gegen sie einzusetzen. Will man den Maulwurf trotz all seiner guten Eigenschaften vertreiben, helfen ein ständig kurz geschnittener Rasen und bestimmte Geruchsstoffe, die die Tiere nicht mögen.

Ein zusammenfassender Überblick über die verschiedenen Methoden und Mittel gegen Schädlinge im Rasen:

Starker Rasen wehrt sich

Zunächst sollte wohl einmal recht deutlich betont werden, dass alle
Unholde, die Ihrem Rasen an den Kragen wollen, natürliche Bestandteile unserer Umwelt sind, die in einer wie auch immer gearteten Weise ihre Daseinsberechtigung haben. Nur ein Übermaß ist schädlich, und das kann sich zum einen durch ungünstige Bedingungen ergeben, die z. B. mit dem Wetter zu tun haben.

Zum anderen liegt es jedoch immer auch an dem Zustand, in dem Ihr Rasen sich befindet, denn nur ein gesunder und kräftiger Rasen setzt Schädlingen ein hohes Maß an Abwehr entgegen. Die erste Maßnahme gegen jede Art von Schädling ist deshalb die Förderung der Widerstandskraft Ihrer Rasenpflanzen und der Regenerationsfähigkeit der Gräser, indem Sie auf ausgeglichene Nährstoffbilanz und aktives Bodenleben hinwirken.

Maus auf SteinDie schwierige Bekämpfung von Wurzelfraß

Wenn Ihr Rasen Fraßschäden im Wurzelbereich zeigt, die Sie bekämpfen möchten, ohne die Ursachen des Befalls zu erkunden, müssen Sie zuerst den Schädling identifizieren.

  • Denn für jeden Schädling gibt es eine bestimmte Schadschwelle, bei dem ein Eingreifen empfohlen wird, und für jeden Schädling gibt es eine eigene, spezielle Art der Bekämpfung.
  • Für die Bekämpfung werden Mikroorganismen, spezielle Arten von Nematoden und Pilze eingesetzt, wirksame zugelassene Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung existieren nicht.
  • Viele der Fraßschädlinge können kaum direkt bekämpft werden, dann bleiben nur Pflanzenstärkungsmittel zur Förderung des aktiven Bodenlebens und der intensiven Wurzelentwicklung und Bekämpfung vorhandener Bodenverdichtungen.
  • Wirksame Mittel gegen die Fraßschädlinge existieren in Form verschiedener insektenpathogener Pilze, die aber entweder in Deutschland nicht zugelassen sind oder zwar zugelassen sind, aber vom Hersteller nicht vertrieben werden.

Gegen tierische Schädlinge dürfen nur die natürlichen Feinde oder gut informierte Menschen vorgehen
Wenn Sie es mit Tieren zu tun haben, die sich durch Ihren Rasen wühlen, ist eines leider ziemlich sicher: Falls Sie nicht mit den kleinen Gästen leben können, werden Sie viel Arbeit haben.

Am bequemsten ist und

bleibt die Verstärkung der natürlichen Abwehr, ein Rasen in einem natürlichen und gesunden Umfeld wehrt sich nicht nur selbst, sondern wird auch von den Feinden der Wühler geschützt, die dann ebenfalls in der Gegend leben. Jede tätige Gegenwehr ist dagegen entweder von vornherein verboten (Maulwürfe) oder erfordert viel Information, wenn Sie im legalen Bereich bleiben möchten.