Schwarzbeinigkeit in Rasen und Getreide

junger gesunder RasenDie Schwarzbeinigkeit stellt eine der häufigsten Krankheiten nicht nur beim Rasen, sondern bei nahezu alle Getreidesorten dar.

Sie tritt vom Spätsommer über den Herbst bis hin zum Winter, teils auch das ganze Jahr über auf. Besonders häufig sind feinblättrige Gräser von der Schwarzbeinigkeit betroffen, wie z. B. die Strauß- oder Rispengräser.

Die Schwarzbeinigkeit wird vor allem durch zu hohe Kalkgaben an den Rasen begünstigt, so dass man darauf unbedingt verzichten sollte. Auch die einseitige Nährstoffversorgung des Rasens kann eine

Ursache für die Schwarzbeinigkeit darstellen, ebenso wie eine zu geringe Durchlässigkeit für Luft und Wasser.

Gekennzeichnet wird diese Rasenkrankheit vor allen Dingen durch kleinere, in den Rasen eingesunkene Flecken. Diese sind meist von ausgeblichener Farbe, teils auch in einem Bronzeton gehalten.

Anfänglich haben die Flecken etwa einen Durchmesser von etwa fünf bis zehn Zentimetern, später breiten sie sich jedoch immer weiter aus und können ineinander übergehen. Nicht selten entstehen dann befallene Flächen mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter.

Innerhalb dieses Kreises sterben die Gräser ab und die Bildung von Unkraut wird begünstigt. So entsteht ein unschöner Anblick, der kaum zu
bekämpfen ist.

Derzeit findet man auf dem Markt kein Bekämpfungsmittel gegen diesen Pilz, welches zugelassen ist. Die einzige Möglichkeit, die Schwarzbeinigkeit aufzuhalten, liegt darin, die Versorgung des Rasens mit Kalk stark einzudämmen. Auch auf die einseitige Nährstoffzufuhr sollte unbedingt verzichtet werden. Weiterhin ist dafür zu sorgen, dass der Rasen durchlässiger wird. Hier kann das Vertikutieren eine große Hilfe darstellen.

Kalk und Dünger ausbringenFazit

Schwarzbeinigkeit im Rasen kommt zum Glück nicht besonders häufig vor. Es gibt aber zahlreiche Bedingungen, welche die Erkrankung fördern. Nicht gegen alle kann man vorbeugend etwas tun. Gegen feuchtwarme Witterung ist man eben machtlos. Mit Drainage, Beseitigung der Filzschicht und der Vermeidung von stickstoffbetonten Düngern im späten Herbst kann man aber einiges tun. In jedem Fall muss die Bodendurchlässigkeit verbessert werden. Ist der pH-Wert günstig, sollte man auf eine Kalkung und auf kalkhaltige Düngemittel verzichten! Schon kalkhaltiges Gießwasser ist ungünstig, wenn der Pilz im Boden ist.

Die Pilzsporen bleiben mitunter viele Jahre im Boden erhalten. So kann die Krankheit immer wieder kommen. Man muss ihr also die Grundlage entziehen. Das Wachstum kann man zusätzlich mit Floranid anregen. Sandböden begünstigen den Befall. Empfehlenswert ist, die Rasensorte zu wechseln. Agrostis-dominierte Rasenmischungen sollten vermieden werden!

Eine Drainage des Rasens ist empfehlenswert, wenn der Boden schwer oder verdichtet ist. Wasser muss gut ablaufen können. Allerdings ist das nicht immer ausschlaggebend (siehe Sandböden).
Ist der Pilz einmal im Boden vorhanden, ist es schwer, ihn wieder loszubekommen. Manchmal hilft nur, die Erde großflächig abzutragen und neu auszusäen.

Außerhalb der Hausgärten gibt es Mittel, die erlaubt sind. Siehe www.raiffeisen.com/pflanzen/psm-manager/splitParams/ablauf/-/neu/100/t/0/006488-00/006488-00_00-002.