Unkraut im Rasen - Rasenunkräuter

Unrkaut im RasenWildkräuter, die sich auf unserem Rasen unerwünschter weise angesiedelt haben, nennt man Rasenunkräuter. Dazu gehören auch die Samenunkräuter, die gefürchteten Wurzelunkräuter wie zum Beispiel Giersch, Quecke, Ackerkratzdistel, Huflattich, Schachtelhalm, Ackergänsedistel, Große Brennessel und Ackerwinde, hingegen spielen kaum eine Rolle.

Übersicht über Unkraut im Rasen

Durch gewissenhafte Pflege des Rasens, was vor allem regelmäßiges Mähen und Wässern bedeutet, werden die Wildkräuter verdrängt, sie sind leicht und vor allem schonend für den Rasen mit einem handelsüblichen Unkrautstecher zu entfernen.

Zu den

sicherlich bekanntesten Wildkräutern auf der Rasenfläche zählt das Gänseblümchen, auch Tausendschön, Maßblume, Mattenblume, Wiesenliebchen, Monatsblume, Marienblume, Sonnentürchen, Bleichblume oder Zeitlose genannt. Es ist gut zu erkennen an den kleinen weißen Blüten und ebenso bekannt wie der Löwenzahn. Er heißt im Volksmund auch Butterblume, Hundeblume, Kettenblume, Kuckucksblom, Kuhblume, Lampe, Lichtblom, Maiblume, Milchstöck, Paffenplatte, Paffenröhrlein, Pusteblume, Ringelblume, Sonnenwirbel, Wegelattich oder Wiesen-Löwenzahn genannt.

Hirtentäschel blüht in der gleichen Farbe wie das Gänseblümchen, seine weißen endständigen Dolden weißen auf Nährstoffmangel im Rasen hin. Weitere Namen sind Vogelkraut, Taschenkraut, Hungerkraut, Bauernsenf, Himmelmutterbrot, Schinkenkraut, Schinkensteel oder auch Beutelschneiderkraut.

Breitwegerich und Hahnenfuß

Häufig ist außerdem der Breitwegerich auf unseren Rasenflächen zu finden: Man erkennt ihn leicht an seinen flachliegenden großen Blattrosetten, die einen langfaserigen Wurzelstock haben; die unscheinbaren Blüten sind von einer grün-gelblicher Farbe. Durch die auffällige Blattform sind im Volksmund weitere Namen für den Breitwegerich entstanden wie zum Beispiel Fünfaderblatt, Lügenblatt, Mausöhrle oder Ribbenblatt.

Rasen sprengenBesonders bei Staunässe blüht der kriechende Hahnenfuß auf, man erkennt ihn leicht an seinen kugelförmigen gelb-fettigen Blättern, die ihm seine anderen Namen geben: Butterblume, Dukatenblume, Gelbes Samtröschen,

Goldknöpfchen, Krähenfuß und Schmalzblume.
 
Klee und Samenunkräuter

Auch Weißklee macht dem Rasenbesitzer zu schaffen: Je akribischer man den Klee aus dem Rasen herausschneidet, desto schneller wächst er. Weißklee tritt vor allem auf lehmigem Untergrund auf und ist ein Zeichen für fehlenden Stickstoff und zu saurem Boden.

Ebenso ärgerlich sind Samenunkräuter: Zu den gängigsten Arten gehört das Franzosenkraut, auch Saugras, Knöpfchenkraut, Hexenkraut, Teufelsgras oder Knopfkraut genannt, eine einjährige Pflanze von besonders schnellem Wuchs mit gelben röhrenartigen Blüten. Ein übel riechendes Samenunkraut ist die Rote Taubnessel. Durch ihre ganzjährige Keimzeit, vor allem in milden Wintern, zählt sie zu den widerstandsfähigeren Pflanzen; mit ihren purpurfarbenen Blüten wird sie bis zu 30 Zentimeter hoch.
 
Knöterich, Wilder Senf und weitere

Bekannt ist weiterhin der Apfelblättrige Knöterich, auch Ampfer Knöterich oder Krötenkraut genannt. Seine grünweißen bis hellrosa Blüten erscheinen von Juli bis Herbst, die Pflanze selbst kann eine Wuchshöhe von einem Meter erreichen. Der Wilde Rettich oder Hederich ist mit seinen gelben, violetten und weißen kahlblütigen Trauben leicht zu erkennen. Er wird bis 60 Zentimeter hoch und blüht von Mai bis Herbst.

RasenpflegeAckersenf bzw. Wilder Senf ist ein einjähriges Samenunkraut mit kurzer Pfahlwurzel, zahllose dunkelgelbe Trauben zieren ihn von Mai bis Herbst.

Die Vogelmiere oder Sternmiere ist ein eher flachwachsendes Kraut mit kleinen sternförmigen ganzjährigen Blüten. Auch ihre Keimung ist ganzjährig, bei milden Wintern wird dieses Unkraut älter als ein Jahr.

Auch die Kleine

Brennessel ist weitläufig bekannt: Unbeliebt ist das einjährige Samenunkraut mit starker Pfahlwurzel auf Grund seiner schmerzhaft brennenden Nesseln.

Zwei weitere Samenunkräuter siedeln sich mit Vorliebe auf unserem Rasen an: Zum einen das Rispengras, das vor allem auf lockeren Böden wächst, zum anderen die Melde, eine einjährige Pflanze mit kräftiger Pfahlwurzel und unscheinbaren grünen Blüten.

Die häufigsten Rasenwildkräuter

  • Ackerfrauenmantel (Aphanes arvensis): Kriechend, kleine, tief geteilte Blätter, winzige unscheinbare grüne Blüten von Frühling bis Herbst.
  • Einjähriges Rispengras (Poa annua): Niedriges, breitblättriges, einjähriges Gras, das auf kurz gehaltenen Rasen als Büschel sichtbar wird.
  • Fadenehrenpreis (Veronica filiformis): Fadenförmige, kriechende und häufig wurzelnde Stängel, die kleine rundliche Blätter mit gebuchteten Rand, winzige malvenblaue Blüten ab Mitte Frühjahr bis Sommer. 
  • Gänseblümchen (Bellis perennis): Rosettenbildende Pflanze von ausbreitenden Wuchs, spatelförmige Blätter, weiße Blüten vom zeitigen Frühjahr bis Herbst.
  • Gemeiner Hornklee (Lotus corniculatus): Steingartenpflanze, oft dicke Büschel bildend, Blatt bestehend aus drei ovalen, zugespitzten Blättchen mit zwei blattähnlichen Auswüchsen an der Stängelbasis, von Spätfrühling bis Frühsommer Dolden gelber, außen rötlicher Blüten.
  • Gemeiner Löwenzahn (Taraxacum officinale): Blätter flach- rosettig ausgebreitet, stark gelappt und gezähnt, Stängel und Blätter enthalten einen milchigen Saft, leuchtend- gelbe Blütenköpfe mit zahlreichen Zungenblüten.
  • Kleiner Ampfer (Rumex acetosella): Schlanke, drahtige Pflanze mit bisweilen kriechenden Stängeln, schmale, pfeilförmige, tiefgrüne und im Alter rötliche Blätter, Ähren grünlicher bis roter Blüten von Frühling bis Spätsommer.
  • Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens): Oberirdisch wurzelnde Ausläufer, tief gezähnte und fein behaarte dreizählige, sattgrüne Blätter, goldgelbe Becherblüten vom ausgehenden Frühjahr bis Spätsommer. alt