Kunstrasen für den Fussball

künstlicher RasenDer Kunstrasen bewährt sich immer mehr im Sport. Die UEFA und FIFA-Verbände haben genaue Vorschriften, wie der Kunstrasen strukturiert sein muss. Der Kunstrasen ist einfach pflegeleichter und ist sehr strapazierfähig. Der Kunstrasen hat sich auch international etabliert.

Was sehr wichtig ist, dass man bei Fußballspielen nicht nach der Jahreszeit gehen muss. Das Kunstrasenfeld kann ganzjährig bespielt werden. Nach vielen Regengüssen ist Naturrasen sehr matschig und rutschig. Was sich negativ auf das Fußballspiel auswirkt. Dieses Problem gibt es bei Kunstrasen nicht.

Bei Naturrasen muss regelmäßig der

Rasen gemäht, gedüngt, vertikutiert werden. Das braucht sehr viel Zeitaufwand. Kunstrasen muss nur alle 2 Wochen aufgebürstet werden. Einmal jährlich sollte eine Grundreinigung erfolgen. Damit ist die Pflege eines Kunstrasens auf einem Sportfeld schon erledigt.

Kunstrasen hemmt auch die Verletzungsgefahr. Durch den weichen immer gleichmäßigen Boden werden die Gelenke/Sehnen nicht so stark strapaziert. Auch ist Kunstrasen durch die Gummifüllung bandscheibenfreundlich. Durch das Abfedern, wird nicht so ein großer Druck auf die Bandscheibe ausgeübt. Somit werden negative Folgen eines Fußballspiels auf dem Kunstrasen gering gehalten.

Da viele Stadien heute schon voll überdacht sind, müsste man künstliche Sonne sowie regelmäßiges Wässern des Naturrasens übernehmen. Unser bekanntestes und modernstes Stadion ist die Schalke Arena. Dort kann man sogar den Kunstrasen auf Wunsch entfernen. Falls andere Veranstaltungen in der Arena sind, wo der Rasen nur stören würde oder evtl. Schaden erleiden könnte.

Empfiehlt sich Kunstrasen für einen kleineren Fußballplatz?

Kommt darauf an - zunächst einmal auf die Nutzung des Fußballplatzes. Zum Beispiel darauf, ob auf diesem Fußballplatz Wettkämpfe stattfinden sollen, bzw. ein Fußballtraining, das die Spieler auf spätere Wettkampfspiele vorbereiten soll. Denn ein Kunstrasenplatz ist nicht unbedingt für den Wettkampfbetrieb zugelassen: Bis in die Regionalliga ist eine Vereinbarung zwischen DFB (Deutscher Fussball-Bund) und DFL
(Deutsche Fußball Liga) zu berücksichtigen, dass die Spiele nur auf Naturrasen stattfinden dürfen. Da sich die Spieler, die vom örtlichen Fußballverein aus ihre Karriere starten, regelmäßig genau durch diese Ligen hocharbeiten, ist es sicher nicht falsch, wenn sie auch genau auf einem solchen Belag spielen lernen.

Für den Amateur-Fußball von Regionalliga bis Landesliga sind nur bestimmte Typen von Belägen zugelassen, die einer DIN-Norm (DIN V 18035-7) entsprechen müssen, und für Spiele auf internationaler Ebene muss der Kunstrasen durch die FIFA zertifiziert sein. Das sind dann Erfordernisse, die die Anschaffung des Kunstrasens sicher nicht preiswerter machen. Wenn schon ein ganz normaler Kunstrasen von guter Qualität um 40,- Euro pro Quadratmeter kostet, können Sie sich vorstellen, welche Summen in den Belag eines Fußballfeldes mit einem technisch besonders ausgerüsteten, einer Norm entsprechenden oder zertifizierten Kunstrasen investiert werden müssen. So gibt es große Stadien, in denen die Ära des Kunstrasens bereits wieder vorbei ist: In der Red Bull Arena in Salzburg war das Spielfeld 2003 mit Kunstrasen ausgelegt worden, der im Jahr 2010 wieder durch einen Naturrasen ersetzt wurde.

Renovierung von Tennenplätzen: Kunstrasen ist dekorativer und weicher

Wenn es sich beim infrage stehenden Fußballplatz jedoch um einen alten Tennenplatz (auch als Hartplatz, Schlackeplatz oder Ascheplatz bekannt) handelt, ist der Einsatz von Kunstrasen sicher keine falsche Idee. Diese Sportplätze mit der steinigen Oberfläche machen auf Dauer nicht sehr viel Freude, insbesondere

die erhöhte Verletzungsgefahr, das nicht kalkulierbare
Ballverhalten und häufig auch die Aufdeckung von Schadstoffbelastungen sind verantwortlich dafür, dass diese Beläge immer mehr verschwinden, ein Kunstrasen ist ein guter Ersatz. Falls die Komplettverlegung von Kunstrasen zu teuer wäre, ist die reizvolle Alternative, einen Teil des Tennenplatzes mit Erde aufzuschütten und so ein Stück Natur zurückzugewinnen und eine begrenzte Fläche mit Kunstrasen auszustatten (eventuell sogar mit der Möglichkeit einer alternativen Nutzung).

Wenn es jedoch um einen Fußballplatz geht, der aus schönem alten gewachsenen Naturrasen besteht, sollte der Ersatz durch Kunstrasen sicher gut überlegt werden. Wenn jetzt jeder kleine Fußballplatz anstatt mit natürlichem Grün mit Kunstrasen belegt wird, ist damit sicher der Kunstrasen-Industrie geholfen (dem Platzwart aber eher nicht, der wird dann arbeitslos), ob aber wirklich jeder junge Fußballspieler daran gewöhnt werden muss, mit einem natürlichen Untergrund nicht mehr klarzukommen und ob noch mehr Natur aus unserer Umwelt verschwinden muss, bleibt sicher fraglich ...