Parkplatzrasen und Schotterrasen anlegen

Rasen für GittersteineParkplatzrasen muss ziemlich hart im Nehmen sein, immerhin fahren Autos über ihn und die können ziemlich schwer sein.

Gebräuchlich sind Grassamenmischungen, Schotterrasen, zur Einsaat in Gittersteine, auf Parkplätzen und Randstreifen. Meist sind es ausgesuchte Gräsermischungen, die besonders widerstandsfähig sind und große Beanspruchungen aushalten.

Auf Parkplätzen wird der Rasen meist zwischen Rasenklinkern oder Rasengittern ausgesät. Er wächst im allgemeinen recht gut. Ziel ist es, die natürliche Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Parkplatzrasen bietet eine ökologisch sinnvolle Alternative zu anderen Verbauungen. Wichtig ist, dass

der Boden, die Erde nicht zu Verdichtung und Verschlämmung neigt. Mit der Begrünung von Parkplätzen spart man sich auch die Kosten für Niederschlagswasser, die bei versiegelten Flächen fällig werden.

Parkplatzrasen gibt es auch mit Kräutern. Durch den Anteil an Blumen und Kräutern ergibt sich ein schöner Wildblumenaspekt.

Parkplatzrasen gibt es in verschiedenen Belastbarkeitsklassen. Von gering bis stark belastet kann man wählen. Die Pflegeansprüche sind in der Regel gering bis mittel.

Rasengitter sind sehr praktisch. Man sieht sie kaum, da sie vom Gras verdeckt sind. Wenn man mir dem Auto darüber fährt, sind keine Reifenspuren zu sehen. Gleichzeitig wird der Boden vor Erosion geschützt.

Auch Parkplatzrasen muss gepflegt werden. Ein Rasenschnitt ist regelmäßig nötig und auch eine Düngung schadet nicht. Wenn man sich nicht um den Rasen kümmert, sieht der Parkplatz bald aus wie Kraut und Rüben und die Nachbarn werden sich beschweren.

Schotterrasen - für gelegentlichen Fahrzeugverkehr

Der Schotterrasen ergibt eine geschlossene begrünte Fläche, die es jedoch aushält, gelegentlich mit Fahrzeugen befahren zu werden. Dafür muss der Boden unter einem Schotterrasen auf besondere Art aufbebaut werden: Wie der Name schon sagt, wird nämlich ein Untergrund aus Schotter eingebracht, nur dieser ist den anstehenden Belastungen gewachsen.
Der Schotteruntergrund unter dem Rasen ist dennoch so gewählt, dass er gut wasserdurchlässig ist, damit die meist in unmittelbarer Nähe des Hauses liegende Fläche keine Feuchtigkeitsstaus entwickelt.

right;" alt="Aussaat von Rasen" src="/../../images/rasen/rasen-aussat-300-fl.jpg" height="200" width="300" />Der Untergrund für den Schotterrasen wird in folgenden Einzelschritten anlegt:
  • Tragfähigkeit des Unterbodens feststellen
  • 10 bis 20 Zentimeter des Bodens ausheben
  • Freigelegten Untergrund durch Stampfen befestigen und begradigen
  • Ständig befeuchtete Untergründe mit Vliesschicht auslegen
  • Schotter (Körnung um 40 mm) mit etwa bis zu einem Drittel Humus mischen
  • Schotter-Erde-Mischung aufbringen und setzen lassen
  • Rasensamen aussäen
Rasengittersteine - halten auch Dauerverkehr aus

Wenn der Rasen regelmäßig mit Fahrzeugen befahren werden soll, hält der nach obiger Anleitung entstehende Schotterrasen das eher nicht aus, dann sollten Sie die Fläche besser mit einem Rasenpflaster bedecken. Dazu wird die Fläche zunächst mit besonderen, bepflanzbaren Steinen gepflastert, in die anschließend Rasen eingesät wird.

Die Samenmischung für einen Parkplatzrasen

Als Rasensaat für die Anlage eines Schotterrasens oder die Aussaat in begrünbare Parkplatzrasensteine werden wie schon erwähnt besondere Rasensamenmischungen angeboten. Darunter auch geprüfte Regel-Saatgut-Mischungen, bei denen die beteiligten Gräser nach neuesten Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der Umweltentwicklungen zusammengestellt werden. Die Samenmischung für den sogenannten Parkplatzrasen trägt die Nummer 5.1, aus der Packung müssten Sie also einen Aufdruck “Typ RSM 5.1” oder ähnlich finden. Sie besteht aus folgenden Gräsern:
  • 40% Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • 20 % Schwingel, in Anteilen von Ausläufer-Rotschwingel (Festuca rubra subs.

    rubra) und Haarblättrigem Rot-Schwingel (Festuca trichophylla)
  • 38% Wiesenrispe (Poa pratensis)
  • 2% Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)
Diese Gräser sind zunächst alle ausreichend trockenheitsresistent, eine wichtige Voraussetzung für die Aussaat auf einem bewusst sehr wasserdurchlässig gehaltenen Untergrund. Der Anteil an Schafgarbe sorgt für Bodenbefestigung, außerdem sind diese Gräser sämtlich sehr robust und sehr pflegeleicht. Auch die eigentlich schnellwüchsigen Weidelgräser kommen mit dem mageren Untergrund klar, wachsen aber langsamer, sodass Sie mit wenigen Mähtouren im Jahr auskommen können. Je häufiger Sie mähen, desto gleichmäßiger wird jedoch das Bild Ihres Rasens.

Sie können innerhalb dieser Samenzusammenstellung natürlich noch variieren, z. B. einige Blumen oder Kräuter untermischen, vor allem die Kräuter kommen mit dem mageren Nährstoffangebot auf dem Parkplatz meist sehr gut klar. Wenn die Fläche nur einer sehr geringen Belastbarkeitsintensität ausgesetzt ist, können Sie auch sehr gut einen Anteil feinerer, aber empfindlicherer Gräser untermischen.

Wenn Sie eine durchgehende Grünfläche wünschen, die dennoch häufiges Befahren schadlos aushält, gibt es neben dem einschichtigen Aufbau eines Untergrunds für den Schotterrasen auch noch eine mehrschichtige Variante. Bei der werden unterschiedliche Körnungen von Schotter in separaten Lagen aufgetragen und verdichtet, dieser Untergrund hält dann wirklich starke Belastungen aus. Der Aufbau einer Mehrschichtvariante muss an die Bodenbeschaffenheit angepasst werden, hier sollte Ihnen also ein Fachmann beratend zur Seite stehen.