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Zierrasen

Ein Zierrasen ist im wahrsten Sinne des Wortes eine echte Augenweide. Eine nahezu teppichähnliche Grünfläche mit feinblättrigen Grashalmen bestehend aus wunderbar sattem Grün, ein kurzer, gepflegter Schnitt, selbstverständlich keine kahlen Stellen oder Unebenheiten und noch dazu gänzlich ohne Unkräuter, ...



Gänseblümchen, Klee & Co - das sind im Groben und Ganzen die grundlegenden Eigenschaften, die einen Zierrasen ausmachen.

In diesem Zusammenhang stellt sich für den eher unerfahrenen Hobbygärtner häufig natürlich die Frage, wie so ein Erfolg überhaupt - wenn auch nur ansatzweise - hinzubekommen ist. Woraufhin der - übrigens zu Recht - stolze Ziergartenbesitzer sicherlich ausführlich zu berichten weiß, wie zeitintensiv die Behandlung eines Zierrasens ist und welche Mittelchen und Tricks diesbezüglich Wunder wirken können, damit im Endeffekt ein solch perfekt anmutender Rasen in voller Pracht den Garten schmückt.

Das regelmäßige Rasenmähen in relativ geringen Zeitabständen, intensives Düngen, eine kontinuierliche Unkrautbekämpfung und zusätzlich eine exakt dosierte Bewässerung sind da nur einige der Faktoren, welche mit viel Liebe und Leidenschaft für den Zierrasen durchgeführt werden müssen.

Da sich ein  derartiger Aufwand jedoch für viele (Hobby-) Gärtner zum einen ganz und gar nicht lohnt ...



und möglicherweise das makellose Aussehen des so genannten Repräsentationsgrüns wohl über kurz oder lang nicht kontinuierlich beizubehalten ist, wird einem normalen Rasen somit kurzerhand der Vorzug gegeben.

Zu bedenken ist natürlich auch, dass die Anschaffung, die Pflege und die Aufrechterhaltung des Zierrasens zum Teil mit überaus hohen Kosten verbunden ist, woraus folgt, dass Zierrasen in den normalen Hausgärten in der Regel nur verhältnismäßig selten zu sehen sind. Hinzu kommt in den meisten Fällen auch ein großer Bedarf an Düngemitteln und Chemikalien zur Insektenvertreibung, was natürlich aus umweltschutztechnischen Gesichtspunkten oftmals sehr ungünstig ist.

Zierrasen sind aus den genannten Gründen beispielsweise überwiegend in Parkanlagen, Schlossgärten, auf Golfplätzen oder ähnlichen Bereichen zu finden, da hier eher eine professionelle Rasenpflege gewährleistet werden kann.  

Zugegeben: es ist doch eigentlich immer wieder hübsch anzusehen, wie Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und das übrige nützliche Getier summend den heimischen Garten bevölkern. Und wer lauscht nicht gern dem hellen Zwitschern der Drossel, dem Gesang der Amseln, der kleinen Spatzen oder der niedlichen Rotkehlchen? Soll auf all das rege Treiben und die entsprechenden Naturgeräusche lediglich wegen eines perfekt getrimmten Rasens verzichtet werden?



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