Trittplatten selber machen und im Rasen verlegen

Mit Trittplatten vermeiden Sie unschöne Trittstellen im RasenWer seinen Rasen bei jeder Witterung betreten möchte, muss nicht gleich einen Gartenweg anlegen. Einzelne Trittplatten reichen aus, damit man trockenen Fußes und ohne einzusinken über die Grünfläche gehen kann. Falls Sie bei den fertigen Platten nichts Passendes finden, gießen Sie sich individuelle Trittsteine selber.

Material für Trittplatten

Geeignete Materialien für Trittplatten sind:
  • Fertigbeton
  • Feinbeton-Estrich
  • Holz
Wenn Sie massive Trittplatten selber herstellen wollen, bietet es sich an, den Beton aus Zement und

Sand selber zu mischen. Für diesen benötigen Sie vier Teile Sand und einen Teil Zement. Mischen Sie die beiden trockenen Zutaten in einem Mörtelkübel, bevor Sie nach und nach Wasser zufügen. Als Faustformel gilt, dass ein halber Liter Wasser je Kilogramm Zement benötigt wird. Die genaue Wassermenge hängt von der Witterung und der Feuchte des Sandes ab. Die fertige Mischung muss leicht glänzen und breiig sein.

Gussformen für die Trittsteine

Sie können Ihre Platten in Kunststoffgefäßen wie Eimern oder Mörtelkübeln gießen. Eine einfache Methode ist es ...
  • ... eine flache Grube ins Erdreich zu graben und diese mit Folie auszulegen. Die Tiefe der Gussform soll ungefähr 3 cm betragen.
  • Nutzen Sie den Vorteil dieser Methode und gestalten Sie die Umrisse der Formen unterschiedlich. Das bringt Abwechslung in Ihren Garten.
  • Für die Gestaltung der Trittplatten sind Blätter mit kräftig ausgebildeten Blattadern, bunter Kies oder zerbrochenes buntes Glas geeignet.
Die Steine gießen und gestalten

Damit sich die Steine später gut aus der Form lösen, bestreichen Sie diese mit Öl. Sie haben die Wahl zwischen zwei Gestaltungsmöglichkeiten. Legen Sie das Dekomaterial unten in die Form um den Stein später mit der Unterseite nach oben zu verlegen oder dekorieren Sie gleich nach dem Gießen die Oberseite des nassen Betons. Wenn Sie die Oberseite gestalten, können Sie schon bei der Herstellung sehen, wie der Stein später aussehen wird. Das andere Verfahren bietet sich für Abgüsse von Blättern an, das das entstehende Muster ohnehin ein Zufallselement enthält. Damit die Platten später glatt und fest sind, füllen Sie eine zwei Zentimeter dicke Schicht Beton blasenfrei ein. Stampfen Sie lose Formen nach dem Befüllen fest auf den Untergrund auf, damit eventuell vorhandene Luft entweicht. Beim Gießen in einer Grube müssen Sie schon beim Einfüllen darauf achten, dass keine Luft eingeschlossen wird. Nach dem Gießen benötigen die Gusssteine sieben Tage an einem schattigen Platz zum Aushärten.

Beim Verlegen von Trittplatten ist ein gutes Auge gefragtRichtige Anordnung der Trittplatten festlegen

Überlegen Sie, wo man vermutlich hintreten wird, wenn man über den Rasen geht. Legen Sie die Platten entsprechend dieser Vorstellung aus. Prüfen Sie nun kritisch, ob Sie und auch andere Familienangehörige bequem auf diesen Platten laufen können. Fragen Sie sich auch, ob es Stellen geben muss, an denen zwei Personen aneinander vorbei gehen oder wie es mit dem Rückweg aussieht. Je nach Anordnung sind die Trittplatten manchmal nur in einer Richtung bequem nutzbar,
korrigieren Sie die Lage der Platten, bis ein bequemer Weg entsteht. Gießen Sie lieber ein paar Platten mehr, als im Hinblick auf den Gehkomfort Kompromisse zu

schließen.

Trittplatten korrekt verlegen

Nun wissen Sie, wo die Platten verlegt werden müssen. Beachten Sie: Trittplatten, die über den Bodengrund hinausstehen, erschweren das Rasenmähen. Im hohen Gras können dieser Steine zu "Messerkillern" werden, denn keine Rasenmähermesser verträgt es, auf diese Steine zu prallen. Herausstehende Steine bergen auch eine Verletzungsgefahr für nackte Füße. Das richtige Verlegen ist daher von größter Bedeutung. Schälen Sie die Grasnarbe, in dem Bereich, wo Sie einen Trittstein verlegen, ab. Graben Sie ein Loch von 20 cm Tiefe in Form der Platte. Füllen Sie 15 cm Kies ein, über dem Sie drei Zentimeter Sand oder Splitt verteilen. Verdichten Sie den Unterbau und prüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob die Oberfläche waagerecht ist. Legen Sie auf diese Schicht die zugehörige Trittplatte. Durch die Verdichtung des Unterbaus sollte diese nun bündig mit der Erdoberfläche abschließen. Falls dies nicht der Fall ist, entnehmen Sie etwas von der obersten Schicht des Unterbaus. Kontrollieren Sie nochmals mit der Wasserwaage, ob die Platte waagerecht liegt. Das ist die einzige richtige Methode fertige Platten fest und sicher zu verlegen.

Alternative: Gießen und Verlegen in einem Arbeitsgang

Sofern Sie die Steine nicht in einer festen Gussform gießen, bietet es sich an, die Platten gleichzeitig zu verlegen und zu gießen. Da Sie bei diesem Verfahren keine Trittplatten haben mit denen Sie die Gestaltung des Weges austesten können, müssen Sie vorab eine entsprechende Gehprobe mit Attrappen aus Pappe oder Zeitungen durchführen. Sobald die Lage der Trittsteine feststeht, schälen Sie am vorgesehenen Platz die Grassode ab und heben Sie den Boden 20 cm tief aus. Füllen Sie fünfzehn Zentimeter Kies und drei Zentimeter Sand ein. Verdichten Sie den Unterbau, bevor Sie mit einer Maurerkelle den Beton einfüllen. Streichen Sie die Oberfläche glatt und dekorieren Sie diese entsprechend Ihren Wünschen. Damit der Beton langsam aushärtet, decken Sie die Gussstelle mit einem Jutesack ab. Da sich der flüssige Beton immer waagerecht ausrichtet, entfällt die Kontrolle mit der Wasserwaage.

Wissenswertes zu Trittplatten in Kürze

Gut geplante und sorgfältig verlegte Trittplatten sind so funktionell wie ein Gartenweg, stören die Optik eines Rasens aber deutlich weniger. Nach den beschriebenen Methoden können Heimwerker und Hobbygärtner die benötigten Platten problemlos selber herstellen und sicher verlegen.

Trittplatten bieten weiterhin für ein sauberes und vorsichtiges Betreten von Beeten eine gute Alternative. Sie schützen das Schuhwerk bei schlechtem Wetter vor Nässe und Schmutz. Trittplatten für den Rasen gibt es in verschiedenen Varianten, so dass sie ebenfalls schöne Akzente auf dem Rasen setzen können. Sie bieten vor allen Dingen einen preislichen Vorteil:
  • Wer auf akkurate Steinplatten verzichten will, kann Trittplatten selbst formen Entscheidet man sich für einen gepflasterten Weg, muss man oft tief in die Tasche greifen und außerdem ist ein gepflasterter Weg nicht unbedingt etwas, was man sich als Rasenliebhaber in seinem Rasen wünscht.
  • Trittplatten benötigen weniger Platz, sind leicht zu verlegen und reichen bereits in geringen Umfang aus, um ihren Zweck zu erfüllen. Eine schmale Reihe ist meist ausreichend, um einen geeigneten Weg über den Rasen einzurichten.
  • Eine sehr einfache und preiswerte Art von Trittplatten bieten Holzplatten oder -scheiben. Diese lassen sich sogar selbst aus einem Baumstamm schneiden, sind aber bei Regenwetter sehr glatt. Trotzdem werden sie oft als Trittplatten verwendet.
Bei der Auswahl von Trittplatten sollte man darauf achten, dass diese rutschfest sind und eine möglichst gleichmäßige Oberfläche haben. Die Trittplatten sollten nicht direkt auf den Rasen verlegt werden, sondern am besten auf eine Schicht Sand, die die Größe des Steines hat. Um Stolperfallen auszuschließen, müssen die Trittplatten auf gleicher Höhe mit dem Rasen verlegt werden:
  • Dazu legt man einfach den Stein auf die Rasenfläche und sticht mit einem Spaten etwa 10 cm tief die Umrisse des Steines aus.
  • Wie tief das Loch sein muss, ergibt sich aus der Dicke des Steines und der darunter liegenden Sandschicht, die ca. 10 cm betragen soll.
  • Nachdem der Sand eingefüllt wurde, setzt man die Trittplatte darauf und klopft diese mit einem Gummihammer fest.
  • Danach überprüft man, ob die Trittplatte gerade liegt. Eine Wasserwaage leistet hierbei gute Dienste.
  • Nach dieser Überprüfung ist das Einsetzen der Trittplatte beendet. Mit allen weiteren verfährt man genauso.