Organischer Langzeitdünger - Depotdünger für Rasen

Gedüngter Rasen - frisch und grünDer Rasen ist in vielen Gärten ein Sorgenkind. Moos und Unkräuter breiten sich aus, der Klee blüht, ebenso Löwenzahn und andere Blumen, stellenweise gibt es kahle Flecken oder gelbe Stellen.

Entweder wächst der Rasen zu schnell, so dass man zweimal die Woche mähen muss oder er wächst nur schwach und dünn. Staunässe, Lichtmangel, Mangel an Humus, Bodenübersäuerung oder Bodenverdichtuung können Schuld sein.

Neidisch schaut mancher auf den tollen Rasen des Nachbarn. „Wie macht er das nur?“. Das

Geheimnis liegt meist in der richtigen Düngung begründet. Man kann den Rasen nämlich auf vielerlei Art und Weise düngen und dabei eine Menge falsch bzw. eben richtig machen.

Wie kann ein Rasen gedüngt werden? Arten der Düngung:
  • Man unterscheidet organische Dünger, mineralische Dünger und organisch-mineralische Dünger. Außerdem gibt es noch Depotdünger.
  • Organische Dünger sind natürliche Dünger. Dazu gehören Hornspäne, sterilisierter Hühnerdung, Knochenmehl oder Treber und Melasse. Sie wirken durch die Umwandlung organischer Materialien. Die Wirkung tritt allerdings erst nach einigen Wochen und Monaten ein, da das ein langwieriger Prozess ist. Bodenorganismen sorgen für die Umwandlung und das dauert eben seine Zeit, weshalb man von Langzeitdünger spricht.
  • Mineralische Dünger wie Blaukorn und Bittersalz werden hauptsächlich künstlich hergestellt oder aus Bergwerken gewonnen. Die Bestandteile werden vermischt. Ihre Wirkgeschwindigkeit oder Wirkstofffreisetzung ist sehr schnell. Fehlende Nährstoffe sind schnell verfügbar. Sie sind lange haltbar. Allerdings kann bei Überdüngung das Pflanzengewebe geschädigt werden, der Boden und das Grundwasser können Schaden nehmen. Natürliche Bodenorgansimen gehen bei ausschließlicher mineralischer Düngung zu Grunde. Oft wird nur ein kurzer Aha-Effekt erzielt. Auf Dauer sind die Ergebnisse bei Rasen nicht sonderlich gut.
  • Organisch-mineralische Dünger bieten die Vorteile beider zuerst genannter Dünger. Sie wirken schnell und langanhaltend. Die Langzeitwirkung hält 8 bis 12 Wochen an. Diese Dünger sind leicht anzuwenden, sie wirken schnell und zuverlässig. Gut ist, dass das Bodenleben angereichert wird: So wird nachhaltig für fruchtbaren Boden
    gesorgt.
  • Depotdünger wirkt am längsten, zwischen 3 und 12 Monaten, je nach Sorte, ist aber ein mineralischer Dünger. Bei diesem Dünger sind die Nährstoffe umhüllt, so kann es nicht wie beim normalen mineralischen Dünger zu Verbrennungen kommen. Die Wirkstoffe werden über einen langen Zeitraum abgegeben. Das liegt an den Poren, die die Körner umhüllen. Wasser kann durch sie eindringen, die Nährstoffe lösen und wieder ausdringen, als Dünger. Die Nährstoffabgabe erfolgt meist bei Temperaturen über 10 °C.
Vorteile von organischem Langzeitdünger
  • Eine Düngergabe reicht für einige Monate, meist drei.
  • Die Abgabe der Wirkstoffe erfolgt langsam, je nach Bedarf und Wetter.
  • Der Rasen erhält genau die Menge an Dünger, die er benötigt und das über einen langen Zeitraum.
  • Es gibt keine Überdüngung.
  • Leichte Anwendung
  • Aufgrund seiner organischen Substanz verbessert der Dünger die Bodenstruktur, den Wasser-, Luft- und Wärmehaushalt und aktiviert das Bodenleben.
  • Verdichtung, Staunässe und Bodenübersäuerung wird vorgebeugt.
  • Keinerlei schädliche Wirkung für Boden und Trinkwasser.
Gutes Substrat: Grundlage eines gesunden RasensNachteile des organischen Langzeitdüngers
  • Die Bodenorganismen müssen die Nährstoffe erst umwandeln, dass sie aufgenommen werden können, das dauert.
  • Es kann sein, dass ausschließlich organisch gedüngte Rasenflächen Moos bilden, da dies bei Nährstoffmangel (anfangs) passiert.
Vorteile des Depotdüngers
  • Die Vorteile des Depotdüngers ähneln denen

    des Langzeitdüngers.
  • Die Nährstoffabgabe dauert aber bis zu sechs Monate.
  • Die Nährstoffabgabe kann durch die Umhüllung der Nährstoffe maßgeschneidert werden.
  • Die schweren verkapselten Kugeln können schnell und gleichmäßig auf den zum Teil großen Rasenflächen ausgebracht werden.
  • Die Sommerdüngung kann entfallen.
  • Eine Düngung pro Jahr ist ausreichend.
  • Der Rasen wächst gleichmäßig, da die Nährstoffe gleichmäßig abgegeben werden.
Nachteile des Depotdüngers
  • Der hohe Preis erscheint erst einmal als Nachteil. Wenn man sich dann aber ausrechnet, dass man ja deutlich weniger Dünger im Jahr benötigt, ist er gar nicht mehr so teuer. Mit normalem Dünger muss mindestens drei Mal im Jahr gedüngt werden, mit Langzeitdünger zweimal, mit Depotdünger nur einmal.
  • Kein natürlicher, also organischer Dünger, sondern mineralischer Dünger.
Fazit

Sowohl mineralische, als auch organische Dünger haben ihre Vor- und Nachteile. Wer mit keiner dieser Düngerarten zurecht kommt, kann noch einen organisch mineralischen Dünger probieren. Dieser wird gern genutzt, denn die beiden anderen sind meist nicht ideal. Der mineralische Anteil sorgt für eine schnelle, der organische für eine Langzeitwirkung. Verbrennungen sind selten. Die Wasser- und Nährstoffkapazität des Bodens wird verbessert. Wer die Unterschiede der Dünger auf seinem Rasen testen möchte, muss diesen einfach in drei Abschnitte teilen, unterschiedlich düngen, den Rasen aber sonst gleich behandeln. Die Unterschiede sind deutlich sichtbar. Im kommenden Jahr kann man dann den besten Dünger davon nutzen.