Rasenpflege im Jahresverlauf - Rasen pflegen

Tipps zur RasenpflegeDer Rasen stellt im Laufe eines Jahres unterschiedliche Anforderungen an die Pflege. Während im Frühjahr die Schäden des Winters repariert werden müssen, achtet man im weiteren Verlauf vor allem auf ausreichende Düngung und die Bekämpfung von Moss und Unkräutern.

Im Online-Magazin haben wir fachspezifische Pflege-Anleitungen für Sie zusammengestellt. Unsere Übersicht "Rasenpflege im Jahresverlauf" soll Ihnen beim Navigieren helfen.

Allgemeines zur Rasenpflege
Rasen

im Frühling

Je nach Witterung und Temperatur wird es im März oder April Zeit für den ersten Rasenschnitt. Dabei sollte die Schnitthöhe nicht unter fünf Zentimetern liegen, damit sich das Gras nach dem langen und kalten Winter erst einmal gründlich erholen kann. Nach dem ersten Mähen freut sich der Rasen zudem über eine Frischekur: Beim Vertikutieren werden Moos, abgestorbene Pflanzenteile und Blätter entfernt, so dass der Rasen im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen kann. Wichtig: Der Vertikutierer darf nur bei trockener Witterung eingesetzt werden! Gras und Boden sollten auf keinen Fall nass sein. Nach dieser Behandlung sieht der Rasen zunächst einmal ziemlich unansehnlich aus, denn vermutlich werden jetzt einige Lücken sichtbar.

häufiges <div align=

Rasenmähen ist wichtig" src="/../../images/rasen/rasenmaeher-mann-300-fl.jpg" height="222" width="300" />Das macht aber nichts, ganz im Gegenteil: Die noch vorhandenen Gräser sind kräftig und gesund und werden sich nun schnell vermehren. Bei Bedarf kann jetzt natürlich auch nachgesät werden. Nach dem Vertikutieren wird der Rasen gedüngt. Da eine Überdosierung des Düngemittels dem Gras Schaden zufügen könnte, sollte sich dabei genau an die jeweiligen Empfehlungen des Herstellers gehalten werden. Ein spezieller Streuwagen kann dabei sehr hilfreich sein. Der richtige Zeitpunkt für eine Frühjahrsdüngung ist dann, wenn in den nächsten Tagen Regen erwartet wird. Ansonsten muss die Fläche nach dem Düngen gewässert werden, damit die Nährstoffe im Dünger auch möglichst schnell in den Boden gespült werden.

Rasen im Sommer

Eine weitere Düngung im Frühsommer, etwa im Juni, kann die Regenerationskraft des Rasens stärken, so dass die Gräser gegen Trockenheit und hohe Temperaturen besser gewappnet sind. Ein „Muss“ ist diese zweite Düngung aber nicht. Wer sich dennoch dafür entscheidet, muss darauf achten, dass der Dünger nicht zu viel Stickstoff enthält, da ansonsten Verbrennungen begünstigt werden. Im Sommer sollte das Gras auch nie zu tief gemäht werden, fünf Zentimeter sind ideal. Wichtig ist, dass das Messer des Rasenmähers stets gut geschärft ist, denn sonst werden die zarten Grasspitzen nicht abgeschnitten, sondern abgerissen. Unschöne Folge: Die verbleibenden Gräser werden gelb und trocknen aus. Gut zu wissen: Gebrauchsrasen wird etwa alle sieben bis zehn Tage gemäht, bei reinem Zierrasen darf der Abstand auch kürzer sein. Je nach Temperatur muss der Rasen im Sommer natürlich auch gewässert werden. Dabei gilt: Kurze und häufige Wässerungen sind weniger effektiv als größere Abstände mit einer höheren Wassermenge. Im Idealfall wird das Erdreich etwa zehn Zentimeter tief durchnässt. Eine zu geringe Wassermenge sorgt dafür, dass nur die oberflächliche Wurzelbildung gefördert wird, was wiederum zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Austrocknung führt. Außerdem sollte die Bewässerung

am besten abends erfolgen, da die Feuchtigkeit dann nicht so schnell verdunstet. Außerdem können die Wassertropfen tagsüber bei Sonnenschein wie ein Brennglas wirken und zu Verbrennungen führen.

Rasen im Herbst

Im Herbst endet für den Rasen das Gartenjahr. Jetzt sollte er besser nicht mehr vertikutiert werden, da er sich im anschließenden Winter nicht mehr regenerieren kann. Der letzte Rasenschnitt sollte abhängig von der Witterung etwa Mitte Oktober erfolgen. Ganz wichtig: Das Schnittgut darf jetzt auf keinen Fall liegengelassen werden, denn sonst kann es durch die Feuchtigkeit zu einer Fäulnisbildung kommen. Außerdem sollte das Laub regelmäßig von der Rasenfläche entfernt werden. Eine dichte Laubschicht behindert den Rasen beim Atmen, außerdem sind viele herabfallende Blätter von Pilzsporen befallen, die wiederum Krankheiten übertragen können. Eine letzte Herbstdüngung ist jetzt noch möglich, sie gibt den Gräsern Kraft, um den Winter zu überstehen. Dieser Herbstdünger sollte aber eine ganz bestimmte Zusammenstellung haben:

  • Kalium (verhindert Frostschäden)
  • Eisen
  • Mangan
  • Wenig Stickstoff

Wichtig: Bei Frost darf die Rasenfläche nicht betreten werden!

Die Rasenpflege im Herbst ist darauf ausgerichtet den Rasen für die kalte Jahreszeit zu stärken und für die Überwinterung ungünstige Faktoren positiv zu beeinflussen.

Rasen im Winter
Tipp der Redaktion

Ohne die Rasenpflege auf zwei Punkte beschränken zu wollen, raten wir vor allem diese Schritte bei der Rasenpflege: führen Sie dem Rasen Nährstoffe zu, d.h. düngen Sie regelmäßig und mähen Sie den Rasen ebenso regelmäßig - je nach Jahreszeit mind. 1x pro Woche, in feuchten und warmen Zeiten auch alle 5 Tage. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.