Aktuelle Benzinpreise - Entwicklung und Trend 2010
Während der wirtschaftlichen Tiefphase in der Wirtschafts- und Finanzkrise war die Nachfrage nach Öl und auch nach Ölprodukten wie Benzin, Statistiken zufolge, weitaus geringer, sodass auch die Benzinpreise kurzfristig abgesackt sind.Nun, da es mit ...
der Wirtschaft langsam aber sicher wieder etwas bergauf geht, macht sich die verstärkte Nachfrage auch an der Zapfsäule bemerkbar. Erst im März 2010 wurde mit 1,41 Euro pro Liter Benzin ein neuer Höchststand in Deutschland erreicht und schon jetzt prognostizieren einige Experten einen Literpreis bei etwa 2 Euro in absehbarer Zeit.
Wenn man sich den Trend der letzten Jahre ansieht, dann klingt das auch durchaus plausibel. Denn seit etwa 1998 sind die Benzinpreise in Deutschland ständig angestiegen. Dabei wird die Preiskurve sogar immer steiler, was einem schnelleren Anstieg gleich kommt. Natürlich kann niemand die genauen Preise bis Ende des Jahres 2010 voraussagen, doch derzeit sprechen alle Zeichen dafür, dass die Preise weiter steigen werden.
Die Benzinpreise an der ...
Zapfsäule sind selbstverständlich auch vom Ölpreis ab. Derzeit liegt der Preis pro Barrel (159 Liter) Rohöl bei ca. 80 US Dollar. Das entspricht rund dem doppelten Betrag im Vergleich zu Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise.
Nicht nur die wieder anziehende Wirtschaft in Nordamerika und Europa wird für einen weiteren Anstieg der Ölpreise und somit auch der Benzinpreise sorgen. Auch der ständig wachsende Rohstoffhunger von Schwellenländern wie China scheint keine Grenzen zu kennen und ist daher eine der Hauptursachen für den weiter ansteigenden Rohölpreis. In der globalisierten Welt hat das natürlich Auswirkungen bis zur Zapfsäule in Deutschland, wo auch der Benzinpreis steigen wird.
Der Ölpreis selbst wird aber leider nicht nur von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern auch von Spekulanten an den Börsen noch einmal künstlich hoch gehalten. Denn diese wollen auch noch einmal daran verdienen.
Sie kaufen Ölkontrakte, hoffen auf einen Kursanstieg und verkaufen sie später zu einem höheren Preis. Die Tatsache, dass der Ölpreis auch schon weit über 100 Dollar bei nahezu 150 Dollar pro Barrel gestanden ist, wird häufig vorwiegend auf Börsenspekulationen zurückgeführt.
Der Benzinpreis setzt sich jedoch nicht nur aus dem Ölpreis und den Produktionskosten zusammen. Einen kleinen Teil machen auch die Transportkosten aus, um das Öl von den Exportländern in die Konsumländer zu bringen, sowie von den Raffinerien zu den Tankstellen.
Einen besonders großen Anteil jedoch machen gleichwohl die Steuern auf Benzin aus. Bei Superbenzin sind dies beispielsweise 63 Prozent vom Literpreis.
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Benzinpreis auch im Jahr 2010 sehr wahrscheinlich noch ansteigen wird, fällt es dem Otto-Normalverbraucher in der Regel schwer, entsprechend darauf zu reagieren. Denn kaum jemand verfügt über einen Benzintank mit mehreren Tausend Litern Fassungsvermögen, um das Benzin nun noch günstig einkaufen und bunkern zu können.
Was man jedoch tun kann, ist, das Fahrverhalten anzupassen. Durch vorausschauendes Fahren können die Kosten für den Benzinverbrauch durchaus beträchtlich gesenkt werden.
Auch der Umstieg auf ein verbrauchsärmeres Fahrzeug kann natürlich eine mögliche Lösung darstellen. Viele Menschen versuchen aber auch, vor allem kurze Strecken nicht mit dem Auto, sondern etwa zu Fuß und mit dem Rad zu erledigen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
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