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Feuerlöscher / Handfeuerlöscher - Prüfung / Wartung
Brandschutz - vorbeugender Brandschutz - Brandbekämpfung - Brand und Feuer bekämpfen / löschen

Feuerlöscher / Handfeuerlöscher


Grundsätzlich unterscheidet man tragbare und fahrbare Feuerlöscher. Beide Arten funktionieren nach demselben Prinzip und können auch von ungeübten Personen leicht gebraucht werden. Die fahrbaren Feuerlöscher werden allerdings eher in der Industrie als im Privathaushalt verwendet, da sie nicht mal schnell an den Ort des Brandes gebracht werden können  (wenn dieser z.B. im oberen Stockwerk entsteht). Sie verfügen über mehr Kapazität.

Feuerlöscher - Funktionsweise

Feuerlöscher enthalten Löschmittel, welche durch einen Druck ausgestoßen und direkt in die Flammen gehalten werden. Hier unterscheidet man Dauerdrucklöscher, die durch ein Treibgas im Behälter einen Druck erzeugen, Aufladelöscher, wo der Druck aus einer separaten außen- oder innenliegenden Treibgasflasche kommt und Gaslöscher, wo das Löschmittel gleichzeitig ein Gas ist.
Es gibt verschiedene Arten von Löschmitteln wie Wasser, Schaum, Pulver und Kohlendioxid. Es gibt auch noch Halonlöscher, die jedoch aufgrund der von den Halonen ausgehenden Umweltbelastung nur noch in begründeten und genehmigten Ausnahmefällen eingesetzt werden dürfen. Die Menge des in einem tragbaren Feuerlöscher enthaltenen Löschmittels ist unterschiedlich, jedoch haben die Geräte im betriebsbereiten Zustand ein Maximalgewicht von 20kg.


Prüfung / Wartung

Auf jedem Feuerlöscher sind Prüfobjekte benannt (kleines Bildchen mit einem Buchstaben in der Mitte des Schriftfeldes an der Vorderseite). Sie geben Aufschluß darüber, was für ein Brand mit dem jeweiligen Gerät gelöscht werden kann (A - feste Stoffe, B - flüssige Stoffe, C - gasförmige Stoffe). D - Brände von Metallen extra behandelt, da das Brennen von Metall eine Besonderheit darstellt. Hier gelten die Angaben des Herstellers.
Die Geräte müssen zugelassen sein, was als Nummer auf dem Löscher vermerkt ist. Hierdurch übernimmt der Hersteller die Gewähr, daß das Gerät in Ordnung ist. Feuerlöscher müssen regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, von einem Sachkundigen geprüft werden. Man erhält eine Prüfplakette oder einen Prüfbericht, der gut aufgehoben werden sollte. Sollte es zu einem Schadensfall kommen der bei einer Versicherung geltend gemacht wird, kann diese so einen Bericht fordern. Benutzte Feuerlöscher müssen ebenfalls erst einmal von einem Sachkundigen überprüft werden.


Feuerlöscher - Handhabung

Bei Bränden nahe elektrischer Anlagen muß unbedingt der auf dem Löscher angegebene Sicherheitsabstand gewahrt werden. Bei einem Kohlendioxidlöscher muß beachtet werden, daß das austretende Gas den Sauerstoff verdrängt, was in engen schlecht belüfteten Räumen ein Atemschutzgerät erforderlich macht.
Grundsätzlich sollte der Löschmittelstrahl nicht wahllos in die Flammen gehalten werden. Hier sollte von unten in der Glut beginnend nicht gegen den Wind gelöscht werden. Bei Bränden fester Stoffe ist es effektiv, mit gezielten Löschmittelstößen zu löschen. Bei Bränden von Flüssigkeiten ist dagegen ein Permanentstrahl sinnvoll, der am besten fächerförmig über die brennende Flüssigkeitsoberfläche verteilt wird.

von Kerstin Burger

 
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