Handfeuerlöscher

Im Handel werden Handfeuerlöscher für alle Brandklassen angeboten. Es gibt insgesamt 5 Brandklassen: A (Feste Stoffe), B (Flüssigkeiten und schmelzende

Stoffe), C (Gase), D (Metalle) und F (Speisefette und Friteusen). Im Handel sind sowohl kombinierte Geräte erhältlich (ABF, AB, ABC), als auch spezielle Handfeuerlöscher für jede Brandklasse. Die Größen der verschiedenen Handfeuerlöscher differieren, je nach Verwendungsart, zwischen 1l und 12l.

Löschprinzip:
Je nachdem, für welche Brandart die Handfeuerlöscher vorgesehen sind, werden unterschiedliche Löschmittel verwendet. Es gibt beispielsweise spezielle Löschmittel für Brände von Gasen, einige Feuerlöscher benutzen Kohlenstoffdioxid als Löschmittel, andere spezielle Löschpulver oder aber Löschschaum. Bei allen Feuerlöschern gilt, dass sie die Sauerstoffzufuhr abbinden und den Brandherd isolieren und kühlen. Dabei richten sich die Löschmittel nach den speziellen Eigenschaften der jeweiligen Brandherde. Dabei werde zum Beispiel Löscher für die Brandklasse C und D für Industrie- und Chemieunternehmen geeignet, einen Löscher, der Kohlenstoffdioxid verwendet, kann man bei

Bränden an EDV-Anlagen, Anlagen mit hoher elektrischer Spannung und leicht brennbaren Flüssigkeiten verwenden.

Vorteile und Nachteile:
Mit einem Handfeuerlöscher hat man immer eine handliche Löschmöglichkeit im Brandfall. Alle Feuerlöschertypen werden im Handel meist mit einer Wandhalterung angeboten, so dass man den Feuerlöscher in der Nähe von möglichen Brandherden anbringen kann. Generell werden alle Löschertypen nach dem gleichen Prinzip benutzt, so dass man sich nicht mehrere Handhabungen merken muss.

Die meisten Löscher haben, meist aufgrund des geringen Volumens der Behälter, nur eine kurze Löschdauer, die meist über 30 Sekunden nicht hinausgeht. Nicht jeder Handfeuerlöscher lässt sich neu befüllen, obwohl die meisten vollständig gelöscht werden müssen, gleichgültig, ob dies die Brandsituation erfordert. Für jeden Löscher besteht ein besonderer Sicherheitsabstand, über den man sich vor Benutzung informieren muss.

Handhabung:
Alle Feuerlöscher werden nach einem identischen Prinzip gehandhabt. Zuerst sollte man sich über den Sicherheitsabstand informieren (Hinweis steht auf dem Löscher), dann muss der Sicherheitsstift oder die Sicherheitslasche entfernt werden. Bei einigen Feuerlöschern muss eine externe Druckpatrone geöffnet werden (Rädchen), interne Treibmittelflaschen werden durch einen Hebel aktiviert. Generell sollte man beim Löschen darauf achten, dass man Flächenbrände von vorn und unten und Tropf- und Fließbrände von

der Austrittsstelle in Richtung brennende Fläche löscht. Bei großflächigen Bränden müssen immer, egal bei welcher Brandart, mehrere Feuerlöscher eingesetzt werden.

Preise:
Die Preise der Handfeuerlöscher variieren zum einen wegen der unterschiedlichen Löschmittel und zum anderen auch aufgrund der unterschiedlichen Löschergrößen. Einen Pulverlöscher erhält man für eine Preis zwischen 40€ und 90€, einen Wasserlöscher für 70 – 90€, einen Fettbrandlöscher für 75€ - 200€, einen Schaumlöscher für 70 – 110€ und einen Löscher mit Kohlendioxid für 60 – 120€.
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