Wasserfeuerlöscher

Wasserfeuerlöscher kommen in unterschiedlichen Formen vor. Man findet sie als Handfeuerlöscher mit Wandhalterung, vor allem als fest eingebauter Wandhydrant mit

direktem Zugang zu einer Steigleitung. Bei diesen Wasserfeuerlöschern handelt es sich um Löschgeräte, die sich in einem Schutzschrank befinden und durch einen Löschschlauch mit der Steigleitung verbunden sind. Auch der Wasserfeuerlöscher ist nur für die Brandklasse A vorgesehen. Die meisten Wasserfeuerlöscher, die in einem Wandhydranten untergebracht sind, werden in Fluren oder in Hallen eingebaut.

Löschprinzip:
Die Wasserfeuerlöscher beziehen das Löschwasser direkt aus der Steigleitung. Hierbei unterscheidet man 3 verschiedene Typen. Zum einen die nasse Steigleitung, bei der ständig Wasser in der Leitung vorhanden ist. Die Nass- / Trocken-Leitungen haben eine Automatik, durch die sich die Leitung im Bedarfsfall automatisch mit Wasser füllt. Die trockene Steigleitung kann ausschließlich von der Feuerwehr mit einem speziellen Schlüssel aktiviert werden.

Die Schläuche, mit denen gelöscht wird, kommen in zwei Formen

vor: formbeständige Schläuche, die nur so weit aufgerollt werden müssen, wie die Situation es erfordert und Flach- oder Faltschläuche, die komplett abgerollt werden müssen. Der Löschabstand beträgt, je nach Einstellung zwischen 1m und 5m.

Vorteile und Nachteile:
Der Wasserfeuerlöscher kann Platz sparend in der Wand montiert werden und erhält durch den direkten Zugang zur Steigleitung unbegrenzt viel Löschwasser. Da das Wasser in den meisten Fällen sofort bzw. durch Aufdrehen der Wasserleitung sofort zur Verfügung steht, ist die Handhabung denkbar einfach. Trotz der hohen Anschaffungskosten ist der Wandhydrant Kosten sparend und erzeugt keine großen Folgekosten durch Wiederauffüllung.

Die Wandmontage bedingt eine vorhandene Steigleitung, daher ist der Wasserfeuerlöscher mit Wasserhydrant nicht für jedes Unternehmen geeignet, für Wohnungen schließt er sich komplett aus. Da die Steigleitung mit Wasser gespeist wird, ist eine zusätzliche Beimischung von Tensiden, die die Löscheigenschaften verbessern nicht möglich. Darüber hinaus muss der Wasserhydrant jährlich gewartet werden.

Handhabung:
Im Brandfall ist die Schutztür vom Wasserhydrant zu öffnen. Der Schlauch wird abgerollt, je nach Schlauchart nach Bedarf oder die komplette Länge. Um den Wasserfeuerlöscher zu aktivieren, muss der Wasserhahn zur Steigleitung geöffnet werden. Bei Schläuchen mit Düse kann man den Löschstrahl direkt an der

Düse regulieren; Schläuche mit Stahlrohr haben einen Hebel, an dem man den Strahl zwischen Vollstrahl und Sprühstrahl wechseln kann. Beim Löschen muss darauf geachtet werden, dass nur Brände der Brandklasse A (feste Stoffe mit Glutbildung) gelöscht werden dürfen.

Preise:
Die Anschaffung eines Wasserfeuerlöschers in Form eines Wasserhydranten ist recht teuer. Je nach Größe und Hersteller beträgt der Anschaffungspreis zwischen 550€ und ca. 700€. Der Einbau ist meist im Preis nicht enthalten. Allerdings entstehen keine Folgekosten durch neues Befüllen oder Austauschen des Feuerlöschers nach einem Brand.
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