Steckbrief vom Buntspecht - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Steckbrief vom Buntspecht - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Dendrocopos major ist der wissenschaftliche Name des Buntspechts, der der Familie der Spechte zugeordnet wird. Der Buntspecht wurde zum Vogel des Jahres 1997 ernannt und mit seiner Wahl steht er für alle Tiere, die unter dem Rückgang der naturnahen Wälder leiden.

Aufgrund seines schwarz-weiß-roten Gefieders erhielt der Buntspecht seinen Namen. Der schwarze Rücken ist mit großen weißen Schulterflecken bedeckt. Von einem grauweißen Farbton wird die Unterseite dominiert, wobei die Unterschwanzdecken rot sind.

Sehr markant ist der Kopf in Schwarzweiß bei beiden Geschlechtern

gestaltet, ein scharlachroter Fleck im Nacken ist bei den erwachsenen Männchen zu sehen, wohingegen juvenile Männchen und Weibchen sozusagen einen roten Scheitel haben.

Der Buntspecht hat an seinen Kletterfüßen spitze gebogene Krallen, davon zeigen zwei nach vorn und zwei nach hinten, damit er sich an der Borke festhalten kann.

Nahrung und Nahrungsbeschaffung vom Buntspecht

Hauptsächlich sind Insekten und ihre Larven die Nahrung des Buntspechtes und das fast das ganze Jahr über. Mit seinen kräftigen Schnabelhieben holt er das Getier unter der Borke hervor. Lediglich im Winter stellt der Buntspecht seine Nahrung um.

Ebenfalls verzehrt der Buntspecht hartschalige Käfer, allerdings muss er sich dafür zunächst eine so genannte Spechtschmiede anlegen, die eine Baumspalte ist. Nicht immer ist solch eine Spalte vorhanden, so dass er zunächst ein Loch in einen Ast hacken muss, um darin den Käfer festklemmen zu können.

Damit die pflanzliche Nahrung ergänzt wird, leckt er vor allen Dingen im Frühjahr den Saft an Ringelbäumen ab. Da Insekten vom Pflanzensaft
angelockt werden, nimmt der Buntspecht diese gleichzeitig mit als Nahrung auf. Im Sommer verzehrt er auch gerne Beeren, Nüsse und Samen, wobei letztere sehr fetthaltig sind.

Die Brutzeit vom Buntspecht

Genauso gehört der Buntspecht zu den so bezeichneten Höhlenbrütern, wie alle anderen Spechte auch. Bereits ab Ende März sucht er im Tiefland nach einem geeigneten Brutbereich.

Ab Mitte April beginnt dann die Eiablage. Etwa einen Monat später beginnt die Brut in höheren Lagen. Für seine Bruthöhle gibt er den weichen Holzarten den Vorzug, aber genauso werden morsche alte Bäume genutzt. Der Buntspecht zimmert sozusagen seine Höhle selbst, er beginnt viele Höhlen auszuarbeiten, bevor die Entscheidung auf eine fällt, die er dann vollendet.

In der Regel legt der Buntspecht vier bis sieben Eier, die er bebrütet. Nach zehn bis 13 Tagen sind dann die Eier ausgebrütet und erstmalig zeigen sich die Jungen am Flugloch, wenn sie 18 bis 19 Tage alt sind. Die jungen Vögel fliegen nach 20 bis 23 Tagen aus, allerdings werden sie noch für weitere acht bis zehn Tage gefüttert. Meistens gibt es beim Buntspecht nur eine Brut im Jahr.

Die Fütterung des Buntspechts im Winter

Hin und wieder nutzt der Buntspecht im Winter das Futterhäuschen, will man ihn in dieser Jahreszeit anlocken, dann sollte ein Baumstamm mit Fett eingerieben werden. Hinsichtlich des Geschmacks vom Buntspecht hat sich das Kokosfett bewährt, das er in seiner typischen Manier von der Rinde abpickt.

Gern gesehen sind auch gefettete Erdnüsse, die es in speziellen Futtersäcken gibt. Auch Meisenknödel und -ringe sind eine gute Nahrungsergänzung für den Buntspecht, allerdings sollten sie am Baumstamm

so befestigt werden, dass sie nicht frei schwingen können.

Ansonsten ernährt sich der Vogel im Winter von fettreichen Samen, die er jedoch erst knacken muss. Die Nüsse und Kiefernzapfen muss der Buntspecht erst in seiner Spechtschmiede einklemmen, damit er sie knacken kann.