Steckbrief vom Eichelhäher - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Steckbrief vom Eichelhäher - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Unter dem wissenschaftlichen Namen Garrulus glandarius ist der Eichelhäher bekannt, welcher ein Singvogel ist und der Familie der Rabenvögel zugordnet wird. Der Eichelhäher ist ein mittelgroßer Rabenvogel, der eine Körperlänge von 32 bis 35 Zentimetern aufweist.

Die Spannweite der Flügel beträgt ungefähr 53 Zentimeter. Der Schnabel ist sehr kräftig und in einer grauschwarzen bis schwarzen Farbe. Vorwiegend hell bis weißlich ist der Oberkopf, der mit dicken weißen Streifen gefärbt ist.

Die Kopffedern sind etwas verlängert, so dass der Eichelhäher diese sozusagen zu

einer Haube aufstellen kann. Vom rötlichen Hals hebt sich der graue Rücken ab, wobei die Oberschwanzdecken Weiß sind, genauso wie der hintere Teil des Bürzels. In einem leuchtenden Blau sind die Flügeldecken gehalten, die noch auffällig schwarz-blau gebändert sind.

Nahrung und Nahrungsbeschaffung vom Eichelhäher

Die Nahrung des Eichelhähers ist sehr abwechslungsreich, wobei das Angebot von der Jahreszeit abhängig ist. Von Frühjahr bis Herbst besteht die Nahrung vor allem aus tierischen Bestandteilen, dazu zählen Käfer, Blattwespen und von Schmetterlingen die Raupen.

Während der Brutzeit besteht die Nahrung hauptsächlich aus Engerlingen und Raupen. Heuschrecken sind für den Eichelhäher im Hochsommer ein Leckerbissen, der an den Waldrändern erbeutet wird.

Spinnen und andere Gliederfüßer werden zwar auch verzehrt, doch in einem geringeren Maß. Sogar kleinere Wirbeltiere und zuweilen auch Aas von selbst erbeuteten Tieren werden vom Eichelhäher verzehrt. Unter anderem werden kleine Reptilien und Säugetiere, wie etwa junge Kaninchen erlegt.

Den Eicheln gibt der Vogel den Vorzug bei pflanzlicher Nahrung, woher er seinen Namen hat. Im Spätherbst und im Winter wird vor allen Dingen vermehrt der pflanzliche Anteil erhöht. Der Eichelhäher legt sich aus der pflanzlichen Nahrung einen guten Vorrat an.

Gerne nutzt er noch andere Nussfrüchte, wie Edelkastanien, Haselnüsse und Bucheckern.
Sollte hierbei das Angebot nicht ausreichend sein, so weicht der Eichelhäher genauso auf Ackerfrüchte aus, die ähnlich beschaffen sind, hierbei sind vor allem Buchweizen, Getreide und Mais zu nennen.

Ebenfalls werden Pilze, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kernobst, Steinfrüchte, Beeren, Knospen und Pflanzengallen vom Eichelhäher genutzt.

Bei der Nahrungssuche stochert er zwischen Baumwurzeln, in Spalten und sogar hinter der Baumrinde nach Nahrung. Gerne bedient sich der Eichelhäher auch an den Futterstellen von Spechten und vertreibt diese davon. Selbst an den Vorräten der Eichhörnchen bedient er sich oftmals.

Die Brutzeit vom Eichelhäher

Vermutlich besitzen junge Eichelhäher bereits ab dem ersten Jahr ihre Geschlechtsreife, allerdings beginnen die meisten erst im zweiten Jahr zu brüten. Es wird nur eine Jahresbrut getätigt, wobei der Vogel eine monogame Ehe während der Saison führt. Geht das Gelege verloren, so folgt ein Nachgelege.

Überwiegend wählt das Männchen den Nistplatz aus, der sich meistens in Wipfeln der unteren Schicht von Bäumen befindet, wie Stangenhölzer oder Unterwuchs. Männchen und Weibchen übernehmen den Nestbau gemeinsam.

Die Eiablage des Eichelhähers erfolgt in der Regel später, als bei anderen Rabenvögeln, hier muss erst die vollkommene Laubdeckung vorhanden sein, so dass sich die Zeit von Jahr zu Jahr verschieben kann. Zwischen Mitte April und Anfang Mai beginnt in Mitteleuropa die Eiablage.

Im Intervall von 24 Stunden werden die Eier abgelegt, die Anzahl beträgt normalerweise vier bis sieben, selten

besteht das Gelege aus acht oder sogar zehn Eiern. Ab dem dritten Ei kann bereits die Bebrütung beginnen, die zwischen 16 und 17 Tage andauert.

Meistens schlüpfen die Jungen zwischen 24 und 30 Stunden und bleiben zwischen 20 und 22 Tagen im Nest. Anschließend werden sie noch drei bis vier Wochen weiter gefüttert.

Die Fütterung im Winter des Eichelhähers

Der Eichelhäher legt sich eigentlich selbst seinen Wintervorrat an und sammelt gezielt ab August Eicheln und andere Nussfrüchte.

Diese versteckt er bevorzugt auf Lichtungen und an Waldrändern. Hierfür werden Baumwurzeln, Löcher und Spalten genutzt, wo die Früchte einzeln versteckt werden. Genauso kommt der Eichelhäher auch an Futterstellen, wo er gerne Erdnüsse und Fettfutter verzehrt.