Gartenammer (Ortolan) - ein Singvogel des Gartens

Gartenammer (Ortolan) - ein Singvogel des Gartens

Der Gartenammer gehört zu den Sperlingsvögeln, den Singvögeln und dort zu den Ammern. Die Vögel sind eher selten. Gerüchte besagen, dass dieser Vogel mit seinem Gesang Ludwig van Beethoven zur Fünften Symphonie inspiriert hat.

singvoegel-flDer Gartenammer ist selten. In Deutschland gibt es kaum noch 2.000 Brutpaare. Obwohl die Vögel unter Schutz stehen, werden sie vor allem in Frankreich und Italien gnadenlos gejagt. Sie gelten dort als Delikatesse. Jedes Jahr werden 30.000

bis 50.000 Ortolane gefangen und gemästet. Ein Vogel bringt beim Verkauf 100 bis 150 Euro ein.

Woran erkennt man den Gartenammer?

Das Männchen ist wie oft im Tierreich das auffälligere Exemplar. Es hat einen graugrünen Kopf, eine kräftig gelbe Kehle und gelbe Augenringe. Sein Bauch ist eher zimtbraun. Bei den Weibchen sind die Farben eher matt. Der Schwanz ist gerade geschnitten, die Flügel eher lang und schmal. Der gesamte Körper ist schlank
und etwa 17 cm groß. Der Vogel wiegt etwa 20 bis 28 Gramm.

Zum Singen setzt sich der Gartenammer auf einen Busch oder eine Baumspitze. Auch Telegrafenleitungen werden gern genutzt. Nach Möglichkeit muss es eine hohe Stelle sein, eine so genannte „Singwarte“, von wo aus er trällert. Der Vogel singt allerdings auch im Flug. Die Männchen beherrschen 2 bis 4 Strophen. Laut „Wikipedia“ klingt der Gesang etwa so: „zri-zri-zri-zri-djü-djü-djü“.

Der Gartenammer mag die Gesellschaft seinesgleichen. Er folgt dem Gesang. Allerdings macht es genau dies seinen Feinden, uns Menschen leicht, ihn zu fangen. Ein singender Vogel im Käfig lockt seine Artgenossen an, die leicht mit Futter gefangen werden können.

Wie lebt der Gartenammer?

In Deutschland findet man den Gartenammer hauptsächlich im Landkreis Lüchow-Dannenberg und am Maindreieck vor. Es gibt nicht viele Gartenammer und es werden immer weniger. Die Art gilt als gefährdet. Die Vögel bevorzugen trockenwarme Standorte und fühlen sich auf trockenem Rasen, in terrassierten Weinbergen, Heidelandschaften, Obstgärten und Felsensteppen wohl. Sie leben meist auf offenen Flächen mit einigen Büschen darauf.

Der Gartenammer ist ein Zugvogel, der den Winter im subtropischen Afrika verbringt. Im April/Mai kehrt er zurück. Der Gartenammer lebt von Samen, Insekten und Schösslingen von Pflanzen. Gebrütet wird am Boden, in der Regel einmal, selten zweimal pro Jahr. Ein Gelege umfasst 4 bis 6 Eier. Die jungen Vögel schlüpfen schon nach 10 bis 14 Tagen.