Haussperling – Steckbrief

Haussperling – Steckbrief

Der Haussperling, besser bekannt als Spatz, ist einer der bekanntesten und auf der ganzen Welt verbreiteten Singvögel. Er ist ein Kulturfolger, das heißt, er hat sich vor langer Zeit den Menschen angeschlossen und lebt hauptsächlich in ihrer Nähe.

sperlingWeltweit gibt es noch immer einen großen Bestand, doch vor allem in Mitteleuropa ist ihre Anzahl gegen Ende des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen, sodass der Spatz in die Vorwarnliste bedrohter Arten aufgenommen wurde.

Aussehen, Fortbewegung und Nahrung der Haussperlinge

Der Haussperling wird etwa

16 Zentimeter groß und wirkt etwas gedrungen. Männchen und Weibchen sind bei dieser Vogelart leicht zu unterscheiden. Männchen haben eine dunkelgraue bis schwarze Kehle und einen schwarzen Brustlatz. Brust und Bauch sind aschgrau, während Rücken und Flügel braun sind und schwarze Längsstreifen haben. Das Gefieder der Weibchen dagegen ist komplett braun, wobei der Rückenbereich dunkler als der Bauchbereich ist. Jungvögel sehen wie die Weibchen aus, nur etwas heller und gelblich. Gesungen wird bei den Haussperlingen nur von den Männchen.

Haussperlinge fliegen relativ niedrig und kommen dabei auf eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern. Am Boden hüpfen sie mit beiden Beinen gleichzeitig, nur selten machen sie Schritte mit
einem einzelnen Bein. Sie fressen gern Sämereien und Getreidekörner, vor allem Weizen, und waren deshalb in manchen Zeiten äußerst unbeliebt. Im Frühling und im Sommer ernähren sie sich auch von Insekten und vor allem in Städten haben sich manche Spatzen auch zu Allesfressern entwickelt und leben in der Nähe von Gaststätten und Imbissständen von den Resten.

Fortpflanzung der Haussperlinge

Nach einem Jahr sind Haussperlinge geschlechtsreif und suchen sich einen Partner, mit dem sie ihr Leben lang zusammen bleiben. Die Brutzeit reicht von Ende April bis August, wobei die Nester meist in der Gemeinschaft mit den Artgenossen angelegt werden. Bevorzugt werden Stellen an Gebäuden, die einen entsprechenden Hohlraum bieten wie lose Dachpfannen, Mauerlöcher oder unter einem Vordach, daneben benutzen sie aber auch gern die Nester von Schwalben und Störchen und die Höhlen von Spechten. Wenn sie keinen passenden Platz finden, bauen sie auch Nester in Bäumen und Sträuchern. Beim Nestbau verwenden sie alles, was sie in der näheren Umgebung finden können. Dabei kann es sich um Stroh, Papier, Stoff oder Ähnliches handeln, das sie ohne große Sorgfalt zu einem Nest verbauen und dieses dann mit Federn und feinen Halmen auspolstern. Dort hinein legt das Weibchen vier bis sechs Eier, die alle sehr unterschiedlich aussehen. Sie können weiß, schwach grünlich oder gräulich sein und haben oft graue oder braune Flecken. Haussperlinge brüten bis zu vier Mal pro Jahr und brauchen dafür abhängig von der Temperatur zwischen 10 und 15 Tage, Männchen und Weibchen wechseln sich hierbei ab. Die geschlüpften Jungen werden am Anfang von den Eltern mit Insekten gefüttert, später auch mit Sämereien und brauchen etwa 14 bis 16 Tage, bis sie flügge sind.