Maulwurfgift

Maulwurfgift

Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gejagt, gefangen oder getötet werden. Maulwurfgift ist deshalb auch nicht erlaubt.

Giftköder auszulegen ist sowieso sinnlos, da Maulwürfe nur Lebendfutter verspeisen und die Köder niemals anrühren. So kann man nur Wühlmäuse beseitigen.

Maulwurfgas

Ein anderes Mittel ist Maulwurfgas. Er tötet die Tiere nicht, sondern vertreibt sie. Die Tiere stören sich an dem Geruch und verlassen ihre Reviere. Das Gas ist ein Vertreibungsmittel. Man bringt es in den Maulwurfgängen aus. Dazu werden die Erdgänge oder Baue vorsichtig geöffnet. Sind sie nach ein bis zwei Stunden wieder hergestellt oder zugewühlt,

kann man sicher sein, dass sie bewohnt sind.  Nun werden je 20 g Maulwurfgas je Gang, Hügel oder Bau ausgebracht. Die Öffnungen müssen gut abgedeckt werden.

Der Wirkstoff ist Calciumcarbit. Unter dem Einfluss der Bodenfeuchtigkeit entwickelt sich Acetylen mit geringen Phosphorwasserstoffbeimengungen. Das Gas verteilt sich gleichmäßig in den Gängen und verbreitet
einen für die Maulwürfe unerträglichen Geruch. In der Regel verlassen sie sofort ihr Revier.
Aus den Rückständen bildet sich nach Auflösung des Materials Düngekalk.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass der Maulwurf nicht wiederkommt. Er hat sich schließlich sehr wohl in Ihrem Garten gefühlt und kann natürlich auf die Idee kommen, noch mal nachzuschauen, wie sich die Dinge entwickelt haben.

Maulwurfgas kostet etwa 35 Euro pro Kilogramm.

Vorsicht!

Maulwurfgift ist ein blutgerinnungshemmendes Mittel. Beim Umgang damit ist Vorsicht geboten. Beim Einatmen oder der Aufnahme kann es zu spontan auftretenden Blutungen, Blut im Kot und im Urin und zu Depressionen kommen!

Andere Vertreibungsmethoden

Besser ist, den Maulwurf mit weniger gefährlichen Mitteln zu vertreiben. Es gibt z.B. Maulwurfstopp von NaturGut. Dabei handelt es sich um ein Granulat aus Tonerde, welches mit Nelkenöl, Patchouliöl, Knoblauchöl und Alkohol getränkt ist. Dieser intensive Geruch verjagt Maulwürfe meist sehr schnell. Ansonsten hilft auch Lärm, sei es in Form von Geräten, die Vibrationen aussenden, Windrädern im Garten, laute Kinder und Hunde und andere laute Ideen. Die nerven vielleicht die Nachbarn ein bisschen, aber es kommt niemand dabei zu Schaden.