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Private Krankenversicherung im Vergleich

Oftmals kann eine private Krankenversicherung bessere Leistungen bieten, als die gesetzliche Krankenversicherung. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Vor- und Nachteile der PKV erläutern in der Hoffnung, Ihnen damit einen besseren Überblick verschaffen zu können.

Bei der privaten Krankenversicherung herrscht so genannte Aufnahmefreiheit. Dies bedeutet im Detail, dass sich die Versicherten die Versicherung selbst aussuchen können. Die Kriterien für eine PKV sind jedoch etwas anderes, als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der privaten Krankenversicherung werden gesunde und vor allem zahlungskräftige Personen bevorzugt, da so die Kosten relativ gering gehalten werden können. Viele Menschen stellen sich die Frage, wann und ob es sinnvoll ist, zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln. Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Ein Wechsel ist anzustreben, wenn man selbständig, oder freiberuflich arbeitet, wenn man zu den "Großverdienern" zählt, soll heißen, wenn man die Beitragsbemessungsgrenze von 47.000 Euro brutto pro Jahr überschritten hat, wenn man beihilfeberechtigt ist, hierzu gehören Beamte im gehobenen Dienst, Richter, sowie Bundestagabgeordnete, aber ein Wechsel ist auch für Studenten, Ärzte, und für Personen sinnvoll, die eine längere Zeit im Ausland verbringen oder voraussichtlich verbringen werden. Für Personen, die diese Kriterien nicht erfüllen, besteht jedoch die Möglichkeit neben der gesetzlichen Krankenversicherung, eine private Zusatzkrankenversicherung abzuschließen. So bekämen auch diese Personen die Möglichkeit, die Leistungen der PKV nutzen zu können, trotz gesetzlicher Krankenversicherung. Wer einen Wechsel in die private Krankenversicherung in Erwägung ziehen möchte, sollte jedoch einige wichtige Aspekte vor Augen halten. Wer seine gesetzliche Krankenversicherung kündigt, hat es später schwer, hier wieder rein zu kommen, falls es nötig werden sollte. Des Weiteren sollte man diverse Fristen beachten. Der Wechsel in eine PKV ist möglich, wenn das Einkommen dauerhaft, aber mindestens für die nächsten drei Jahre die Beitragsbemessungsgrenze von 47.000 Euro brutto pro Jahr übersteigt. Für gesetzlich versicherte, die sich selbständig machen, gelten besondere Richtlinien. Sie können binnen drei Monaten nach Beginn der Selbständigkeit von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Versicherte, die einen Vertrag über eine freiwillige Krankenversicherung abgeschlossen haben, und in die Selbständigkeit gehen, können nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten nach Beginn der selbständigen Tätigkeit in die private Krankenversicherung wechseln. Für Personen, die pflichtversichert sind, gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Um die Entscheidung Ihnen etwas zu erleichtern, hier die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

Es gibt in zwei Bereichen gravierende Unterschiede, die auf jeden Fall erwähnt werden müssen, denn diese sind wohl die kostenintensivsten. Zum Ersten im Bereich des Krankentagegeldes macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. Während bei der gesetzlichen Krankenversicherung erst ab dem siebten Tag Krankentagegeld zu erwarten ist, und zwar in Höhe von rund 70% des Bruttoarbeitslohnes, wobei hiervon noch die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden, ist das Krankentagegeld in der privaten Krankenversicherung ohne zeitliche Einschränkung in voller Höhe des Nettogehaltes abgesichert.

Zum Zweiten machen sich die Unterschiede bei einem Zahnersatz deutlich bemerkbar. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen den Zahnersatz (Regelversorgung) zu 50%. Alle weiteren Kosten, die entstehen müssen vom Versicherten aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Anders bei der PKV. Hier werden bis zu 90% der Kosten für einen Zahnersatz von der Versicherung bezuschusst. Hierzu zählen bei der PKV auch die Kosten für Materialien und für Behandlungsmethoden. Einschränkungen gibt es kaum. Zu den weiteren Vorteilen gehört natürlich auch die persönliche Gestaltung der Versicherungsverträge. Viele Möglichkeiten, die bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht in Frage kommen, können bei einer privaten Krankenversicherung mit in den Vertrag aufgenommen werden. So zum Beispiel die bevorzugte Behandlung durch einen Heilpraktiker. Personen, die über eine private Krankenversicherung verfügen, bekommen in der Regel bei vielen Ärzten schneller einen Behandlungstermin, als gesetzlich versicherte.

Kosten:

Wer sich jetzt aber die Frage stellt, was eine private Krankenversicherung kostet, dem sei unbedingt geraten, die Vielfalt der Möglichkeiten abzuwiegen. Die Tarife und die Leistungen sind von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft sehr unterschiedlich. Im Internet findet man jedoch die Möglichkeit für einen kostenlosen, unverbindlichen Vergleich. So findet man die auf die eigene Person perfekt zugeschnittene private Krankenversicherung. Der Wechsel lohnt sich also in vielen Fällen, doch auch ein solcher Schritt sollte gründlich überlegt werden. Auch die Beitragsprämien für die PKV sollten gut kalkuliert sein. Berater der Versicherungsgesellschaften geben eine umfassende Beratung und helfen Ihnen dabei, den für Sie besten Tarif zusammenzustellen. Wer sich nicht durch die Angebote im Internet wühlen möchte, der kann auch bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften eine unverbindliche Beratung einholen und Kosten und Leistungen selbst miteinander vergleichen.

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